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Newsletter April/Mai 2015

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Newsletter April/Mai 2015

i.m.a aktuell

  • Schnelle Übersicht: Medienliste neu aufgelegt
  • Dringend gesucht: Pädagogen für den Lehrer-Beirat
  • Neues Projekt: i.m.a & Ackerdemia starten durch
  • Tolle Chance: Praktikum bei i.m.a e.V.
  • Kurzes Intermezzo: Newsletter ohne "Bauer Willi"

Aktionen und Termine

  • Kreative Messe: IdeenExpo in Hannover
  • Wichtiges Treffen: Deutscher Bauerntag 2015
  • Gesunde Ernährung: Finale beim Hafer-Wettbewerb
  • Blühende Landschaften: Mit Rapsfotos gewinnen

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: "Kleeblatt 2 – Das Heimat- und Sachbuch"
  • Schulbuch: "Seydlitz Geographie 1"
  • Ratgeber: "Nichts wie raus!"

Exkursionen in die Landwirtschaft

  • Betriebe stellen sich vor: Ferkelmastbetrieb Thomas Ostendorf

WissensWerte zur Landwirtschaft

  • Schwein gehabt: China ganz weit vorn

i.m.a aktuell

Schnelle Übersicht: Medienliste neu aufgelegt

Jetzt ist sie wieder verfügbar: unsere Medienliste 2015. Die praktische, gedruckte Übersicht zu den i.m.a-Materialien erfreut sich sehr großer Beliebtheit – trotz des webshops, in dem alle Produkte vorgestellt werden. Darum ist die Medienliste immer wieder schnell vergriffen. Jetzt kann die neue Auflage im handlich zusammengefalteten DIN-lang-Format wieder angefordert werden: im i.m.a-webshop.

Auf vier Seiten werden in der Medienliste exemplarische Produkte aus dem umfangreichen Portfolio an Lehr- und Lernmaterialen vorgestellt. Übersichtlich unterteilt für die Zielgruppen Kindergarten und Vorschule, Schule, Lehrkräfte und Lernort Bauernhof. Auch zu den "ergänzenden Medien" gibt es einen Überblick.

Unverändert gilt der Grundsatz: Bestellungen können nur über den webshop aufgegeben werden. Auch wenn fast alle unsere Materialien kostenlos abgegeben werden, so müssen doch die "AGB" akzeptiert werden. Und das geht nur online im webshop.

Dringend gesucht: Pädagogen für den Lehrer-Beirat

Als Lehrkraft, die diesen Newsletter regelmäßig liest und auch unsere anderen Materialien nutzt, schätzen Sie deren Qualität. Vielfach wird den i.m.a-Lehr- und Lernmaterialien bescheinigt, dass sie didaktisch hochwertig sind und hervorragend für den Einsatz im Unterricht geeignet sind.

Dieses hohe Niveau wollen wir halten – und weiter ausbauen. Mit Ihrer Hilfe. Denn als Lehrer kennen Sie sich mit den täglichen Anforderungen im Pädagogen-Alltag aus und können deshalb in unserem Lehrerbeirat dazu beitragen, dass die Lehr- und Lernmaterialien die didaktischen Ansprüche erfüllen, die heute erwartet werden.

Durch die Beteiligung an unserem Lehrerbeirat haben Sie z.B. die Möglichkeit, die Agrar-Welt näher kennenzulernen, etwa durch kostenlose Fortbildungen und Besichtigungen auf Bauernhöfen, (Fach-)Messen (auch mit Klassen) usw.

Wir suchen für unseren Lehrerbeirat die Unterstützung erfahrener Pädagogen ebenso wie die von Referendaren. Ein Interesse an den Themen der Landwirtschaft setzen wir voraus. Wie Sie Ihre Partizipation gestalten, welche Vorschläge Sie für neue Lehr- und Lernmaterialien einbringen – all dies ist Ihnen freigestellt.

Wir freuen uns, wenn wir Ihr Interesse an einer Mitwirkung im i.m.a-Lehrebeirat geweckt haben und informieren Sie gerne individuell, wenn Sie hier zu uns Kontakt aufnehmen.

Neues Projekt: i.m.a & Ackerdemia starten durch

Bald schon können noch mehr Schüler ackern. Denn i.m.a e.V. und Ackerdemia e.V. haben jetzt ein neues Projekt im Rahmen des Bildungsprogramms der GemüseAckerdemie begonnen, dessen Laufzeit zunächst auf zwei Jahre angelegt ist. Darin wird Schulkindern die landwirtschaftliche und genossenschaftliche Arbeitsweise mit Agrar-Produkten vermittelt. Die Landwirtschaftliche Rentenbank gehört zu den Förderern des neuen Projekts.

Es reicht weiter als die bisherigen Projekte, bei denen die GemüseAckerdemie die Etablierung von Schulgärten fördert und begleitet. Bei dem Gemeinschaftsprojekt von i.m.a und Ackerdemia wird den Schülern auch vermittelt, wie sie ihr geerntetes Gemüse vermarkten können – z.B. im Rahmen von Genossenschaften. Damit wird die Reichweite des didaktischen Konzepts in zusätzliche Lehrbereiche erweitert.

Auch beim neuen Projekt werden Landwirte mitwirken können. So wie sie bisher den Schülern auf dem Acker durch praktische Ratschläge beim Gemüseanbau zur Seite gestanden haben, können sie auch künftig ihre Erfahrungen in der Vermarktung der Produkte einbringen. Damit erhalten die Schüler einen weiteren, wichtigen Einblick in die realistische Arbeits- und Lebenswelt der Landwirtschaft.

Tolle Chance: Praktikum beim i.m.a e.V.

Ines Ruschmeyer hat auf der "Grünen Woche" Kindern und Erwachsenen die verschiedenen Getreidesorten erklärt, auf der Bildungsmesse "didacta" mit Lehrern über Unterrichtsmaterialien diskutiert, am Telefon Landwirte für das Projekt "Einsichten in die Tierhaltung" begeistert sowie Konzepte für neue Poster über den Boden und Rinderrassen produziert. Kurzum: Sie hat in nahezu allen Bereichen unseres Verbandes mitgewirkt - als Praktikantin.

"Ich habe sehr viel dabei gelernt und das Vertrauen in meine Arbeit hat mich dabei beflügelt", lautete das Fazit von Ines Ruschmeyer am Ende ihres Praktikums. "Es war eine prima Grundlage für mein Ziel, nach meinem Studium in der Öffentlichkeitsarbeit tätig zu sein. Und es war definitiv die richtige Entscheidung, zum i.m.a e.V. zu gehen sowie eine gute Referenz für meine Zukunft."

Wer es wie Ines Ruschmeyer machen möchte, ist bei uns willkommen. Wir möchten unseren Praktikantenplatz neu besetzen und rufen dazu auf, sich zu bewerben. Nur zu wissen, wo bei einer Kuh "vorn" ist, reicht sicher nicht aus, um erfolgreich zu sein. Darum setzen wir landwirtschaftliche Grundkenntnisse oder zumindest ein großes Interesse an der realen Agrar-Welt voraus. Eine gute Ausdrucksweise gehört ebenso dazu wie Teamgeist und Begeisterungsfähigkeit. 

Interesse? Dann melden Sie sich bei uns; hier.

Kurzes Intermezzo: Newsletter ohne "Bauer Willi"

Im vergangenen Newsletter hatten wir angekündigt, dass sich hier "Bauer Willi" regelmäßig zu Wort melden würde – und dabei übersehen, dass dies das Konzept unseres Newsletters sprengt. Er lebt davon, seine Leser kurz und knapp zu informieren, zusammenzufassen, was war, und Ausblicke zu geben, was sein wird. Aus diesen strukturellen Gründen haben wir uns entschlossen, "Bauer Willi" auf unseren anderen Kommunikationskanälen einen Platz einzuräumen; z.B. auf unserer Facebook-Seite, über die wir viel schneller als nur einmal im Monat auf die Themen aufmerksam machen können, die „Bauer Willi“ aufgreift. Einfach mal hier reinklicken.

Aktionen und Termine

Kreative Messe: IdeenExpo in Hannover

Mitmachen steht im Fokus der mittlerweile bereits fünften "IdeenExpo", die vom 4. bis 12. Juli auf dem Messegelände Hannover stattfindet. Der i.m.a e.V. ist dabei. Auf dem Erlebnis-Parcour in Halle 7 können die Besucher an drei Stationen des Wissenshofes Experimente mit Eiern, Gemüse und Getreide machen.

Als die "IdeenExpo" 2007 ins Leben gerufen wurde, sollten mit dieser Messe Schüler für naturwissenschaftliche und technische Berufe begeistert werden. Inzwischen hat sich die "IdeenExpo" zu Deutschlands größtem Jugend-Event entwickelt, das alle zwei Jahre stattfindet. Die MINT-Fächer stehen noch immer im Fokus, doch sie umfassen immer weitere Kreise.

Dass auch landwirtschaftliche Themen dazugehören, konnte sich beim Start der "IdeenExpo" kaum jemand vorstellen. Heute beweist der i.m.a e.V. mit seinem Wissenshof, dass auch beim Quetschen und Mahlen von Getreide, beim Erkennen von Gemüse oder der Güteprüfung von Eiern naturwissenschaftliche Kenntnisse und technisches Wissen geschult werden.

Der Besuch von Lehrkräften und Schülern beim i.m.a Wissenshof auf der "IdeenExpo" lohnt sich auch aus einem anderen Grund: Viele der "grünen Berufe" in der Landwirtschaft verknüpfen MINT-Themen im Berufsbild. Sie bieten jungen Menschen daher attraktive Perspektiven durch eine zukunftssichere Ausbildung.

Wichtiges Treffen: Deutscher Bauerntag 2015

Es sind nur drei Tage, an denen sich die Landwirte in Erfurt treffen. Aber dieses Treffen vom 23. bis 25. Juni 2015 gehört zu den wichtigsten des Jahres. Denn beim Deutschen Bauerntag werden politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen besprochen, die für die gesamte Branche Bedeutung haben.

Mit Spannung werden die Reden von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt und Bauernpräsident Joachim Rukwied erwartet. Auch die Plenumsdiskussion und die Gesprächsrunden mit Vertretern der Fraktionen im Bundestag zu Themen wie Umwelt und Tierhaltung dürften großes Interesse bei den Teilnehmern wecken. Nicht zuletzt steht die Wahl eines neuen Vizepräsidenten des Deutschen Bauernverbandes an. Für diesen Posten wurde bereits Walter Heidl vom Bayerischen Bauernverband vorgeschlagen.

Der i.m.a e.V. als Teil der Agrar-Szene ist beim Bauerntag natürlich dabei. Nicht als politischer Mandatsträger, sondern als kommunikatives Scharnier zwischen Landwirtschaft und Bildung. In Erfurt geht es u.a. darum, Landwirte als Teilnehmer am Projekt "EinSichten in die Tierhaltung" zu gewinnen, damit künftig noch mehr Höfe für den Besuch von Kita-Gruppen und Schulklassen erreichbar sind. Auch die Etablierung vom "Lernort Bauernhof" ist ein Anliegen vom i.m.a e.V. Die Vermittlung eines realistischen Bildes der Landwirtschaft hilft auch den Landwirten bei ihrer eigenen Öffentlichkeitsarbeit mit den Verbrauchern.

Gesunde Ernährung: Finale beim Hafer-Wettbewerb

In diesen Tagen entscheidet sich, welche Schulklassen beim Wettbewerb "Hafer in der Ernährung – mit Power-Paketen lernen und gewinnen" vorn liegen. Hundert Klassen der Jahrgangsstufen 3 bis 6 konnten sich beteiligen und im Unterricht viel Wissenswertes über gesunde Ernährung mit Vollkornprodukten lernen.

So entstanden ganz unterschiedliche Lernkonzepte mit vielen praktischen Bestandteilen. Bei allen Teilnehmern besonders beliebt waren die Hafer-Müslis und anderen leckeren Mahlzeiten, die zubereitet wurden. Dafür haben die Schulklassen viele kreative Ideen umgesetzt.

Das alles wurde dann jeweils als Unterrichtseinheit dokumentiert und eingeschickt. Diese wertet nun die Jury aus, und am Ende werden drei Einsendungen mit Geldpreisen in Höhe von jeweils 300 Euro für die Klassenkasse belohnt.

Die eingereichten Unterrichtseinheiten sowie die leckersten Rezepte der prämierten Beiträge werden nach der Jury-Entscheidung publiziert. Details dazu können Sie bereits der nächsten Ausgabe vom "lebens.mittel.punkt" entnehmen. Das i.m.a-Lehrermagazin kann hier kostenlos bestellt werden.

Blühende Landschaften: Mit Rapsfotos gewinnen

In diesen Wochen steht der Raps in voller Blüte. Ganze Landschaften erstrahlen in leuchtendem Gelb. Der Kontrast zu blauem Himmel mit seinen wechselnden Wolkenformationen vermittelt immer wieder neue, sehenswerte Eindrücke. Sie festzuhalten ist Ziel eines Fotowettbewerbs, zu dem der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V. (OVID) aufgerufen hat.

Gesucht wird das schönste Rapsfoto. Die Fotografen der drei besten Fotos, die von einer Jury Ende Juni gekürt werden, erhalten Geldpreise in Höhe von 500, 300 und 200 Euro. Mitmachen kann jeder Volljährige: Motiv finden, Foto machen, hier hochladen, Glück haben.

Schon jetzt können die ersten Einsendungen auf der Website besichtigt werden. Wer möchte, kann dort bereits die seiner Meinung nach schönsten Motive bewerten (Foto: pixelio.de/Andreas Hermsdorf).

 

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: "Kleeblatt 2 – Das Heimat- und Sachbuch"

Das Buch ist für den Heimat- und Sachunterricht in den 2. Schuljahrgängen Bayerns bestimmt. Es umfasst 128 Seiten und setzt sich aus sieben, mit unterschiedlichen Farben gekennzeichneten Kapiteln inklusive einer Methoden-Werkstatt zusammen. Hier lernen die Schüler grundlegende Arbeitstechniken kennen (z.B. Messen, Skizieren, Protokollieren, Untersuchen) und wenden diese an. Das Thema "Landwirtschaft" wird im Rahmen der Kapitel "Körper und Gesundheit" und "Natur und Umwelt" auf zwölf Seiten thematisiert.

Dabei geht es zunächst darum, die Schüler mithilfe des Themenschwerpunktes Ernährung zum Thema hinzuführen. Sie erfahren dabei, dass sie täglich zahlreiche Produkte konsumieren, die in landwirtschaftlichen Betrieben erzeugt wurden. Dadurch wird das prozessbezogene Lernen der Schüler unterstützt.

Obst- und Gemüsesorten sowie deren Anbau- und Erntezeiten werden angeführt. Im Anschluss daran geht es um unterschiedliche Getreidearten und deren Verarbeitung zu Brot, Nudeln etc. Ein letzter landwirtschaftlicher Aspekt wird im Rahmen der Thematik "Das Rind" bearbeitet. Hierbei geht es unter anderem um den Körperbau einer Kuh und um die Weiterverarbeitung von Milch.

Ferner beinhaltet das Schulbuch zahlreiche Anregungen zum entdeckenden und forschenden Lernen (z.B. "Wir mahlen Mehl", "Wir bereiten eine Gemüseplatte zu"). Das zahlreiche Bildmaterial, die Grafiken und Karten überzeugen durch ihre Aussagekraft, Altersgemäßheit und Ansprache. Überdies fordern sie die Schüler auf, eigene Erkenntnisse auf Basis der methodisch sehr gut aufbereiteten Materialien zu gewinnen.

Dr. Carolina Duda, Dr. Gabriele Diersen: "Kleeblatt 2 – Das Heimat- und Sachbuch"; Schroedel Verlag. 128 Seiten, 29,7 x 21,0 cm; Preis:14,50 Euro. ISBN 978-3-507-40757-2.

Schulbuch: "Seydlitz Geographie 1"

Das Buch ist für den Fächerverbund Geographie, Wirtschaft, Gemeinschaftskunde (GWG) in den 5. Klassen der Gymnasien in Baden-Württemberg bestimmt. Es hat 175 Seiten und setzt sich aus vier, mit unterschiedlichen Symbolen gekennzeichneten Kapiteln sowie einem Anhang mit einem Lexikon und einem Bildnachweis zusammen. Die einzelnen Kapitel beginnen stets mit einer "Auftaktseite", mit der die Schüler auf das aktuelle Thema des jeweiligen Kapitels eingestimmt werden sollen. Im Anschluss daran werden unterschiedliche Teilbereiche des aktuellen Themas bearbeitet.

Das Thema "Landwirtschaft" wird im Rahmen des Kapitels "Natur- und Lebensräume in Deutschland" auf 14 Seiten thematisiert.

Durch die räumliche Einordnung der unterschiedlichen Natur- und Lebensräume in Deutschland erhalten die Schüler Informationen über die verschiedenen Landschaftsformen. Im Anschluss lernen sie Produkte tierischer und pflanzlicher Herkunft kennen. Hierbei steht das prozessorientierte Lernen deutlich im Vordergrund. Indirekt werden die Schüler auch in ihrer Rolle als Konsument angesprochen. Das Bildmaterial, die Grafiken und Karten, überzeugen durch ihre Aussagekraft, Altersgemäßheit und Ansprache. Es wäre jedoch wünschenswert, die Anschauungsmaterialien zu aktualisieren. Der Aufbau des Schulbuchs ist gelungen. Die Schüler haben zahlreiche Möglichkeiten, selbstgesteuert zu lernen und auch das Einbeziehen unterschiedlicher außerschulischer Lernorte findet Berücksichtigung.

Dr. Carolina Duda, Dr. Gabriele Diersen: "Seydlitz Geographie 1 – Baden-Württemberg", Schroedel Verlag. 175 Seiten, 26,5 x 19,9 cm; Preis: 25,95 Euro. ISBN 978-3-507-52656-3.

Ratgeber: "Nichts wie raus!"

Für Stubenhocker ist dieses Buch keine passende Lektüre. Denn es geht bei jeder Seite um Aktivitäten, die draußen stattfinden: Spuren suchen, Pflanzen fühlen, Wolken entdecken, Steinen zuhören, Heuwürstchen essen, Blütenlimonade herstellen, Kräuterkränze flechten, Ohrwurmhäuser bauen, und, und, und. 118 Seiten prallvoll mit Ideen und Anregungen für große Leute, die mit kleinen Menschen die Natur kindgerecht erleben wollen. Zu guter Letzt fehlen auch praktische Tipps nicht, wie man sich draußen richtig verhält, was in einen "Notfallrucksack" hineingehört oder wie man den "Zecken-Check" macht. Kurzum: Dieses Buch macht Lust, es schnell wieder beiseite zu legen, um selber auszuprobieren, was man gerade gelesen hat.

Susanne Oswald "Nichts wie raus! – Mit Kindern Tiere und Pflanzen entdecken, draußen spielen, im Freien essen, mit Naturmaterialien basteln"; Thorbecke Verlagsgruppe Patmos (Schwabenverlag AG), 136 Seiten, mit Fotos und Illustrationen, 19 x 24 cm, Hardcover, Preis: 19,99 Euro. ISBN 978-3-7995-0619-9.

Exkursionen in die Landwirtschaft

Betriebe stellen sich vor: Ferkelmastbetrieb Thomas Ostendorf

An diesem Hof kommt man nicht vorbei: Schon auf der Straße sind die Schilder gut zu erkennen, die dazu einladen, den Ferkelmastbetrieb von Thomas Ostendorf im Dreiländereck von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und dem niederländischen Enschede zu besuchen. Der Tierhalter ist stolz auf seinen Betrieb und zeigt ihn als Teilnehmer am "EinSichten"-Projekt gerne her.

Selbst wer den Weg ins Münsterland scheut, kann sich informieren. Auf seiner Homepage im Internet erklärt Thomas Ostendorf unter der Rubrik "So machen wir es", dass die 420 Ferkel produzierende Sauen zu fast hundert Prozent künstlich besamt werden, dass die Ferkel 28 Tage bei der Mutter bleiben, aber auch eine künstliche Amme bereit steht, die Tiere konventionell geimpft und die Ferkel in 35er Gruppen am Breiautomat gefüttert werden. Seine Äcker bestellt der Landwirt konventionell. Dabei hält er eine dreigliedrige Fruchtfolge aus Gerste, Mais und Weizen mit Zwischenfruchtanbau ein.

Das alles und mehr lässt sich auch auf Schautafeln und Flyern nachlesen, die Besucher neben dem großen Fenster vorfinden, durch das sie den Ferkeln auf dem Spaltenboden im Stall zuschauen können. Gerne hätte Thomas Ostendorf mehr Zeit, um seine Besucher häufiger persönlich begleiten zu können: "Gerade war wieder eine Kindergruppe bei uns; aber das kriegt man leider nicht immer mit, wenn man im Betrieb unterwegs ist", konstatiert der umtriebige Tierhalter.

Thomas Ostendorf kommuniziert nicht nur auf seinem Hof oder im Internet offen und offensiv. Er engagiert sich auch bei Bauerntagen, fährt mit dem "Schweinemobil" bei Schulen vor oder lässt seinen Tierarzt bei Presseterminen über Stallklima und Tierwohl reden. Der Ostendorf-Hof wird im Internet als „Top-Ausbildungsbetrieb“ gelobt, den ehemalige Lehrlinge "bestens weiterempfehlen" und den Ostendorfs zugleich bescheinigen, dass sie "eine tolle Familie" sind, die den "Azubis" "viel beigebracht" habe.

Kontakt: Ferkelmastbetrieb Thomas Ostendorf – www.familie-ostendorf.npage.de

WissensWerte zur deutschen Landwirtschaft

Schwein gehabt: China ganz weit vorn

Fast sechzig Millionen Tonnen Schweinefleisch werden in diesem Jahr in China verbraucht (fast die Hälfte der weltweiten Schweinefleischerzeugung). Dies prognostizieren das amerikanische Landwirtschaftsministerium und die EU-Kommission. Das sind zwei Drittel mehr als in Europa, der Nummer Zwei bei Konsum und Produktion.

Fast den gesamten Bedarf decken die Asiaten durch ihre eigene Schweinefleischproduktion ab. Nur eine Million Tonnen Schweinefleisch werden zusätzlich importiert. In Europa sind es hingegen doppelt so viele. Die größten Exporteure von Schweinefleisch sind die USA und Europa mit 2,381 Millionen Tonnen bzw. 2,085 Millionen Tonnen Fleisch.

In Europa ist Deutschland mit 663 000 Tonnen Schweinefleisch der größte Exporteur, gefolgt von Dänemark (574 000 Tonnen) und Spanien (323 000 Tonnen). Für deutsches Schweinefleisch ist Italien mit 387 000 Tonnen Fleisch das wichtigste Exportland, gefolgt von den Niederlanden (329 000 Tonnen). Großbritannien folgt mit deutlichem Abstand (196 000 Tonnen).

Weltweit wächst die Schweinefleischproduktion auch in diesem Jahr erneut zwischen einem und zwei Prozent, schätzt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Das größte Wachstum soll es in den USA, Russland, Brasilien und China geben. In Deutschland wird sie nach Einschätzungen des EU-Prognoseausschusses um 0,4 Prozent auf 46 Millionen Schweine zurückgehen (Bruttoeigenerzeugung), während sie in Italien, Dänemark und den Niederlanden um zusammen 6,2 Prozent zunehmen soll.

Hinweise

Redaktion: Bernd Schwintowski

Bildnachweise: Akademia e.V./Judith Hotes, AMI, Archiv/i.m.a, Andreas Hermsdorf/pixelio.de, IdeenExpo, i.m.a, privat, Schroedel Verlag, Thorbecke Verlagsgruppe Patmos
Quellen: DBV/Statistisches Bundesamt

Für einen besseren Lesefluss verwenden wir in unseren Beiträgen die gebräuchliche geschlechtliche Bezeichnung, in die jedoch immer auch alle anderen Geschlechter einbezogen sind.

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