< Zurück zur i.m.a.-Newsletter-Übersicht


 
Newsletter Dezember 2014

www.ima-agrar.de

 
  i.m.a - information.medien.agrar e.V.

i.m.a
information.medien.agrar e.V.

Wilhelmsaue 37
10713 Berlin
Tel.: 030 8105602-0
Fax: 030 8105602-15
info@ima-agrar.de
www.ima-agrar.de

  

Newsletter Dezember 2014

i.m.a aktuell

  • Advent: Festliche Grüße zur Weihnachtszeit
  • Unser Weihnachtspräsent: Lehrer-Magazin im kostenlosen Abo
  • EuroTier: Einsichten für Schüler und Landwirte
  • Lerneinheiten für das Gymnasium: Revolution im Kuhstall

Aktionen und Termine

  • Internationale Grüne Woche: Auf zur Schüler-Pressekonferenz
  • Wettbewerb: Gutscheine für Bauernhof-Urlaub gewinnen

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: "ErlebnisWelt 3. Bayern"
  • Schulbuch: "Menschen, Zeiten, Räume 1. Gesellschaftslehre Rheinland-Pfalz und Saarland"
  • Video: "Kulturlandschaften im Oldenburger Raum"

Exkursionen in die Landwirtschaft

  • Betriebe stellen sich vor: Brokser Sauen

WissensWerte zur Landwirtschaft

  • Holzwirtschaft: Wo unsere Weihnachtsbäume wachsen

Landwirtschaft gestern und heute

  • Von der Blattsäge zum Holzvollernter

i.m.a aktuell

Advent: Festliche Grüße zur Weihnachtszeit

Das i.m.a-Team dankt für die aufmerksame Begleitung seiner Arbeit im zurückliegenden Jahr und freut sich darauf, mit Ihnen auch in den nächsten zwölf Monaten den Boden zu bereiten, auf dem das Wissen über die Landwirtschaft wachsen und gedeihen kann.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne vorweihnachtliche Zeit sowie frohe Festtage, die Gelegenheit bieten, Ideen und Kraft für das kommende Jahr zu schöpfen.

Ihr
Information.medien.agrar e.V.

 

Unser Weihnachtspräsent: Lehrer-Magazin im kostenlosen Abo

Im nächsten Jahr ist es soweit: Ab der kommenden Ausgabe vom "lebens.mittel.punkt" wird das beliebte Lehrer-Magazin kostenlos erhältlich sein. Dann entfallen auch die drei Euro Schutzgebühr für den Postversand der Zeitschrift.


Vier Mal im Jahr gibt es den "lebens.mittel.punkt" – immer mit interessanten landwirtschaftlichen Themen, die für den Unterricht in der Primar- und Sekundarstufe didaktisch aufbereitet sind. Die im Heft enthaltenen Lehr- und Lernmaterialien erleichtern den Pädagogen die Vorbereitung.


Auch Erzieherinnen im Kindergarten und Hort nutzen den "lebens.mittel.punkt" zur Information und Vorbereitung ihrer Gruppenarbeit. Denn die Basteltipps und Spiel-Ideen bereichern auch deren Arbeit.


Nicht zuletzt wird der "lebens.mittel.punkt" auch von Landwirten gelesen. Als Partner von Aktionen, wie dem Besuch von Kita-Gruppen oder Schulklassen auf den Bauernhöfen, nutzen die Landwirte die Tipps für den praktischen Umgang mit den jungen Besuchern.


Wer das kommende Heft 20 (1/2015) und fortan alle weiteren Ausgaben vom  "lebens.mittel.punkt" kostenfrei beziehen möchte, kann sich hier vormerken lassen.

EuroTier: Einsichten für Schüler und Landwirte

Mehr als 500 Schüler, Lehrer und Betreuer haben den i.m.a-Messestand auf der EuroTier in Hannover besucht. Täglich gab es mit der "Wissens-Rallye" ein spannendes Erkundungsprogramm, das die Jungen und Mädchen durch die Fachausstellung führt. An vielen Ständen mussten Fragen beantwortet werden, die nicht immer leicht waren: "Welches Öl-/Schrotverhältnis fällt bei der Verarbeitung der Sojabohne an?", oder "mit welchen fünf Freiheiten fühlt sich das Schwein sauwohl?" und "Welche Aufgaben hat das LAVES?". Wer sich an den vielen Messeständen umgesehen hat, kam dann schnell auf die richtigen Antworten.

Umgesehen am i.m.a-Stand auf der EuroTier haben sich auch viele Landwirte und Partner vom Projekt "EinSichten in die Tierhaltung". Der Erfahrungsaustausch mit dem i.m.a-Team aber auch zwischen den Viehhaltern wurde rege genutzt und viele Anregungen, z.B. zur Individualisierung der Betriebsposter wurden bereits aufgegriffen.

 

Lerneinheiten für das Gymnasium: Revolution im Kuhstall

Cremige Schlagsahne, streichzarte Butter und würziger Parmesankäse – ohne Milch undenkbar. Doch wie wird sie nachhaltig produziert, um den gesellschaftlich kontinuierlich steigenden Ansprüchen an Qualität, Verfügbarkeit und Tierwohl gerecht zu werden? Die VDMA-Publikation "Wenn Roboter melken und Kühe Karussell fahren" gibt Einblicke in diese immer komplexer werdende Materie der Lebensmittelproduktion.


Digital vernetzte Herstellungsprozesse, GPS-gesteuerte Futterproduktion, sensorgestützte Melkrobotik, Rechnersysteme, die Gesundheitszustand, Milchleistung und Futteraufnahme jeder einzelnen Kuh überwachen und steuern – eine rundum transparente Milchproduktionskette prägt heute das Bild professioneller Milchviehbetriebe. Ihr funktionales Fundament bilden kreative Ingenieurleistungen, wie sie von Agrartechnikerinnen und -technikern täglich erbracht werden.


Mechanik, Hydraulik, Elektronik und Informatik sind dabei nur eine Seite. Die andere wird vom Menschen bestimmt, vom Landwirt. Seine handwerklichen Erfahrungen, sein Wissen von den Funktionalitäten der Natur und Kultur, seine Kenntnisse aus Biologie und Technik sind es, mit denen er alle Komponenten miteinander in Einklang bringt, damit das komplexe Thema "Milchproduktion" täglich funktioniert.


Die VDMA Publikation mit ihren interessanten Themen, spannenden Versuchen und praxisnahen Aufgabenstellungen bietet ideale Lerneinheiten für die Sekundarstufe I am Gymnasium. Sie lassen sich gleichermaßen in den Fächern Biologie und Chemie, Physik und Technik sowie der Geografie einsetzen. Das Buch ist ab sofort kostenlos im i.m.a-webshop erhältlich.

Aktionen und Termine

Internationale Grüne Woche: Auf zur Schüler-Pressekonferenz

Nachwuchsjournalisten aufgepasst! Wer sein journalistisches Können unter Beweis stellen will, sollte sich zur Schüler-Pressekonferenz am 21. Januar 2015 um 11.00 Uhr auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin anmelden! – Mit diesem Aufruf wirbt der i.m.a e.V. für die Teilnahme an der bereits traditionellen Pressekonferenz für Schüler. Bis Ende Dezember 2014 können sich hier Lehrer mit ihren interessierten Klassen anmelden.


Als Auftakt zum Internationalen Jahr des Bodens widmet sich die Schüler-Pressekonferenz 2015 dem Thema "Fruchtbare Böden? Ackern für unsere Nahrungsmittel". Die Veranstaltung findet wieder auf der Bühne vom ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 des Berliner Messegeländes statt. Den Schülern stehen Vertreter aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Politik Rede und Antwort.


Die Schülerpressekonferenz bietet den jungen Redakteuren gleich zum Jahresbeginn die exklusive Gelegenheit, renommierte Experten mit aktuellen Fragen zu dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Jahresthema "Boden" zu konfrontieren. Gleichzeitig können sie sich zu diesem und weiteren spannenden Themen rund um die Produktion unserer Nahrungsmittel im Rahmen der weltgrößten Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau umfassend informieren.

Die teilnehmenden Schüler erhalten neben freiem Eintritt auch einen kleinen Imbiss im Restaurant vom ErlebnisBauernhof.

 

Wettbewerb: Gutscheine für Bauernhof-Urlaub gewinnen

Ferien auf dem Bauernhof sind immer ein Gewinn: Denn besser kann man das Landleben nicht kennenlernen. Und abwechslungsreich sind diese Ferien garantiert. Man muss ja nicht gleich mit dem ersten Hahnenschrei aufstehen, um mit anzupacken. Die Arbeit auf dem Feld und im Stall lässt sich auch zu späterer Stunde erkunden. Hilfreich ist es in jedem Fall, vorbereitet in den Urlaub auf dem Bauernhof zu starten. Und dabei hilft das Spiel "Die Bauernhofinsel" von JUNIOR-Xplore.


Am i.m.a-Stand auf der Grünen Woche in Berlin ist die "Die Bauernhofinsel" eine Station des Wissenshofes, auf dem Kinder und Jugendliche viel über die Landwirtschaft lernen können. Mehr noch: Mit der "Bauernhofinsel" können sie vom 16. bis 25. Januar auch gewinnen. Denn mit jeder richtigen Lösung in dem interaktiven Spiel steigen die Chancen, Gutscheine im Wert von 150 bis 500 Euro für einen Urlaub auf dem Bauernhof zu gewinnen.


Wer sich schon jetzt mit dem Spiel vertraut machen möchte, kann es auf dem PC oder iPad kostenlos ausprobieren: www.junior-xplore.ch/de.

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: "ErlebnisWelt 3. Bayern"

Das Thema "Landwirtschaft", hier der Wandel der Landwirtschaft hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und des Einsatzes unterschiedlicher Maschinen, wird im Rahmen der landwirtschaftsbezogenen Kapitel zwar nur sehr kurz aber dennoch anschaulich beschrieben. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang die anschaulichen und altersgemäßen Bilder und Abbildungen zu erwähnen.

Anhand des Anschauungsmaterials werden die Schüler dazu aufgefordert, eigene Erkenntnisse auf Basis der Materialien zu gewinnen. Auf diese Weise erhalten die Schüler die Möglichkeit, unterschiedliche Zusammenhänge und Fachbegriffe im Sinne des vernetzten, prozessbezogenen Lernens zu erarbeiten.


Es wäre wünschenswert, den regionalen Aspekt des Themas "Landwirtschaft" intensiver aufzugreifen, indem beispielsweise die Erkundung eines landwirtschaftlichen Betriebs in den Ablauf aufgenommen werden würde oder der Besuch eines Landwirts in der Schule.


Da in dem Schulbuch nur vereinzelte Aufgabenstellungen vorhanden sind, liegt es überwiegend in den Händen der Lehrperson, den Unterricht mit dem Schulbuch zu gestalten, z.B. anhand der Handreichungen für den Unterricht, die beim Verlag erworben werden können. Hier bleibt abzuwarten, wie die überarbeitete Fassung des Schulbuchs ausfallen wird.


Dr. Carolin Duda, Dr. Gabriele Diersen (2012): "ErlebnisWelt 3. Bayern". Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH. 87 Seiten, ann. DIN-A-4-Format; Preis 17,95 Euro; Handreichungen für den Unterricht mit Kopiervorlagen, 21.00 Euro; Lehrermaterialien im Ordner, 26,00 Euro. ISBN: 9783637026063, 978-3-637-02606-3.

Schulbuch: "Menschen, Zeiten, Räume 1. Gesellschaftslehre Rheinland-Pfalz und Saarland"

Das Thema "Landwirtschaft" wird sehr umfang- und facettenreich bearbeitet und es wird den Schülern die Entwicklung der Landwirtschaft sowie deren Stellenwert anschaulich beschrieben. Auch die Verbindung zwischen den heimischen und europäischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen in Bezug auf die Transportwege und das deutsche Konsumverhalten werden transparent dargestellt.


Die Aufgabenstellungen fordern die Schüler dazu auf, eigene Erkenntnisse auf Basis der Materialien zu gewinnen und unvoreingenommen eine Meinung zu bilden. In diesem Zusammenhang sind auch die Anregungen zum außerschulischen Lernen (z.B. "Wir erkunden einen landwirtschaftlichen Betrieb") zu erwähnen, da die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise die Möglichkeit bekommen, außerschulisch und praxisnah zu lernen.


Das Anschauungsmaterial ist altersgemäß und aussagekräftig. Einige der Abbildungen sind jedoch nicht aktuell ("Vom Selbstversorger zum Erzeuger", "Öko-Bauern im Kommen?"). Hier wäre es wünschenswert, den Schülern aktuelle Zahlen zur Verfügung zu stellen.

 
Die "Check-Das kann ich..."-Seiten am Ende eines jeden Kapitels geben den Schülern die Möglichkeit, dass Erlernte selbstständig zu überprüfen, zu üben, zu wiederholen und zu festigen..


Dr. Carolin Duda, Dr. Gabriele Diersen (2012): "Menschen, Zeiten, Räume 1. Gesellschaftslehre Rheinland-Pfalz und Saarland". Cornelsen Verlag. 304 Seiten, ann. DIN-A-4-Format; Preis 25,95 Euro. ISBN 978-3-06-065133-7.

Video: "Kulturlandschaften im Oldenburger Raum"

Leben im Einklang mit der Natur – das ist die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Landwirtschaft. Der Film "Kulturlandschaften im Oldenburger Raum" zeigt das auf beeindruckende Weise. In ruhigen, stimmungsvollen Bildern, wird am Jahreszeitenlauf die Arbeit der Landwirte erklärt. Dabei zeigt der Film nicht nur das Pflügen, Säen und Ernten – auch die historische Entwicklung der vielseitigen Arbeit der Bauern und der Einsatz von Maschinen wird in einen Kontext gestellt. Nicht zuletzt finden auch Themen wie Naturschutz sowie Bio-Landwirtschaft und Öko-Tourismus Beachtung. Somit stellt der Film eine rundum gelungene Komposition aller Aspekte landwirtschaftlichen Lebens dar. Obwohl er sich dabei auf den Oldenburger Raum bezieht, ist der Film auch in anderen Regionen und als Anschauungsmaterial im Unterricht nutzbar.


Kreislandvolksverband Oldenburg e.V.: "Kulturlandschaften im Oldenburger Raum". DVD, 20:17 Minuten, 15,00 Euro; zu beziehen beim Kreislandvolkverband Oldenburg e.V., Sannumer Str. 3, 26197 Huntlosen; E-Mail: kreislandvolkverband.ol@ewetel.net

Exkursionen in die Landwirtschaft

Betriebe stellen sich vor: Brokser Sauen

Kann es eine bessere Werbung für tiergerechte Schweinehaltung geben, als einen Fernsehbericht, in dem alle Aspekte seriös beschrieben werden? Heinrich und Nadine Henke ist es gelungen, ihren vorbildlichen Betrieb in Niedersachsen in einer TV-Reportage des NDR vorzustellen und somit eine Lanze für die industrielle Nutztierhaltung zu brechen. Sachlich und unaufgeregt berichtet der Film über das Ehepaar, das eine Schweinezucht mit 1250 Sauen unterhält und dabei in partnerschaftlicher Nachbarschaft mit einem Mastbetrieb wirtschaftlich erfolgreich ist.


Ihre "Brokser Sauen" haben inzwischen bereits ein wenig Medienprominenz erlangt. Denn so vorbildlich wie die Henkes als Tierhalter arbeiten, so engagiert sind sie auch als Landwirte gegenüber medialer Manipulation und unsachgemäßer Berichterstattung. Ihre Internetseite der "Brokser Sauen" im sozialen Netz von Facebook zeugt davon. Da haben die Henkes z.B. in einem offenen Brief an den ZDF-Intendanten mehr als ein Dutzend sachlicher Fehler in einer Reportage des Kinderprogramms nachgewiesen.


Transparenz ist auf dem Hof von Heinrich und Nadine Henke nicht erst eine Selbstverständlichkeit, seit sie ihren Betrieb im Rahmen des "EinSichten"-Projekts auch für interessierte Besucher geöffnet haben. Auf ihrer Facebook-Seite berichten sie von den Erfahrungen mit der Schweinezucht; z.B. über den Erfolg mit Apfelmus und Weinsauerkraut bei der Aufzucht schwacher Ferkel oder über Probleme mit Langschwanzferkeln – zum Nutzen anderer Tierhalter und als Beweis dafür, dass es nichts zu verheimlichen gibt in den Ställen der "Brokser Sauen".


Hier geht es zur Facebook-Seite der "Brokser Sauen", hier zum Landvolk-Film über den Betrieb von Heinrich und Nadine Henke, und hier zur NDR-Reportage "Armes Schwein?". Der i.m.a. e.V. vermittelt bei Interesse einen Kontakt zu den Henkes und über das Projekt "EinSichten in die Tierhaltung" informieren wir hier.

WissensWerte zur deutschen Landwirtschaft

Holzwirtschaft: Wo unsere Weihnachtsbäume wachsen

Kein Weihnachtsfest ohne Tannenbaum. Zumindest in Deutschland gehört ein schön geschmückter Weihnachtsbaum dazu. Dreißig Millionen Bäume wurden im vergangenen Jahr verkauft; Tendenz weiter steigend. Siebzig Prozent der Tannenbäume kommen aus deutschen Forsten, der Rest vor allem aus Dänemark. Am beliebtesten ist die sogenannte Nordmanntanne (mehr als 71 Prozent), weil ihre Nadeln nicht so schnell abfallen wie beispielsweise bei Fichten. Fast 700 Millionen Euro setzt die Branche pro Saison um. Die geschätzten 12.000 Produzenten bieten etwa 150.000, zum Großteil saisonale Arbeitsplätze.


Forstwirtschaft in Deutschland ist ein erfolgreicher Geschäftszweig. In den vergangenen vierzig Jahren hat der Waldbestand um zehn Prozent bzw. eine Million Hektar zugenommen. Mit 3.7 Milliarden Kubikmeter Holz verfügt Deutschland über die größten Holzressourcen in Europa. Schweden, auf dem zweiten Platz, hat nur 2.6 Milliarden Kubikmeter. Jedes Jahr werden etwa 76 Millionen Kubikmeter Holz in Deutschland geerntet, aber mehr als 121 Millionen Kubikmeter kommen hinzu. Der Produktionswert beträgt etwa 4,1 Milliarden Euro.


Mit fast fünfzig Prozent machen Tannenbäume, Fichten, Douglasie und weitere Nadelhölzer den größten Anteil an der Holzernte aus. Bevor ein Tannenbaum geschlagen werden kann, muss er etwa acht bis zwölf Jahre wachsen. Nur etwa zwölf Minuten Arbeitszeit müssen insgesamt pro Baum investiert werden. Die meisten deutschen Tannenbaum-Plantagen liegen in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Europaweit liegt das Sauerland ganz vorn; von dort kommt jeder dritte Weihnachtsbaum. So gesehen, sind wohl die meisten Nordmänner Sauerländer.

Landwirtschaft gestern und heute

Von der Blattsäge zum Holzvollernter

Schwer und vor allem gefährlich war einst die Arbeit der Holzfäller. Wollten sie in ihren Wäldern Holz ernten, mussten sie planmäßig vorgehen. Denn es ging und geht nicht nur darum, einen Baum zu fällen, man muss ihn auch aus dem Wald herausbekommen. Nicht selten kam es dabei zu schweren Unfällen, immer wieder auch mit Todesfolgen, wenn ein Baum anders als vorausberechnet in die falsche Richtung kippt oder der Waldarbeiten von abbrechenden Ästen getroffen wurde. Zudem war es körperlich anstrengend, mit Blattsägen, an deren zwei Enden jeweils ein Mann zog, im rhythmischen Gleichklang zu arbeiten. Erst der Einsatz der Motorsäge nach dem Krieg brachte Erleichterung und beschleunigte den Fällprozess. Doch erst in unserer Zeit hat die umfangreiche Motorisierung mit Spezialwerkzeugen wirkliche Erleichterung bei der Holzarbeit gebracht. Moderne Holzvollernter entasten heute einen Baum an Ort und Stelle, schälen seine Rinde und bringen ihn auf die gewünschte Länge für den Transport.

 

Der war früher ebenfalls eine Herausforderung für Mensch und Tier. In Bergregionen wurden die Stämme vornehmlich im Winter auf Schlitten geschnallt, um dann mit ihnen ins Tal zu rodeln. Auch dabei kam es immer wieder zu schweren Unfällen. Wo es später für Traktoren keinen Weg gab, wurden noch lange Zeit Pferde zu Hilfe genommen, um einzelne Stämme abzutransportieren. Heute gibt es auch für den Einsatz an unzugänglichen Stellen Rückezüge, die den Stamm aus dem Unterholz hervorholen und sachgerecht verladen.

 

 

Auch das schweißtreibende Ausgraben oder gar Sprengen von Baumstümpfen, den Stubben, gehört der Vergangenheit an. Moderne Wurzelfräsen raspeln den Stumpf kurz und klein, die High-Tech-Geräte amerikanischer Holzfäller-Profis höhlen sogar meterdicke Stümpfe tief in der Erde von innen aus und fördern das Häckselgut zutage.


Eines aber ist geblieben: Trotz moderner Technik in der Forstwirtschaft und trotz Schutzkleidung muss der Waldarbeiter noch immer umsichtig zur Sache gehen, um nicht von einem unkontrolliert fallenden Baum verletzt zu werden.

Hinweise

Redaktion: Bernd Schwintowski

Bildnachweise: Archiv/i.m.a, Cornelsen, Henke, i.m.a, juniorxplore, Kreislandvolkverband Oldenburg, Messe Berlin, Oldenbourg, privat, VDMA
Quellen: DBV/Statistisches Bundesamt

Für einen besseren Lesefluss verwenden wir in unseren Beiträgen die gebräuchliche geschlechtliche Bezeichnung, in die jedoch immer auch alle anderen Geschlechter einbezogen sind.

Wir freuen uns jederzeit über Feedback, Vorschläge, Kritik und Kommentare unter:
newsletter@ima-agrar.de

Wenn Sie sich aus der Empfängerliste dieses Newsletters entfernen oder Ihre Einstellungen modifizieren möchten, klicken Sie bitte hier.

© information.medien.agrar (i.m.a) e.V., 2013