< Zurück zur i.m.a.-Newsletter-Übersicht


 
Newsletter Februar 2014

www.ima-agrar.de

 
  i.m.a - information.medien.agrar e.V.

i.m.a
information.medien.agrar e.V.

Wilhelmsaue 37
10713 Berlin
Tel.: 030 8105602-0
Fax: 030 8105602-15
info@ima-agrar.de
www.ima-agrar.de

  

Newsletter Februar 2014

i.m.a aktuell

  • i.m.a startet neuen Online-Shop unter "www.ima-shop.de"
  • Land & Genuss 2014: i.m.a-Wissenshof lockte besonders die jüngsten Besucher
  • Neues i.m.a-Unterrichtsposter erklärt Geflügelhaltung in Deutschland
  • Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Aktionen und Termine

  • didacta 2014: Neue Impulse aus der Landwirtschafts- und Ernährungsbildung
  • Tag des offenen Hofes 2014: Lernen Sie die Welt der Bauernhöfe kennen

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: Diercke Erdkunde 5/6. Niedersachsen. Gymnasium. Westermann Verlag
  • Schulbuch: Jo-Jo 3. Sachunterricht. Niedersachsen u.a. Grundschule. Cornelsen Verlag
  • Fachkraft Agrarservice - ein vielseitiger Beruf. aid infodienst

WissensWerte zur deutschen Landwirtschaft

  • Deutschlands Landwirtschaft ist viermaliger Europameister
  • Deutsches Brot soll Wektkulturerbe werden

Landwirtschaft gestern und heute

  • Vom Arbeits- zum Reitpferd

i.m.a aktuell

i.m.a startet neuen Online-Shop unter "www.ima-shop.de"

Mehr Benutzerfreundlichkeit, eine leichtere Bedienbarkeit und ein auch auf mobile Endgeräte angepasstes Design: Dies gewährleistet der Anfang Februar neu gestartete Webshop der i.m.a. "Über die neue Plattform können Pädagogen, Landwirte und Verbraucher sich noch schneller einen Überblick über das reichhaltige i.m.a-Medienangebot verschaffen und bei Bedarf direkt vom Handy aus bestellen. Wichtig war uns dabei eine übersichtliche und klare Gestaltung der Website, so dass unsere Besucher mit wenigen Klicks genau die Materialen finden, die sie benötigen", erklärt der i.m.a-Geschäftsstellenleiter Patrik Simon.

Mit der Neugestaltung des Webshops reagiert der Verein auf den stark angestiegenen Online-Versandhandel. Allein 2013 wurden 1,4 Millionen i.m.a-Medien vorwiegend über den Online-Shop bestellt. Der Relaunch gewährleistet eine schnelle Orientierung ab der Startseite. Die Rubriken "Neu im Sortiment" und "Top-Angebote" zeigen gleich zu Beginn aktuelle und besonders beliebte i.m.a-Medien auf. Die Navigation wird zudem an die persönlichen Bedürfnisse und Interessen der Benutzer angepasst. Im Hauptmenü können die Besucher die i.m.a-Medien nach Themen wie "Gesellschaft", "Nutzpflanzen" oder "Nutztiere" auswählen und die Suche im zweiten Schritt nach Zielgruppen und Altersstufe verfeinern. Dadurch wird der Bestellvorgang enorm beschleunigt und vereinfacht.

Einfach ausprobieren unter www.ima-shop.de!

Neues i.m.a-Unterrichtsposter erklärt Geflügelhaltung in Deutschland

Woher kommen Chicken Nuggets, Putenschnitzel und Co.?

Wie funktioniert die Geflügelhaltung in Deutschland? Was sind die Aufgaben eines Geflügelhalters? Und wie werden Qualität und Sicherheit bei Geflügelfleisch gewährleistet? Aufschluss über diese und weitere Fragen gibt das neue Unterrichtsposter "Das Geflügel. Woher kommen Chicken Nuggets, Putenschnitzel und Co.?", das der i.m.a - information.medien.agrar e.V. in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG) erstellt hat. Die bei Lehrkräften besonders oft nachgefragte Reihe der Unterrichtsposter beinhaltet damit bereits 13 verschiedene Themenfelder rund um Landwirtschaft, Ernährung und nachwachsende Rohstoffe.

Das neue Unterrichtsposter "Das Geflügel. Woher kommen Chicken Nuggets, Putenschnitzel und Co.?" ist ab Dienstag, 04.03.2014, kostenlos gegen Erstattung der Versandgebühren über den i.m.a‐Webshop unter www.ima-shop.de erhältlich.

Land & Genuss 2014: i.m.a-Wissenshof lockte besonders die jüngsten Besucher

Ob Getreidekörner zu Mehl mahlen oder Sahne zu Butter schütteln: Die einzelnen Experimentierstationen des i.m.a-Wissenshofs waren auch auf der diesjährigen Erlebnismesse "Land & Genuss" der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) gefragt. Im Rahmen des "ErlebnisBauernhof mobil" machte der Wissenshof der i.m.a vom 20. bis zum 23. Februar 2014 Station in der Mainmetropole Frankfurt. Kinder und Jugendliche sowie ganze Schulklassen aus der Region nutzten die Gelegenheit, um anhand anschaulicher Experimente ihr Wissen um Landwirtschaft und Ernährung zu testen. Insgesamt 1.000 Kindergarten- und Schulkinder nahmen an dem Erlebnisangebot der Messe teil und machten deutlich, dass auch bei Großstadtkindern das Interesse an landwirtschaftlichen Themen erheblich ist.

Die Stationen des i.m.a-Wissenshofs wurden mit großem Engagement durch den Bäuerinnenstammtisch aus dem Main-Kinzig-Kreis sowie durch Schüler der Landwirtschaftlichen Berufsschule der Adolf-Reichwein-Schule aus Limburg unterstützt. Reger Andrang herrschte besonders am "Melkstand": Hier warteten die beliebten Holzkühe des i.m.a-Wissenshofes, um von fleißigen Kinderhänden gemolken zu werden. Für ebenso viel Freude bei den jüngsten Messebesuchern sorgte die Butter-Station, bei der die Kinder viel Kraft und Ausdauer beweisen mussten, damit durch emsiges Schütteln aus Sahne schließlich Butter entstehen konnte. Bei dem älteren Messepublikum kam die i.m.a-Getreidetheke besonders gut an. Dabei konnten Körnerproben der vier verschiedenen Getreidearten Weizen, Gerste, Roggen und Mais als Ansichtsexemplare sowie entsprechende Informationsflyer mitgenommen werden. Neben den verschiedenen Wissensexperimenten hielt die i.m.a auch ein reichhaltiges Angebot an Informationsmaterialen über die landwirtschaftliche Produktion von Nahrungsmitteln bereit.

Der i.m.a‐Wissenshof ist seit 2009 Bestandteil des "ErlebnisBauernhof mobil". Diese Veranstaltungsreihe ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Vereins i.m.a - information.medien.agrar und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL). Unter federführender Koordination der FNL wird der "ErlebnisBauernhof mobil" unterstützt durch die Landwirtschaftliche Rentenbank. In seiner vollen Größe präsentiert sich der ErlebnisBauernhof alljährlich auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Die Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes ist besonders empfehlenswert, um Kindern, Jugendlichen und interessierten Erwachsenen "EinSichten in die Tierhaltung" zu ermöglichen. In diesem Rahmen setzen wir unsere Exkursionen-Serie mit dem Betrieb von Leonhard Große Kintrup in Nordrhein-Westfalen fort. Seit Mitte 2013 ist der Betrieb einer von inzwischen rund 80 Teilnehmern des bundesweiten EinSichten-Projektes.

Seit Generationen schon führt die Familie in der Bauerschaft Kasewinkel einen landwirtschaftlichen Betrieb, der eingebettet in die münsterländische Parklandschaft und umgeben von grünen Wiesen ist. Auf dem Hof geben derzeit 180 Kühe Milch für zahlreiche wertvolle Milchprodukte. Die Tiere leben in einem modernen Stall mit natürlichem Klima. Die Futtermittel stammen vorrangig aus eigenem Anbau.

Nach Anmeldung können Sie den Hof besichtigen und von einer Galerie aus in alle Bereiche der Milchviehhaltung sehen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.milch-vom-hof.de

Aktionen und Termine

didacta 2014: Neue Impulse aus der Landwirtschafts- und Ernährungsbildung

Die größte internationale Bildungsmesse - die didacta - öffnet vom 25. bis 29. März 2014 ihre Tore in Stuttgart. Seit mehr als 15 Jahren präsentiert sich die Gemeinschaftsschau "Landwirtschaft und Ernährung - erleben lernen" auf der didacta, um Lehrerinnen und Lehrer über aktuelle Trends rund um die Landwirtschafts- und Ernährungsbildung zu informieren. 2014 ist die Gemeinschaftsschau mit acht namhaften Partnern unter federführender Koordination der i.m.a auf insgesamt 230 Quadratmetern in Halle 5 | Stand A89 + C89 vertreten. Thematische Schwerpunkte werden in diesem Jahr der Bauernhof als Lernort, Konzepte zur gesunden Ernährung sowie nachwachsende Rohstoffe sein.

Neben einem vielfältigen Angebot an Fachpublikationen und Unterrichtsmaterialen bietet das neue Forum der Gemeinschaftsschau vom 25. bis zum 28. März 2014 tägliche Vorträge und Lehrerfortbildungen an. Hier erhalten Lehrkräfte neue Impulse aus der modernen Ernährungsbildung und können sich im Rahmen von Fachvorträgen über den Lernort Bauernhof oder über die vielseitige Getreideart Hafer informieren.

Vorbeischauen, Informieren und Mitdiskutieren - wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Den Programmflyer zum Fachforum mit allen Terminen und Vorträgen finden Sie zum Download hier.

Tag des offenen Hofes 2014: Lernen Sie die Welt der Bauernhöfe kennen

Bundesweit werden am 14. und 15. Juni 2014 die Hoftore geöffnet und laden dazu ein, das Innenleben der heutigen Landwirtschaft näher kennenzulernen. Verbraucher können an diesen zwei Tagen Bauernhöfe in ihrer Nähe besuchen und direkt vor Ort in Gesprächen mit Bäuerinnen und Bauern erfahren, wie Landwirtschaft funktioniert und woher Brot, Milch, Fleisch oder Eier kommen.

Der Tag des offenen Hofes ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Bauernverbandes, des Deutschen LandFrauenverbandes und des Bundes der Deutschen Landjugend.

Über die Website www.die-deutschen-bauern.de/offener-hof können Sie direkt einen Bauerhof in Ihrer Region finden, der sich an der Aktion beteiligt.

Auch die i.m.a unterstützt diese bundesweite Aktion mit einem umfangreichen Medienangebot. Teilnehmende Landwirtinnen und Landwirte können unter www.ima-shop.de direkt und kostenfrei gegen Erstattung der Versandgebühren Poster, Broschüren und Flyer zu vielen landwirtschaftlichen Themen bestellen.

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: Diercke Erdkunde 5/6. Niedersachsen. Gymnasium. Westermann Verlag

Das Schulbuch "Diercke Erdkunde 5/6. Gymnasium Niedersachsen" (2008) wird vom Westermann Verlag veröffentlicht und ist für den Erdkundeunterricht in den 5. und 6. Klassen der Gymnasien in Niedersachsen bestimmt. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können ein Arbeitsheft sowie digitale Lehrermaterialien erworben werden. Das Thema Landwirtschaft wird im Rahmen der Kapitel "Leben und Arbeiten in ländlichen Räumen" und "Leben und Arbeiten in Europa" auf insgesamt 38 Seiten thematisiert.

Anhand anschaulicher und altersgemäßer Abbildungen und Grafiken wird den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich unvoreingenommen ein Urteil über die unterschiedlichen Landwirtschaftsformen- und -bereiche zu bilden. Durch verschiedene Flussdiagramme und systemorientierte Darstellungen wird außerdem das prozessorientierte, vernetzte Denken gefördert. Lediglich die Abbildung "Schweinemast – vom Ferkel zum Verbraucher" ist nicht zeitgemäß. Durch sie wird vermittelt, dass Fleisch- und Wurstwaren von den Fleisch- und Wurstfabriken nur an Metzgereien und nicht auch an Supermärkte geliefert werden.

Darüber hinaus wird die Wertschöpfungskette der unterschiedlichen landwirtschaftlichen Produkte, von der Produktion bis zum Konsumenten beispielsweise anhand der Themenfelder „Sonderkulturen – Obstanbau im Alten Land“ und „Blumen und Gemüse aus den Niederlanden“ sehr anschaulich und detailliert beschrieben. Auf diese Weise werden die Schülerinnen und Schüler im Sinne des vernetzten Lernens dazu aufgefordert, das Erlernte auf ihr eigenes Konsumverhalten zu transferieren und im Rahmen der Urteilskompetenz zu überdenken.Dabei werden sowohl die intensive als auch die extensive Landwirtschaft thematisiert.

Die vollständige Rezension dieses Schulbuchs finden Sie in der Service-Rubrik unserer Website.

Stonjek, D., Döpke, G. u.a. (2008): Diercke Erdkunde 5/6. Gymnasium Niedersachsen. Braunschweig: Westermann Verlag. ISBN: 978-3-141-14575-5. 224 Seiten. Festeinband. Preis: 23,50 Euro.

Schulbuch: Jo-Jo 3. Sachunterricht. Niedersachsen u.a. Grundschule. Cornelsen Verlag

Das Schulbuch "Jo-Jo 3" (2013) wird vom Cornelsen Verlag veröffentlicht und ist für den Sachunterricht in den 3. Schuljahrgängen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg bestimmt. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können ein Arbeitsheft sowie Handreichungen für den Unterricht mit Kopiervorlagen erworben werden. Das Thema Landwirtschaft wird im Rahmen des Kapitels "Natur entdecken: Das Feld" auf insgesamt 10 Seiten thematisiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Anbau und der Weiterverarbeitung von Getreide.

Durch den Anbau des Getreides sowie dessen Ernte und Verarbeitung zu Stroh und Mehl wird den Schülerinnen und Schülern der Produktionsweg transparent gemacht. Auf diese Weise wird das prozessbezogene Lernen der Schüler unterstützt. Darüber hinaus werden sie durch die zahlreichen Anregungen zum entdeckenden und forschenden Lernen (Brötchen backen, ein Korn untersuchen) darin unterstützt, die Thematik auf ihre eigene Lebenswelt zu übertragen.

Die vollständige Rezension dieses Schulbuchs finden Sie in der Service-Rubrik unserer Website.

Christ, A., Keudel, K. u.a. (2013): Jo-Jo 3. Sachunterricht. Ausgabe N. Berlin: Cornelsen Verlag. ISBN: 978-3-060-83383-2. 126 Seiten. kartoniert. Preis: 13,95 Euro

Fachkraft Agrarservice - ein vielseitiger Beruf. aid infodienst

Landwirtschaftliche Dienstleistungen in den Bereichen Pflanzenproduktion und Landtechnik gehören zum Aufgabenspektrum einer Fachkraft Agrarservice. Obwohl die Ausbildung erst seit einigen Jahren möglich ist, hat sich dieser junge Beruf bereits fest etabliert.

Das aid-Heft informiert über die dreijährige Ausbildung und erläutert die schulischen und persönlichen Voraussetzungen, die Jugendliche mitbringen sollten. Es stellt den Ablauf der Ausbildung dar, beschreibt die Tätigkeitsfelder und zeigt Perspektiven auf, zum Beispiel die Fortbildung zum Agrarservicemeister/-in. Wichtige Adressen und Ansprechpartner sowie weiterführende Recherchequellen sind aufgeführt.

Das Heft kann über den aid-Medienshop oder per Mail Bestellung@aid.de erworben werden.

aid-Heft "Berufsbildung Fachkraft Agrarservice" (2. Auflage 2013): ISBN  978-3-8308-1104-6. 28 Seiten. broschiert. 2,00 EUR zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

WissensWerte zur deutschen Landwirtschaft

Deutschlands Landwirtschaft ist viermaliger Europameister

In der EU ist Deutschland nach wie vor einer der größten Agrarproduzenten. In den vergangenen Jahren konnte die deutsche Landwirtschaft erneut ihre Stellung als einer der Hauptagrarerzeuger innerhalb der 27 Mitgliedstaaten der EU weiter ausbauen.

Nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) gehörten die deutschen Landwirte im Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2011 bei acht Agrarprodukten zum Spitzentrio der Produzenten. Bei vier Agrarprodukten nahm Deutschland sogar den ersten Platz ein, und zwar bei Milch, Schweinefleisch, Raps und Kartoffeln. Den zweiten Platz behaupteten Deutschlands Landwirte mit Getreide, Zucker, Rindfleisch und Geflügelfleisch.

Bei Raps erzeugte Deutschland mit einem Marktanteil von immerhin 26 Prozent über ein Viertel der EU-Produktion. Der Marktanteil an Schweinefleisch betrug 22 Prozent und bei Milch 21 Prozent. Damit stammte jedes fünfte Schwein und jeder fünfte Liter Milch aus deutschen Landen. Bei den Kartoffeln erreichte Deutschland einen Produktionsanteil innerhalb der EU von 19 Prozent. Bei den Produktionssparten, in denen die deutsche Landwirtschaft innerhalb der EU den zweiten Platz belegte, hat die Getreideproduktion einen Anteil von 16 Prozent, Zucker von 23 Prozent, Rindfleisch von 15 Prozent und Geflügelfleisch von 13 Prozent.

Quelle: Pressemeldung vom Rheinischer Landwirtschafts-Verband e.V. (RLV) vom 12.02.2014, Abb. Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI)

Deutsches Brot soll Weltkulturerbe werden

In Deutschland wurde das Brot zwar nicht erfunden, aber in den deutschsprachigen Ländern hat sich eine weltweit einzigartige Brotkultur entwickelt. Die Bäcker haben über Jahrhunderte das Wissen der Brotherstellung gepflegt und verfeinert. Die Zünfte und Innungen haben dieses Handwerk zur Blüte gebracht und die regionale Vielfalt ist lebendiger Ausdruck der deutschen Geschichte und Handwerkstradition.

Die Bundesforschungsanstalt für Getreideverarbeitung hat in den 1980er Jahren die Zahl der Brotsorten mit 300, diejenige der Kleingebäcksorten mit 1200 angegeben. Im Brotregister der Bundesfachschule in Weinheim sind aktuell über 3.553 Brotspezialitäten verzeichnet.

Deswegen soll die deutsche Brotkultur immaterielles Kulturerbe werden. Die entsprechende Bewerbung reichte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. im November 2013 bei der Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten zur Weiterleitung an die UNESCO Deutschland ein. Weitere Zahlen, Daten und Fakten rund ums Brot finden Sie unter "Die Lebensmittelwirtschaft" sowie in unserem Webshop.

Landwirtschaft gestern und heute

Vom Arbeits- zum Reitpferd

In der Landwirtschaft sowie in anderen Wirtschaftszweigen vollzieht sich seit mehreren Jahrzehnten ein rasanter Strukturwandel als Ergebnis von technischem Fortschritt, Industrialisierung und Globalisierung. In Fortsetzung unserer Serie beleuchten wir in dieser Ausgabe die Entwicklung vom Arbeits- zum Reitpferd.

Während Pferde heutzutage v.a. als Hobby oder für professionelle Zucht und Reitsport gehalten werden, waren sie über Jahrtausende als Nutztier unverzichtbar. Schon in der Antike wurden Pferde, Rinder oder Esel vor (Reise-)Wagen eingespannt. Jedoch konnten die Pferde wegen des noch unzulänglichen Zuggeschirrs keine größeren Lasten ziehen. Erst im Mittelalter machte in Europa der Einsatz des Kummets, ein Geschirr mit einem gepolsterten Ring um den Hals des Pferdes, den Transport größerer Lasten und Wägen möglich. Bis zur Erfindung der Dampfmaschine und Eisenbahn im 18. Jahrhundert waren Pferde das wichtigste Transportmittel in den meisten Ländern der Welt. Zudem spielten sie eine wichtige Rolle für das Militär.

Auch in der Landwirtschaft erwiesen sich Pferde über viele Jahrhunderte als starker, treuer Helfer des Menschen. Die Bauern spannten keine behäbigen Ochsen mehr vor ihre Wagen und Ackergeräte, sondern ein bis mehrere Pferde. Zwar hatten die Ochsen eine höhere Zugkraft, allerdings war ihr Arbeitstempo (-schritt) geringer und oft bereitete ihr eher stures Wesen Schwierigkeiten beim Anlernen. Pferde wie Ochsen zogen z.B. schwere Pflüge, um den Boden zu wenden, oder Wagen, um die Ernte einzufahren. Ein Gebiss im Maul oder ein Riemen um die Nase war mit den Zügeln verbunden, sodass der Bauer das Tier kontrollieren konnte.

Je nach Bodenbeschaffenheit und Aufgaben nutzten und züchteten die Bauern verschiedene Rassen. Auf leichten Böden und im Hochland eher Kleinpferde (= Ponys mit einem Stockmaß < 1,48 m), für schwere Böden schwere Kaltblutrassen wie z.B. das Rheinische oder Schleswiger Kaltblut. Kaltblüter sind kräftige, gemütliche Helfer. Die Leistung eines solchen Tieres entspricht 1,2 Pferdestärken, also PS.

Ein Gespann aus sechs Pferden schaffte eine Arbeitsgeschwindigkeit von 3,8 km/h bei 22,5 cm Arbeitstiefe. Heutige Schlepper hingegen bringen es beim Pflügen auf 7,5 km/h mit einer Arbeitstiefe von bis zu 28 cm.

Vor 160 Jahren kamen die ersten Dampftraktoren auf den Markt, die aber noch schwer und unpraktisch waren. Doch in den 1920er-Jahren gelang den leichteren Schleppern mit Verbrennungsmotor der Durchbruch. Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe setzten Traktoren statt Pferde ein. Der "Ackergaul" hatte ausgedient. Etliche der typischen Arbeitspferd-Rassen der vergangenen Jahrhunderte sind heute vom Aussterben bedroht. Denn für den Reitsport wurde der Schwerpunkt der Züchtungen zunehmend auf leichtere Rassen (Voll - und Warmblüter) gelegt.

Mehr zum Thema Pferd erfahren Sie in der Ausgabe 01/2014 des Lehrermagazin "lebens.mittel.punkt", welches Ende März erscheint. Dieses ist dann hier verfügbar.

Bildinformationen

  • Foto 1 (Fotograf Robert Holder © i.m.a e.V.): Heuernte um 1920 - Pferd als Zugtier
  • Foto 2 (Fotograf Dr. Wolfgang Schiffer © i.m.a e.V.): Pferde, eingespannt per Kummet, beim Pflügen
  • Foto 3 (Werkfoto John Deere): Moderner 5-Schar Anbau-Drehpflug. Maximale Arbeitsbreite von zwei Metern, Länge von knapp fünf Metern und Gewicht von 1,14 Tonnen.

Weitere Quellen: www.zeitspurensuche.de unter Pferdealltag in alter Zeit

Wir freuen uns jederzeit über Feedback, Vorschläge, Kritik und Kommentare unter:
newsletter@ima-agrar.de

Wenn Sie sich aus der Empfängerliste dieses Newsletters entfernen oder Ihre Einstellungen modifizieren möchten, klicken Sie bitte hier.

© information.medien.agrar (i.m.a) e.V., 2013