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Newsletter Januar 2014

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Newsletter Januar 2014

i.m.a aktuell

  • Neue Broschüre "Informationen zur deutschen Landwirtschaft"
  • i.m.a veröffentlicht 3 Minuten Informationen zu 13 Grünen Berufen
  • Fit durch Hafer: Das neue i.m.a-Unterrichtsposter ist ab sofort erhältlich
  • Internationale Grüne Woche 2014: Landwirtschaftliches Wissen bleibt gefragt
  • Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Aktionen und Termine

  • Jetzt mitmachen: DKHV-Schulgartenprojekt "Kids an die Knolle" 2014
  • i.m.a-Medienvielfalt auf der didacta in Stuttgart

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: Seydlitz Geografie 5/6. Berlin/Brandenburg. Grundschule und Gymnasium. Schroedel Verlag
  • Schulbuch: Frida & Co. Mensch, Natur und Kultur 1. Baden-Württemberg. Grundschule. Oldenbourg Schulbuchverlag
  • Das Gemüsebuch. blv Buchverlag

WissensWerte zur deutschen Landwirtschaft

  • Verzehrsgewohnheiten von Frauen und Männern

Landwirtschaft gestern und heute

  • Vom Zugtier zur Zugmaschine

i.m.a aktuell

Neue Broschüre "Informationen zur deutschen Landwirtschaft"

Die i.m.a präsentierte pünktlich zur Internationalen Grünen Woche in Berlin ihre neue Broschüre "Informationen zur deutschen Landwirtschaft: Zahlen, Daten, Fakten". Als Kombination aus Sachinformation und Agraratlas vermittelt die aktuelle Publikation auf 40 Seiten einen umfassenden Einblick in die wirtschaftliche Bedeutung des Agrarsektors, die landwirtschaftlichen Produktionsbereiche und die Entwicklungen der Landwirtschaft auf europäischer und internationaler Ebene. Die übersichtlich gestaltete Informationsbroschüre der i.m.a eignet sich besonders für den fächerübergreifenden Einsatz im Schulunterricht der Sekundarstufe II. Viele Tabellen, Grafiken und Landkarten veranschaulichen das komplexe Profil der deutschen Landwirtschaft und bieten einen schnellen Einstieg in die gesellschaftlich bedeutende Thematik.

  • Die Fachinformation ist in Kooperation mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) entstanden. Ab sofort kann die neue i.m.a-Broschüre direkt über das Internetportal des Vereins unter www.ima‐shop.de bestellt werden.

i.m.a veröffentlicht 3 Minuten Informationen zu 13 Grünen Berufen

Ob Landwirt, Gärtner oder Pflanzentechnologe - die Grünen Berufe sind vielseitig, praxisnah und haben den täglichen Umgang mit Natur, Pflanzen und Tieren gemeinsam. Um die Attraktivität der grünen Berufsausbildung zu unterstreichen, stellt die i.m.a ihre neuen "3 Minuten Informationen" bereit, die kurz und prägnant die einzelnen Ausbildungsberufe vorstellen. Die 13 handlichen Informationsflyer sind in Kooperation mit dem aid infodienst - Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V. erschienen und stellen folgende Berufe vor:

  • Fachkraft Agrarservice
  • Fischwirt
  • Forstwirt
  • Gärtner
  • Hauswirtschafter
  • Landwirt
  • Milchtechnologe
  • Milchwirtschaftlicher Laborant
  • Pferdewirt
  • Pflanzentechnologe
  • Revierjäger
  • Tierwirt
  • Winzer

Alle 13 Faltblätter im handlichen DIN A6 Format können als Paket "Grüne Berufe" über den i.m.a-Webshop unter www.ima-shop.de gegen Erstattung der Versandkosten angefordert werden.

Fit durch Hafer: Das neue i.m.a-Unterrichtsposter ist ab sofort erhältlich

Die i.m.a erweitert die beliebte Reihe der Unterrichtsposter um das Thema "Der Hafer – Wie macht uns das Getreide fit?". In Kooperation mit dem Verband der deutschen Getreideverarbeiter und Stärkehersteller (VDGS) ist das aktuelle Hafer-Poster entstanden, das die ausgewogene Ernährung durch die vielfältigen Hafererzeugnisse in den Mittelpunkt rückt.

In gewohnter Weise enthält das bereits 12. Unterrichtsposter vielfältige Arbeitsblätter und ist vorwiegend für den Einsatz im Schulunterricht der Klassen 3 bis 7 geeignet. Kinder und Jugendliche erfahren hierbei altersgerecht, welche positiven Wirkungen die im Hafer zahlreich enthaltenen Kohlenhydrate, Vitamine und Ballaststoffe besitzen und wie diese zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen.

Das neue Unterrichtsposter "Der Hafer – Wie macht uns das Getreide fit?" ist ab sofort kostenlos gegen Erstattung der Versandkosten über den i.m.a-Webshop unter www.ima-shop.de erhältlich.

Internationale Grüne Woche 2014: Landwirtschaftliches Wissen bleibt gefragt

Das vielseitige Wissens- und Erlebnisangebot der i.m.a erfreute sich auf der 79. Internationalen Grünen Woche 2014 in Berlin wieder einer regen Nachfrage. Insgesamt nutzen mehr als 10.000 junge Messebesucher das von der i.m.a speziell für Schulkinder konzipierte Ausstellungsprogramm mit landwirtschaftlichen Wissensexperimenten, Entdeckungstouren über den Erlebnisbauernhof, Konferenzformaten und Betreuungsangeboten für Kleinkinder. Zusätzlich präsentierte der Verein wieder eine breite Auswahl seines bekannten Medienangebots über die Landwirtschaft und verteilte pro Tag durchschnittlich 10.000 der pädagogisch anspruchsvoll gestalteten Fachinformationen an die wissbegierigen Messebesucher.

Ein Höhepunkt des i.m.a-Messeprogramms war auch dieses Jahr wieder die Pressekonferenz der Schülerzeitungsredakteure. Knapp 100 Nachwuchsjournalisten aus der Region Berlin-Brandenburg nutzten am 22. Januar die Gelegenheit, um drei Fachexperten ihre Fragen zum Thema "Sauwohl im Schweinestall? – Schweinehaltung in Deutschland" zu stellen. Werner Schwarz als Vize-Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Schweinehalter, Heinrich Dierkes als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) und Professor Thomas Blaha von der Tierärztlichen Hochschule Hannover freuten sich über das sehr rege Interesse der Schülerinnen und Schüler und sahen sich mit gut vorbereiteten und anspruchsvollen Fragestellungen über die moderne Schweinehaltung konfrontiert.

Neu am i.m.a-Messestand war die Bildergalerie "Schweine im Stall", die eine Auswahl farbenfroher Kunstwerke zur gleichnamigen Mal-Aktion aus dem Jahr 2013 präsentierte. Zahlreiche Besucher nutzen die Chance, um sich ein Bild von den ganz persönlichen Vorstellungen der jungen Künstler über Schweine und deren Haltung zu machen.

  • Weitere Bilder zur Internationalen Grünen Woche finden Sie auf der i.m.a-Facebookseite sowie auf unsere App für alle Smartphones (Betriebssysteme iPhone OS, Android OS und Windows Phone), die hier heruntergeladen werden kann.

Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Die Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes ist besonders empfehlenswert, um Kindern, Jugendlichen und interessierten Erwachsenen "EinSichten in die Tierhaltung" zu ermöglichen. In diesem Rahmen setzen wir unsere Exkursionen-Serie mit dem Betrieb von Andreas Schmidt in Nordrhein-Westfalen fort. Der Ferienhof "Zur Hasenkammer" betreibt nicht nur eine Milchviehhaltung mit rund 140 Milchkühen sowie eine Grünlandwirtschaft auf 115 Hektar sondern bietet auch Ferien auf dem Bauernhof für die ganze Familie an. Seit Ende 2013 ist der Betrieb einer von inzwischen rund 60 Teilnehmern des bundesweiten EinSichten-Projektes.

Die Landwirtsfamilie erklärt im Gespräch mit der i.m.a: "Auf unserem modernen Milchviehbetrieb werden die Kühe an zwei Melkrobotern gemolken. Unser 2012 in Betrieb gegangener neuer Boxenlaufstall wurde komplett für Besucher konzipert. Täglich gibt es Gästestallzeiten unter dem Motto: `Und erzählt mir nicht, die Milch käme aus der Tüte!` Im Anschluss an die Stallführung können sich die kleinen Besucher in der Spielscheune oder auf dem Außenspielplatz vergnügen."

Weitere Informationen und den Kontakt zur Anmeldung finden Sie unter: www.ferienhof-hasenkammer.de

Aktionen und Termine

Jetzt mitmachen: DKHV-Schulgartenprojekt "Kids an die Knolle" 2014

Noch bis zum 10. Februar 2014 können sich Schulen an dem bundesweiten Schulgartenprojekt  "Kids an die Knolle" des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes e.V. (DKHV) beteiligen und die kostenlose Lieferung von Pflanzgut für den eigenen Kartoffelgarten anfordern. Die i.m.a unterstützt das Schulgartenprojekt mit einer Reihe an Informationsmaterialen: Gemeinsam mit dem DKHV sind bereits verschiedene Unterrichtsbausteine rund um die Kartoffel entstanden – zuletzt der Baustein "Erlesene Kartoffelsorten - Wie Anabelle, Gunda & Co. entstehen" in der aktuellen Ausgabe des Lehrermagazins "lebens.mittel.punkt" (Heft 4/2013).

Seit 2008  läuft bereits das von der Landwirtschaftlichen Rentenbank geförderte Projekt. Jährlich beteiligen sich nach Angaben des DKHV rund 700 Schulen, um in den Schulgärten eigene Kartoffeln anzubauen und die praktische Seite der Gartenarbeit kennenzulernen. Die Kinder erfahren so, wie das Pflanzenwachstum von Wetter und Boden abhängig ist. Aber auch die Verarbeitung der eigenen Ernte durch das gemeinsame Kochen in der Schulküche ist ein großes Erlebnis. Teilnehmer am Projekt "Kids an die Knolle" haben zudem die Möglichkeit ein Mitgliedsunternehmen des DKHV zu besuchen und sich dadurch über den Weg der Knolle vom Acker bis in den Supermarkt zu informieren.

Pflanzgutwünsche nimmt die Geschäftsstelle des DKHV in Berlin entgegen. Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.dkhv.org sowie www.die-kartoffel.de

Für Informationen rund um die Knolle stehen vielfältige Sachbroschüren, Poster und Unterrichtsbausteine auf dem i.m.a-Internetportal unter www.ima-shop.de bereit. Den Unterrichtsbaustein „Erlesene Kartoffelsorten“ aus dem Lehrermagazin (Ausgabe 4/2013) finden Sie hier als PDF zum Download.

i.m.a-Medienvielfalt auf der didacta in Stuttgart

Auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart öffnet die Gemeinschaftsschau "Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen" vom 25.03.2014 bis 29.03.2014 ihre Pforten. Mit neun Partnern und unter federführender Koordinierung der i.m.a wird die Vielfalt und Bedeutung landwirtschaftlicher Bildung auf insgesamt 230 Quadratmetern Ausstellungsfläche vorgestellt. Neben vielen kostenfreien Unterrichtsmaterialien, Produktproben und Besucherpräsenten ist auch die beliebte Getreidetheke zum Mitnehmen von Saatgut wieder dabei. Täglich finden im eigenen Forum Vorträge und Diskussionsrunden statt. Die Gemeinschaftsschau finden Sie in Halle 5 am Stand A89 und C89.

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: Seydlitz Geografie 5/6. Berlin/Brandenburg. Grundschule und Gymnasium. Schroedel Verlag

Das Schulbuch "Seydlitz Geografie 5/6. Berlin/Brandenburg" (2010) wird vom Schroedel Verlag veröffentlicht und ist für den Erdkundeunterricht in den 5. und 6. Klassen der Grundschulen und Gymnasien in Berlin und Brandenburg bestimmt. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können Kopiervorlagen sowie digitale Lehrermaterialien erworben werden. Das Thema Landwirtschaft wird im Rahmen des Kapitels "Wir erkunden Deutschland" im Unterkapitel "Norddeutsches Tiefland" auf insgesamt 18 Seiten thematisiert.

Den Schülerinnen und Schülern werden verschiedene landwirtschaftlich geprägte Regionen des Norddeutschen Tieflandes vorgestellt. Zudem werden Produkte tierischer und pflanzlicher Herkunft wie Schweinefleisch und Zucker behandelt. Zur intensiven Landwirtschaft wird das Beispiel "Massentierhaltung" angeführt. Aufgrund der Kapitelüberschrift "Tierhaltung in der `Schweinefabrik`", wird es den Schülerinnen und Schülern hier nicht ermöglicht, sich unvoreingenommen eine Meinung zu bilden. Zudem wird im Rahmen des Themas "Ökologische Landwirtschaft" wiederholt von artgerechter Tierhaltung gesprochen. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Schülerinnen und Schüler annehmen, dass in der intensiven Landwirtschaft die Tierhaltung grundsätzlich nicht artgerecht sei.

Das Werk enthält jedoch eine ansprechende Methoden- und Materialvielfalt, welche Schülerinnen und Schüler zum eigenständigen Lernen motiviert. Die gewählten Bilder, Grafiken und Karten sind altersgemäß und aussagekräftig.

Die ungekürzte Rezension des Lehrbuches finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik "Service/Gelesen und getestet".

Amtsfeld, P., Böttcher-Speckels, K. u.a. (2010): Seydlitz Geografie 5/6. Berlin/Brandenbrug. Braunschweig: Schroedel Verlag. ISBN: 978-3-507-52770-6. 200 Seiten. Festeinband. Preis: 19,95 Euro.

Schulbuch: Frida & Co. Mensch, Natur und Kultur 1. Baden-Württemberg. Grundschule. Oldenbourg Schulbuchverlag

Das Schulbuch "Frida & Co. Mensch, Natur und Kultur 1" (2009) wird vom Oldenbourg Schulbuchverlag veröffentlicht und ist für den Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur in den 1. und 2. Schuljahrgängen in Baden-Württemberg bestimmt. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können eine Audio-CD, Lehrermaterialien mit Kopiervorlagen, eine Handpuppe "Frida", das Poster "Die Jahreszeiten" sowie ein Prüfpaket erworben werden. Das Thema "Landwirtschaft" wird im Rahmen der Kapitel "Körper und Gesundheit" und "Natur erleben" auf insgesamt 12 Seiten thematisiert.

Verschiedene pflanzliche und tierische Produkte werden behandelt. Hierbei geht es in erster Linie darum, den Schülerinnen und Schülern erste Informationen über die landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu vermitteln.

Im Rahmen des Schulbuchs werden zahlreiche Vorschläge zum handlungsorientierten Lernen gegeben. Aus landwirtschaftlicher Sicht würde es sich daher anbieten, die Erkundung eines Wochenmarktes oder eines landwirtschaftlichen Betriebes in das Schulbuch zu integrieren. Auf diese Weise könnten die Schülerinnen und Schüler vor Ort Primärerfahrungen sammeln.

Die ungekürzte Rezension finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik "Service/Gelesen und getestet".

Blasek, B., Ferratusco, B. u.a. (2009): Frida & Co. Mensch, Natur und Kultur 1. München: Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH. ISBN: 978-3-637-00867-0. 152 Seiten. broschiert. Preis: 18,50 Euro

Das Gemüsebuch. blv Buchverlag

Ob rund und rot, ob lang und grün, ob süß oder scharf - die bunten Alleskönner sind gesund, lecker und vielseitig.

"Das Gemüsebuch"  vom blv Buchverlag vermittelt Hobbygärtnern und Gemüseliebhabern praktische Tipps rund um Anbau, Ernte und Verwendung von Gemüse. Anregungen bezüglich der Auswahl von Gemüsesorten bereichern sowohl den eigenen Nutzgarten als auch das "Urban Gardening" auf dem Balkon. Für den andauernden Spaß am Gemüseanbau sorgen kompakte Informationen über Schädlinge, Pflanzenschutz und Mischkulturen. Darüber hinaus werden die Top 50 der europäischen Gemüsesorten in Porträts dargestellt, welche aufschlussreiches Hintergrundwissen über deren Kulturgeschichte und gesundheitlichen Nutzen liefern. "Das Gemüsebuch", inklusive dem praktischen Anbaukalender, ist ein informativer Begleiter bei der Planung und Pflege des eigenen Gemüsegartens und weckt mit seiner visuell ansprechenden Gestaltung die Vorfreude auf die erste Ernte.

K. Meyer-Rebentisch (2012): Das Gemüsebuch. München: blv Buchverlag. ISBN: 978-38-35408-319. 215 Seiten. kartoniert. 24,95 Euro

WissensWerte zur deutschen Landwirtschaft

Verzehrsgewohnheiten von Frauen und Männern

Im Volksmund heißt es "Frauen mögen eher Süßes als Männer". Doch dies kann die DGE - Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. nicht bestätigen. Ihr 12. Ernährungsbericht (2012) zeigt, dass die männliche Bevölkerung mehr Zucker, Süßwaren, Kuchen, Torten und Gebäck sowie Fruchtsäfte und Nektar verzehrt. Auch isst sie mehr Brot, Getreide, Getreideerzeugnisse sowie Knabberartikel. Männer trinken etwa doppelt so viel Limonade und mehr als sechsmal so viel Bier wie Frauen und essen mit 1.092 g pro Woche doppelt so viel Fleisch, Fleischerzeugnisse und Wurstwaren wie Frauen.

Diese und weitere Ergebnisse stammen aus dem 12. Ernährungsbericht der DGE. Hierin wurde der Lebensmittelverzehr von knapp 14.000 Männern und Frauen zwischen 14 und 80 Jahren aus Daten der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II) ausgewertet.

Der Ernährungsbericht ist unter der Artikel-Nr. 212300 zum Preis von 32,00 EUR zzgl. Versandkosten beim DGE-MedienService unter www.dge-medienservice.de erhältlich. Der Band beinhaltet den Ernährungsbericht auf CD-Rom und ist auch über den Buchhandel (ISBN: 978-3-88749-232-8) zu beziehen.

Landwirtschaft gestern und heute

Vom Zugtier zur Zugmaschine

In der Landwirtschaft sowie in anderen Wirtschaftszweigen vollzieht sich seit mehreren Jahrzehnten ein rasanter Strukturwandel als Ergebnis von technischem Fortschritt, Industrialisierung und Globalisierung. In Fortsetzung unserer Serie beleuchten wir in dieser Ausgabe die Entwicklung vom Zugtier zur Zugmaschine.


In der Vergangenheit zogen Pferde oder Rinder die schweren Pflüge, um den Boden zu wenden. Auch bei der Einfuhr des Ernteguts waren die Tiere unersetzliche Helfer. Erst vor rund 160 Jahren kamen erste Dampfmaschinen auf das Land. Die sogenannten selbstfahrenden Lokomobile, also Dampftraktoren, eigneten sich jedoch aufgrund ihres hohen Gewichts (bis 120 kg pro PS) nur bedingt für die Bodenbearbeitung. Abhilfe bot insoweit die Entwicklung der Pfluglokomotive, bei der die Ackergeräte mittels Seilzug vom Feldrand aus bewegt wurden.

Mit Verbreitung des Verbrennungsmotors schritt die Entwicklung der Dampftraktoren in Richtung der heutigen Schlepper voran. Niedrigere Leistungsgewichte um die 60 kg pro PS erlaubten nach und nach auch den Einsatz auf weniger tragfähigen Böden. In Deutschland gelang der Durchbruch der Zugmaschinen erst ab Mitte der 1920er Jahre. Das Modell "Lanz Bulldog" wurde mit dem im Vergleich zum Ottomotor sparsameren Glühkopfmotor ausgestattet. Dies erlaubte die Verwendung des erheblich billigeren Rohöls und wurde somit für mehr Landwirte ökonomisch. Die Ausstattung diente fortan als Vorbild für weitere Konstruktionen.

In verschiedenen Gegenden Deutschlands entwickelte sich der Name Bulldog daher auch zum Synonym des Traktors (Traktor von lateinisch „trahere“ – ziehen). Der Begriff Trecker hingegen kommt aus dem plattdeutschen Wort „trecken“ für ziehen. Eine weitere bahnbrechende Entwicklung war die des irischen Bauernsohns Harry Ferguson. Dieser konstruierte die 3-Punkt-Hydraulik zur Verbindung zwischen Schlepper und Gerät und lieferte so weiteren Vorschub für den modernen Ackerschlepper.

Mittlerweile zählt die deutsche Landmaschinenbranche weltweit als Vorreiter bei zahlreichen Innovationen. Selbstfahrende und durch Satelliten flächengenau gesteuerte, mit Präzisionstechnik ausgestattete Traktoren mit Dreipunkthydraulik ermöglichen den vielfältigen Einsatz. Die fortschrittliche, über moderne Cockpits gesteuerte Technik trägt dazu bei, den Boden umweltschonend und nachhaltig zu bewirtschaften und die Emission von Treibhausgasen sowie den Verbrauch von Sprit und Düngemitteln zu vermindern.

Anzahl der zugelassenen Ackerschlepper in Deutschland (bis 1970 BRD)

  • 1950: 139.000
  • 1960: 857.000
  • 1970: 1.356.000
  • 2012: 1.275.000

Bildinformationen

  • Foto 1 (i.m.a-Archiv): Pflug mit Rindergespann
  • Foto 2 (i.m.a-Archiv): Massey-Ferguson Archiv-Bild (Harry Ferguson, ganz links auf dem Foto, bei der Erprobung eines Schleppers mit Drei-Punkt-Anlenkung im Jahr 1922)
  • Foto 3 (Werkfoto Deutz): modernes Schleppercockpit

Weitere Quellen: Agrarbericht der Bundesregierung 1998, Kraftfahrt-Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 26 vom 22.01.2013 des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

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