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Newsletter Januar 2015

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Newsletter Januar 2015

i.m.a aktuell

  • Grüne Woche: Großer Erfolg zum Jahresauftakt
  • 1 x 1 der Landwirtschaft: 50 Jahre Agrar-Basiswissen
  • lebens.mittel.punkt: Lehrermagazin mit Top-Extra!

Aktionen und Termine

  • didacta: 2015 mit noch größerer Gemeinschaftsschau
  • Land & Genuss: Ganz nah am Konsumenten

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: "TERRA. Geographie 5/6. Sachsen-Anhalt"
  • Schulbuch: "Jo-Jo. Sachunterricht 4. Ausgabe N"

Exkursionen in die Landwirtschaft

  • Betriebe stellen sich vor: Schweinemasthof Starcke

WissensWerte zur Landwirtschaft

  • Ackerboden: Flächenverluste der Landwirtschaft

Landwirtschaft gestern und heute

  • Von der Blattsäge zum Holzvollernter

i.m.a aktuell

Grüne Woche: Großer Erfolg zum Jahresauftakt

Tausende Kinder und Jugendliche hatten während der 80. Internationalen Grünen Woche in Berlin am i.m.a-Stand viel Spaß: Mit verbundenen Augen konnte geraten werden, welches Gemüse oder Obst von Hand zu Hand gereicht wurde, es konnten Gewürze "erschnüffelt", im Boden eines Hochbeets nach "Schätzen" gegraben, aus Milch Butter gemacht oder die Frische eines Ei bestimmt werden. An neun Wissensstationen wurde die Landwirtschaft live erlebt - so wie es der Titel "ErlebnisBauernhof" der Gemeinschaftsschau vom Deutschen Bauernverband und seiner Partner seit 17 Jahren auf der Grünen Woche verspricht.

Im Mittelpunkt stand diesmal das "Internationale Jahr der Böden", und der i.m.a e.V. stellte die gesamte Produktionskette vor: vom Mähdrescher, der das Korn auf dem Feld erntet, über die Getreidetheke, an der alle Kornarten untersucht und mehr als 350 Kilo als kleine Proben mit nach Hause genommen wurden, bis zum Verband deutscher Mühlen, deren Mitglieder aus Korn Mehl machen, das von der Bäcker-Innung zu Brot und anderen Backwaren verarbeitet wurde, und das die Besucher dann verzehren konnten.

Die Landwirtschaft zu veranschaulichen war auch das Kernziel der Führungen, die der i.m.a e.V. für mehr als sechzig Schulklassen, für dreihundert Oberschüler am "Tag der Ausbildung", für Berufsberater und viele andere Gruppen organisiert hat. Das hat dem Team viel Freude und dem Verein viel Anerkennung eingebracht.

Die gab es auch vom Bundeslandwirtschaftsministerium und aus anderen Fachkreisen für die i.m.a-Schülerpressekonferenz. Wie in den vergangenen Jahren waren auch 2015 wieder Nachwuchs-Journalisten von Schülerzeitungen eingeladen, um mit Experten über ein aktuelles Agrar-Thema zu diskutieren. Analog zum Schwerpunkt der Messebeteiligung ging es um den Boden, um die Versiegelung kostbarer Ackerflächen und um Düngung und nachhaltige Landwirtschaft. Dem i.m.a e.V. war es gelungen, das Podium mit hochkarätigen Experten zu besetzten. Hundert Schüler diskutierten mit Dr. Maria Flachsbarth, der parlamentarischen Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium, mit Prof. Dr. Thomas Scholten von der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft und mit Steffen Pingen, dem Fachbereichsleiter Umwelt/Ländlicher Raum beim Deutschen Bauernverband.

Eine besonders attraktive Seite der Landwirtschaft zeigten mehr als hundert Produktköniginnen bei ihrem Treffen am i.m.a-Stand. Erst posierten sie für Pressefotos mit Bauernpräsident Joachim Rukwied, dann gaben sie Autogramme am i.m.a-Wissenshof.

Insgesamt blickt der i.m.a e.V. auf eine überaus erfolgreiche Grüne Woche zurück. Die Tatsache, dass die Führungen für Schulklassen bereits lange vor der Messe ausgebucht waren, zeigt das steigende Interesse an den Themen der Landwirtschaft. Auch die mehr als tausend Kilo Info-Material, die an den zehn Messetagen an tausende Schüler und Lehrer, Familien und andere Besuchergruppen verteilt wurden, unterstreichen diese Entwicklung.

1 x 1 der Landwirtschaft: 50 Jahre Agrar-Basiswissen

Keine andere i.m.a-Publikation ist so erfolgreich: Das "1 x 1 der Landwirtschaft" existiert jetzt fünfzig Jahre - und auch die Neuauflage ist wieder unverzichtbar für alle, die sich kurz, knapp und kompetent über landwirtschaftliche Fakten informieren wollen.

Passend zum "Internationalen Jahr des Bodens", das von den Vereinten Nationen für 2015 ausgerufen wurde, informiert das "1 x 1" über den "Boden - die Basis unseres Lebens". Täglich gehen mehr als siebzig Hektar potenzieller Ackerflächen durch Siedlungs- und Verkehrsprojekte verloren. Damit verschwinden auch wertvolle Produktionsflächen für unsere Nahrungsmittel. Weil der Acker nicht nur Anbaufläche, sondern auch ein Öko-System ist, das Wasser filtert, Rohstoffe wie Kohle, Gas oder Öl speichert, ist der Schutz und die Bewahrung unserer Böden so wichtig.

Das "1 x 1 der Landwirtschaft" macht anhand von Zahlen aus den Bundesländern deutlich, wie landwirtschaftliche Betriebe ihre Ackerflächen nutzen, was sie anbauen und wie viele Tiere sie halten. Zum Vergleich gibt es dazu auch entsprechende Angaben aus Europa.

Auch im fünfzigsten Jahr seines Bestehens ist das "1 x 1 der Landwirtschaft" ein nützliches Faltblatt. Noch heute ist es handlich wie einst, passt in jede Jackentasche und dient damit vielleicht auch als Initialzündung, sich in die Themen der Landwirtschaft weiter zu vertiefen. Die kostenlosen Materialien im i.m.a-webshop bieten dazu eine reiche Auswahl.

lebens.mittel.punkt: Lehrermagazin mit Top-Extra!

In Kürze erscheint eine neue Ausgabe vom Lehrermagazin "lebens.mittel.punkt". Darin vier spannende Hauptthemen: "Von der Saat zum Korn" beschäftigt sich mit der Landtechnik im Getreideanbau und liefert Unterrichtsmaterial für die Primarstufe. Für die gleiche Zielgruppe ist das Thema "Die Bedeutung des Zuckers in einer ausgewogenen Ernährung" konzipiert. Für den Einsatz im Sekundarstufenunterricht gibt es die Unterrichtsbausteine "Mit Nutztieren unterwegs" (Tiertransporte und Tierschutz) sowie "Böden in Deutschland" (ihre Bedeutung für die Landwirtschaft).

Als besonderes "Extra" erscheint mit der neuen Ausgabe vom "lebens.mittel.punkt" ein Ordner, in dem alle Unterrichtsbausteine übersichtlich gesammelt werden können. Fünf Rubriken sind dafür vorgesehen: Tiere & Stalltechnik, Pflanzen & Feldtechnik, Gesellschaft & Umwelt, Ernährung & Lebensmittel sowie die Rubrik "Sonstiges" für Reportagen und Interviews, Statistiken, Berufsbilder, Ausflugstipps oder Sammelkarten.

Ein besseres Hilfsmittel für die Unterrichtsvorbereitung gibt es nicht. Und nur auf der Bildungsmesse didacta in Hannover gibt es den i.m.a-Sammelordner kostenlos. Danach kann er im i.m.a-webshop für 3,50 Euro bestellt werden.

Aktionen und Termine

didacta: 2015 mit noch größerer Gemeinschaftsschau

Vom 24. bis 28. Februar findet in Hannover die Bildungsmesse didacta statt - der jährliche Pflichttermin für Erzieher, Lehrkräfte und alle anderen Pädagogen. Der i.m.a e.V. ist wieder dabei und organisiert für ein Dutzend Partner die große "Gemeinschafts-
schau Landwirtschaft & Ernährung - erleben lernen". Auf 260 Quadratmeter Ausstellungsfläche, mit einem Traktor vom VDMA Landtechnik als Blickfang, wird eine Fülle an Aktionen und Informationen geboten.

Bestandteil der Gemeinschaftsschau ist das "Fachforum", in dem es täglich inhaltlich wechselnde Vorträge, Workshops und Lehrer-Fortbildungen gibt. Das Programm gibt es in Kürze auf der i.m.a-Homepage und Facebook-Seite.

Die Partner "Transparenz schaffen", "STADT und LAND in NRW", die Universität Vechta mit ihrem Kompetenzzentrum Regionales Lernen sowie das Landvolk Niedersachsen repräsentieren das "Forum Lernort Bauernhof". Es setzt sich für eine engere Verbindung zwischen Schule und Landwirtschaft ein. Auf der didacta informiert das Forum über die vielfältigen Möglichkeiten, landwirtschaftliche Themen im Unterricht zu integrieren und Schulklassen auf Bauernhöfe zu bringen, damit sie dort die reale Welt der Landwirtschaft kennenlernen.

Die GemüseAckerdemie bringt den Besuchern auf einem Hochbeet das UN-Thema des Jahres näher - den Boden mit seinen Kleinstlebewesen und schützenswerten Ressourcen. Der aid infodienst e. V. stellt die Unterrichtsmedien im Bereich Verbraucher-, Ernährungs- und Agrarbildung in den Fokus seiner didacta-Beteiligung. Aber auch der Boden und seine Bedeutung für die globale Ernährungssicherung sind aid-Themen. Thematisch verbunden ist auch die Präsentation vom Verband der deutschen Getreideverarbeiter und Stärkehersteller. Mit ihrer Aktion "Hafer Die Allerskörner" schaffen sie ebenso einen Bezug zum Boden-Thema wie der Verband Deutscher Mühlen, der einen Einblick in die unglaubliche Vielfalt der Mehlsorten und deren Erzeugung gibt. Und die i.m.a-Getreidetheke bietet für die Besucher ausreichend Anschauungsmaterial, das für den Unterricht mitgenommen werden darf.

Nachwachsende Rohstoffe stehen im Fokus vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) - Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo). Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet einen Überblick zu den "Grünen Berufen" und auch der i.m.a e.V. hält hierzu sowie zu vielen weiteren Themen der Landwirtschaft umfangreiches Info- und Lehrmaterial bereit.

Pünktlich zur didacta erscheint eine neue Ausgabe des Lehrermagazins "information.medien.agrar". Neu ist auch ein Sammelordner, in dem die Unterrichtsbausteine aus den Heften thematisch einsortiert werden können. Diesen Ordner erhalten Lehrkräfte während der didacta kostenlos.

Nicht zuletzt gibt der Deutsche Jagdverband praktische Unterrichtsanregungen. Auf seiner Aktionsfläche zeigt er, wie sich aus Naturmaterialien Kleinmöbel herstellen lassen.

Mit diesem umfassenden und abwechslungsreichen Angebot ist die große "Gemeinschaftsschau Landwirtschaft & Ernährung - erleben lernen" beispiellos in der Geschichte der Bildungsmesse didacta (Messe Hannover, Halle 16, Stand G16/G20; im Übergang zur Halle 15). Wohl jeder Lehrer, der Agrar- und Ernährungsthemen im Unterricht behandeln will, dürfte hier fündig werden und mit vielen Produktproben und praktischen Unterrichtshilfen nach Hause gehen.

Land & Genuss: Ganz nah am Konsumenten

Wer glaubt, dass Melken einer Kuh sei ein Kinderspiel, der wird sich auf der Verbrauchermesse "Land & Genuss" in Frankfurt am Main bestätigt fühlen. Denn dort präsentiert der i.m.a e.V. die bei Kindern beliebten "Melkkühe". Was auf den ersten Blick wie ein großer Spaß aussieht, ist bei näherer Betrachtung eine ernste Sache: Denn immer weniger Kinder wissen, wo die Milch tatsächlich herkommt. Und die Überraschung ist immer groß, wenn sie beim Melken der Kunstkühe merken, wie viel Aufwand nötig ist, bis ein Glas mit Milch gefüllt ist.

Die "Melkkühe" sind ein Teil vom "ErlebnisBauernhof mobil", mit dem der i.m.a e.V. vom 26. Februar bis 1. März 2015 nach Frankfurt reist. Die Getreidetheke und drei Erlebnisstationen, an denen Mehl gemahlen, Butter hergestellt oder Gemüse und Obst erraten werden können, ergänzen das i.m.a-Messe-Programm. Mit dem von der FNL federführend koordinierten "ErlebnisBauernhof mobil" soll den Besuchern die Landwirtschaft einmal mehr informativ und unterhaltsam näher gebracht werden.

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: "TERRA. Geographie 5/6. Sachsen-Anhalt"

Das Schulbuch "TERRA. Geographie 5/6. Sachsen-Anhalt" (2012) ist für den Erdkundeunterricht bestimmt. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgänge der Gymnasien, Gemeinschaftsschulen, Gesamtschulen und Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt. Zudem können ein Arbeitsheft, Audiomaterialien, ein Lösungsheft für Lehrer sowie ein digitaler Unterrichtsassistent erworben werden.

Das Thema "Landwirtschaft" wird im Rahmen des Kapitels "Küste und Norddeutsches Tiefland" facettenreich beschrieben, z.B. indem sowohl die intensive als auch die ökologische Landwirtschaft bearbeitet wird bzw. den Schülern einzelne Produktionswege transparent gemacht werden ("Vom Erzeuger bis zum Verbraucher: die Stationen eines Mastschweins", "Die Zuckerrübe: vom Feld zum Verbraucher"). Dadurch wird sowohl das prozessbezogene als auch das vernetzte Lernen der Schüler unterstützt und sie werden dazu angeleitet, das Erlernte auf ihr eigenes Konsumverhalten zu übertragen.

Im Rahmen der Themenschwerpunkte konventionelle und ökologische Landwirtschaft erfolgt keine fachgerechte Ausführung der Thematik. Hier wird eine Gegenüberstellung von Massentierhaltung und artgerechter Tierhaltung am Beispiel der Schweinemast durchgeführt. Gemeint sind jedoch die ökologische und die konventionelle Tierhaltung in der Schweinemast. In der Darstellung entsteht der falsche Eindruck, dass die konventionelle Tierhaltung generell nicht artgerecht sein kann. Positiv ist zu bemerken, dass auf die erheblichen Mengen von Futterimporten aufmerksam gemacht wird. Zudem wird die Erkundung eines landwirtschaftlichen Betriebs vorgeschlagen, die zu einer praxisnahen Vermittlung des Themas beiträgt.

Die vollständige Rezension dieses Schulbuchs finden Sie auf unserer website in der Service-Rubrik "Gelesen und getestet".

Dr. Carolin Duda, Dr. Gabriele Diersen (2012): "TERRA. Geographie 5/6. Sachsen-Anhalt". Ernst Klett Verlag. 227 Seiten, ann. DIN-A-4-Format; Preis 20,50 Euro; Arbeitsheft, 4,25 Euro; Audio-Materialien, 19,95 Euro; Lehrer-Lösungsheft, 10,00 Euro, digitaler Unterrichtsassistent, 29,54 Euro. ISBN: 978-3-12-104043-8 (3-12-104043-X).

Schulbuch: "Jo-Jo. Sachunterricht 4. Ausgabe N"

Das Schulbuch "Jo-Jo. Sachunterricht 4. Ausgabe N" (2014) ist für den Sachunterricht in den 4. Schuljahrgängen in Niedersachsen bestimmt. Zusätzlich können ein Arbeitsheft sowie Kopiervorlagen erworben werden.

Das Thema "Landwirtschaft" wird in mehreren Kapiteln behandelt, wie z.B. in "Wir im Norden". Es beginnt mit einer Doppelseite zum Themenbereich "Niedersachsen". Anhand eines Informationstextes und unterschiedlicher Fotos erhalten die Schüler einen Überblick zu Daten und Fakten des Bundeslandes. Es folgen die Themenbereiche "Hannover - Landeshauptstadt und größtes Verkehrskreuz Niedersachsens", "Nordseeküste und Wattenmeer" und "Die Lüneburger Heide". Im Anschluss daran folgt der Bereich "Die fruchtbare Börde". Die Schüler erhalten Informationen zu dem dort vorherrschenden fruchtbaren Lößboden und dessen hervorragenden Voraussetzungen für den Anbau von Weizen und Zuckerrüben. In diesem Zusammenhang erarbeiten sie, was der Begriff "Fruchtfolge" meint und erfahren, wie aus Zuckerrüben Zucker hergestellt wird. Weitere Themenbereiche des Kapitels sind "Der Harz...ein Regenfänger", "Hamburg - Tor zur Welt", "Bremen und Bremerhaven" und "Bundesrepublik Deutschland".

Der folgende Schwerpunkt "Landschaften in Deutschland" thematisiert die Großlandschaften Deutschlands. Auf den anschließenden Seiten werden die Themen "Europa", "Die Erde" und "Die Klimazonen der Erde" behandelt. Das Kapitel endet mit einer "Mach mit!"-Seite. Hier erhalten die Schüler Anregungen, um Informationen zum Thema  "Die Hanse" zu recherchieren und um ein Wappen für ihre Schule zu gestalten.

Die vollständige Rezension dieses Schulbuchs finden Sie auf unserer website in der Service-Rubrik "Gelesen und getestet".

Christ u.a. (2014): "Jo-Jo. Sachunterricht 4. Ausgabe N". Cornelsen Verlag. 127 Seiten, ann. DIN-A-4-Format; Preis 13,95 Euro. Arbeitsheft, 7,95 Euro, Kopiervorlagen, 25,00 Euro. ISBN 978-3-06-083384-9.

Exkursionen in die Landwirtschaft

Betriebe stellen sich vor: Schweinemasthof Starcke

Es sind nur ein Dutzend Schweine, die auf dem Hof von Lena Starcke leben. Mit der Zeit sollen es mehr werden, aber die Entwicklung geht bewusst langsam voran. Denn die Tiere werden in Kleingruppen gehalten, der Liege-
bereich in der Bucht wird mit Stroh eingestreut, in dem die Tiere gerne spielen, und sie haben jederzeit Auslauf ins Freie - auch im Winter. So bringt es ein Tier bei einer täglichen Zunahme um 750 bis 900 Gramm in vier Monaten auf etwa 125 Kilo.

Das Futter wird auf 63 Hektar Ackerfläche weitgehend selbst erzeugt und besteht aus Futtergetreide, Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen. Da das Futter auf dem Starcke-Hof selbst gemischt wird, kann es dem Alter und Bedarf der Tiere angepasst werden.

Dass diese Haltungsform mit einem erhöhten Arbeitsaufwand und entsprechenden Kosten verbunden ist, die wiederum das Fleisch verteuern, beeinträchtigt den Erfolg des Mastbetriebs nicht. Im Gegenteil: Das gesamte Fleisch wird ausschließlich über einen Direktvertrieb verkauft, der nur zwanzig Autominuten vom Hof entfernt liegt. So können auch die Konsumenten leicht nachvollziehen, wo ihr Schweinefleisch herkommt.

Wer will, kann sich davon persönlich überzeugen. Denn der Schweinemasthof Starcke beteiligt sich am i.m.a-Projekt "EinSichten in die Tierhaltung" und bietet individuelle Stallbesichtigungen an (Tel. 05032-916130).

WissensWerte zur deutschen Landwirtschaft

Ackerboden: Flächenverluste der Landwirtschaft

Täglich gehen der Landwirtschaft Ackerflächen in der Größe von 106 Fußballfeldern verloren. Das hat das Statistische Bundesamt ausgerechnet. Siedlungs- und Verkehrsbau beanspruchen am meisten von der wertvollen Ressource Boden. Seit 1992 haben die dafür genutzten Flächen um 792.000 Hektar auf mehr als 4,8 Millionen Hektar zugenommen.

2012 entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland 1.470 Quadratmeter Ackerfläche und 580 Quadratmeter Grünfläche. Für Siedlungen und Verkehr waren es pro Person 600 Quadratmeter. Allerdings: Die Anteile an Acker- und Grünflächen müssen viel mehr Bedürfnisse decken, als man annimmt. Denn sie dienen nicht allein zur Erzeugung unserer Nahrung, sondern auch für die Produktion von Tierfutter, für nachwachsende Rohstoffe und die Bio-Energie - und damit indirekt auch für die Siedlungs- und Verkehrsflächen.

Landwirtschaft gestern und heute

Vom Pflug zur Direktsaat-Maschine

Die Bodenbearbeitung ist so alt, wie die Nahrung, die uns der Boden bietet. Bereits 4.500 vor Christi wurde der Pflug eingesetzt, um den Boden zu bearbeiten. Und schon damals wurden dafür Zugtiere verwendet, wie der Fund von Rinderknochen belegt. Das älteste in Deutschland gefundene Gerät ist ein Pflug aus der Bronzezeit, der im ostfriesischen Walle entdeckt wurde.

Das Prinzip der Bodenbearbeitung hat sich seitdem nicht grundsätzlich verändert. Der Boden wird aufgelockert, umgepflügt, wie man sagt, und in einem weiteren Arbeitsschritt mit neuem Samen belegt. Bereits 1663 wurde mit dem "Sembrador" Säpflug das Prinzip der kombinierten Bodenbearbeitung und des Aussäens entwickelt. Es gilt noch heute als Zeit und Kosten sparender Weg der Bodenbearbeitung.

Doch längst geht es nicht mehr nur um den möglichst ökonomischsten Weg der Bodenbewirtschaftung. Aspekte der Bodenpflege werden immer wichtiger. Wo z.B. mindere Wasserqualität, Erosion oder Versalzung die Güte des Bodens beeinträchtigen, muss der Boden besonders kultiviert und die in ihm lebenden Organismen geschützt werden. Denn sie helfen dem Landwirt beim Erhalt seiner Lebensgrundlage - des Bodens.

So gibt es bereits seit mehr als vierzig Jahren Maschinen, die sowohl den Boden bearbeiten, ihn düngen und für den Pflanzenschutz sorgen sowie das Saatgut ausbringen. Und Geräte zur Direktsaat ritzen den Boden einfach auf und legen das Saatgut in die Furche.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinweise

Redaktion: Bernd Schwintowski

Bildnachweise: Archiv/i.m.a, Cornelsen, i.m.a, Klett, privat, VDMA
Quellen: DBV/Statistisches Bundesamt

Für einen besseren Lesefluss verwenden wir in unseren Beiträgen die gebräuchliche geschlechtliche Bezeichnung, in die jedoch immer auch alle anderen Geschlechter einbezogen sind.

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