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Newsletter Juni/Juli 2015

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Newsletter Juni/Juli 2015

i.m.a aktuell

  • Schulbücher: Nicht immer lehrreich
  • Lernort Bauernhof: Qualifizierung für die außerschulische Bildung
  • Deutscher Bauerntag: Nachlese

Aktionen und Termine

  • Wettbewerb: Zu gut für die Tonne!
  • Nachwuchs gesucht: Meine grüne Zukunft
  • Nachwuchs gefunden: Erfolgreiche IdeenExpo

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: "Umweltfreunde 4. Sachsen-Anhalt"
  • Unterrichtsmaterial: "Landwirtschaft in Deutschland. Stationenlernen Erdkunde 5/6"

Exkursionen in die Landwirtschaft

  • Betriebe stellen sich vor: Benno & Agnes Klostermann

WissensWerte zur Landwirtschaft

  • Erntezeit: Wie das Wetter die Existenz beeinflusst

i.m.a aktuell

Schulbücher: Nicht immer lehrreich

Bei Tiertransporten gibt es weder Futter noch Wasser, Schweine erhalten Antibiotika, damit sie besser wachsen, Bodenhaltung ist Massentierhaltung - diese und viele weitere haarsträubende Aussagen finden sich in Schulbüchern und Lehrmaterialien. Landwirte klagen immer wieder darüber.

Korrekturen lassen sich nicht immer schnell umsetzen, auch wenn dies dem i.m.a e.V. in Einzelfällen gelingt. Das Problem liegt nicht nur in überlasteten Redaktionen von Schulbuchverlagen, die fachliche Fehler übersehen. Oft sind die Autoren falsch informiert, weil sie beim Quellenstudium bereits Fehlern aufgesessen sind. Mitunter sind es auch ideologische Vorurteile, die zu Gleichnissen wie diesem führen: Eier aus Bodenhaltung stammen von Hühnern in Massentierhaltung.

In diesen und vielen anderen, ähnlichen Fällen, nehmen der i.m.a e.V. und die Landesbauernverbände Kontakt zu den Verlagen auf. Wir weisen auf die Fehler hin und bieten unser Wissen und unsere Unterstützung bei deren Beseitigung an. Manch ein Verlag reagiert dann sofort und kooperativ.

Was uns freut: Es gibt auch Lehrer, die uns auf Fehler aufmerksam machen oder einfach fragen, wenn sie eine Information anzweifeln.

Jetzt fragen wir Sie: Hatten Sie schon mal Zweifel an den Informationen in Schulbüchern und im Lehrmaterial? Und was machen Sie, wenn Sie einen Fehler entdecken? Schreiben Sie uns – an presse@ima-agrar.de.
 

Lernort Bauernhof: Qualifizierung für die außerschulische Bildung

Immer mehr Lehrer wollen mit ihren Klassen live erleben, wie Landwirtschaft funktioniert. Damit entwickeln sich Bauernhöfe zu nachgefragten Orten der außerschulischen Bildung. Und die Landwirte werden zu den Experten, die ihr Wissen an Schüler vermitteln. Um ihnen dabei zu helfen, gibt es jetzt ein Curriculum für die Weiterbildung von Landwirten und anderen Akteuren auf den Höfen.

Es sind Rahmenempfehlungen, die der Qualitätsentwicklung in der außerschulischen Bildung auf Bauernhöfen dienen sollen. Sie reichen von Einstiegsqualifikationen bis zu zertifizierten Langzeitfortbildungen. Wichtige Fortbildungsinhalte sind z.B. die Vermittlung pädagogischer Grundlagen und die Grundsätze von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.

Landwirte können sich an den Empfehlungen orientieren, um dadurch noch besser ihre Expertenrolle auszufüllen. Lehrer können an den Qualitätskriterien den Wert des außerschulischen Lernens auf dem Bauernhof besser beurteilen. Davon profitieren sollen schließlich die Schulkinder, indem sie auf dem "Lernort Bauernhof" Kompetenzen für ihre Lebensgestaltung und die nachhaltige Entwicklung ihrer Persönlichkeit erwerben. Weitere Infos unter www.baglob.de.

Deutscher Bauerntag: Nachlese

Fast 600 Landwirte hatten ihren Betrieben für zwei Tage den Rücken gekehrt, um am Deutschen Bauerntag teilzunehmen, dem bedeutendsten Verbandstreffen der Landwirtschaft. In ihrer "Erfurter Erklärung" haben sie sich für den Erhalt der vielfältigen Strukturen in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt, die von bäuerlichen Unternehmen getragen wird. Deren Stärke läge in der Ausrichtung auf Märkte und Verbraucher sowie in der Nachhaltigkeit in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht.

Bei den Gesprächen am i.m.a-Stand auf der begleitenden Fachmesse ging es immer wieder um das Ansehen der Landwirtschaft in unserer Gesellschaft. Vielfach wurde beklagt, dass z.B. in Schulbüchern und Lehrmaterialien ein verzerrtes Bild von der Realität kommuniziert werde. Umso mehr würdigten die Landwirte das Engagement jener Lehrkräfte, die sich z.B. mithilfe der i.m.a-Materialien bemühen, ein realistisches Bild der modernen Landwirtschaft im Unterricht zu vermitteln.

Einige Landwirte berichteten über ihre positiven Erfahrungen mit dem Projekt "EinSichten in die Tierhaltung", für das sie ihre Höfe öffnen, um z.B. Schulklassen zu empfangen und ihnen zu veranschaulichen, wie zeitgemäße Tierhaltung heute funktioniert. Nicht selten sind es mehrere Hundert Kinder, die im Laufe eines Jahres einen Betrieb besuchen. Gerne opfern die Landwirte dann Arbeitszeit, um sich den Besuchern zu widmen. Die Erkenntnis, dass die besten Protagonisten ihrer Zunft die Landwirte selbst sind, war auch auf dem Bauerntag Tenor in vielen Gesprächen.
 

Aktionen und Termine

Wettbewerb: Zu gut für die Tonne!

Jeder Verbraucher wirft im Laufe eines Jahres 82 Kilogramm Lebensmittel auf den Müll. Das besagt eine Erhebung der Umweltorganisation WWF. Ob diese Zahl nun korrekt ist oder nicht, ist zweitrangig. Fest steht jedoch, dass gegen die Lebensmittelverschwendung etwas getan werden muss. Das sieht auch das Bundeslandwirtschaftsministerium so und hat deshalb im Rahmen der Kampange "Zu gut für die Tonne!" einen Wettbewerb gestartet.

Gesucht werden bis zum 31. Oktober 2015 kreative Projekte von Privatpersonen, Unternehmen, Bürgerinitiativen und anderen Gruppierungen, die sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln richten. Das kann eine Idee sein, die auf Umsetzung wartet oder bereits erfolgreich etablierte Aktionen.

Alle Vorschläge werden von einer prominent besetzten Jury bewertet. Sie urteilt über thematische Passgenauigkeit, Kreativität und Innovation, Engagement, Erfolg, Wiederholbarkeit und Vorbildcharakter. Am Ende werden die besten Ideen und Projekte mit dem "Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung" prämiert. Weitere Infos hier.

Nachwuchs gesucht: Meine grüne Zukunft

Am 1. August beginnt das neue Ausbildungsjahr. Und noch immer gibt es freie Ausbildungsplätze in der Land- und Ernährungswirtschaft. 14 attraktive "Grüne Berufe" stehen zur Auswahl, über die sich Interessenten z.B. in den Faltblättern der "3-Minuten-Info"-Reihe vom i.m.a e.V. orientieren können.

Einen Überblick gibt es auch auf der Internetseite "Meine grüne Zukunft" vom Deutschen Bauernverband (DBV). Hier können Interessenten gleich tiefer einsteigen und zum Beispiel direkten Kontakt zu Ansprechpartnern in ihrer Region aufnehmen. Die Seite informiert außerdem über Praktika und Mindestlohn, und sie bietet auch Orientierungshilfen für Arbeitgeber.

Wer gleich konkret nach einer Stelle sucht, findet sie auf dem Bildungsserver Agrar. Er ist mit regionalen Datenbanken vernetzt, auf denen gezielt nach dem gewünschten Ausbildungsplatz gesucht werden kann.

Erfahrungsgemäß werden vor allem Ausbildungsplätze für Landwirte und Gärtner gesucht. Im vergangenen Jahr hatten 4.850 Jugendliche eine Ausbildung zum Gärtners und 3.850 zum Landwirt begonnen. Als erfreulich bezeichnet der DBV die Tendenz, dass inzwischen auch immer mehr Jugendliche eine Ausbildung in der Landwirtschaft beginnen wollen, die nicht aus diesem Umfeld kommen.

Nachwuchs gefunden: Erfolgreiche IdeenExpo

Mehr als 350.000 Besucher konnten die Veranstalter der "IdeenExpo" an neun Messetagen zählen. Die Mehrzahl davon waren Schüler, die sich auf der größten europäischen Wissensmesse für Naturwissenschaften und Technik informierten. Der i.m.a e.V. war einer der 230 Aussteller, die mit mehr als 600 Mitmach-Exponaten zum Experimentieren eingeladen hatten.

Der i.m.a-Stand lockte mit drei Wissensstationen über landwirtschaftliche Themen Besucher aller Altersklassen an. Standen an den ersten Messetagen Schulklassen Schlange, so waren es am Ende Familien mit kleinen Kindern, die an der Getreidetheke Mehl mahlen, an der Eier-Station den Frischetest machen oder an der "Sensibar" Obst und Gemüse durch Tasten oder Riechen erkennen wollten. Neben dem Spaß beim Experimentieren stand immer auch der Lerneffekt im Mittelpunkt des i.m.a Engagements. Vielfach waren es auch Lehrer, die neue Erkenntnisse mitnehmen konnten.

Immer wieder nutzten Jugendliche die "IdeenExpo" zur beruflichen Orientierung. Für einige der Besucher stand am Ende dann fest, welche Ausbildung sie anstreben. Damit war die Messe auch für jene Aussteller ein Erfolg, die sie als Plattform für ihre Nachwuchs-Rekrutierung nutzten. Die hervorragende Resonanz auf die i.m.a-Beteiligung hat den Verein überzeugt, sich auch an der nächsten "IdeenExpo" in zwei Jahren zu beteiligen.

 

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: "Umweltfreunde 4. Sachsen-Anhalt"

Das Buch ist für den Sachunterricht im 4. Schuljahrgang in Sachsen-Anhalt bestimmt. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können Arbeitshefte, Lernsoftware und Handreichungen für den Unterricht mit Kopiervorlagen erworben werden. Das Schulbuch umfasst 128 Seiten und setzt sich aus elf Kapiteln zusammen.

Das Thema "Landwirtschaft" wird im Rahmen der Kapitel "Im Herbst" und "Kreuz und quer durch unser Land" aufbauend auf dem Lehrwerk "Umweltfreunde 3. Sachsen-Anhalt" weitergeführt. So haben sich die Schüler unter anderem im vorherigen Schuljahr mit dem Anbau von Kartoffeln und Roggen, den Transportwegen für unterschiedliche Lebensmittel, sowie dem Zusammenhang von Gesundheit und Ernährung auseinandergesetzt, bevor sie in diesem Folgewerk weiterführende Informationen über unterschiedliche Anbauprodukte (Wein, Zuckerrüben) in Sachsen-Anhalt erhalten. Die Doppelseiten zum Anbau von Mohrrüben und Zuckerrüben sind gelungen und fordern zum forschenden und handlungsorientierten Lernen auf.

Die aussagekräftigen und altersgemäßen Bilder sind positiv hervorzuheben, ebenso die übersichtlichen und sehr gut strukturierten Kapitel. Zahlreiche Karten, Grafiken und Fotos für Erläuterungen runden dieses ab.

Obschon in dem Schulbuch eine Vielzahl an Aufgabenstellungen im Sinne des handlungsorientierten Unterrichts vorhanden sind, die auch das Lebensumfeld der Schüler einbeziehen, wäre es wünschenswert, den regionalen Aspekt des Themas "Landwirtschaft" intensiver aufzugreifen, indem auch hier Anregungen zum außerschulischen Lernen gegeben werden (z.B. Erkundung eines landwirtschaftlichen Betriebs).

Koch, Inge (Hrsg., 2012): "Umweltfreunde 4. Sachsen-Anhalt". Cornelsen Verlag/Volk und Wissen Verlag, 128 Seiten, kleiner als DIN-A-4-Format; Preis 17,75 Euro. ISBN 978-3-06-082366-6.
 

Unterrichtsmaterialien: "Landwirtschaft in Deutschland. Stationenlernen Erdkunde 5/6"

Der Downloadauszug richtet sich bundesländerübergreifend an Schüler in der Sekundarstufe I. Die Unterrichtsmaterialien umfassen 27 Seiten und setzen sich aus Vorwort, einem Laufzettel für die Schüler, Aufgabenkarten für die einzelnen Stationen, den Materialien zur Bearbeitung, einem Aufgabenzettel zur Bündelung der Ergebnisse und Lösungszetteln zusammen. Das Thema "Landwirtschaft" ist in den Curricula der einzelnen Bundesländer in den 5./6. Jahrgängen verankert. Der Grad der Intensität ist von Bundesland zu Bundesland jedoch unterschiedlich.

Im Rahmen des Stationenlernens wird das Thema "Landwirtschaft" hinsichtlich des Anbaus unterschiedlicher Erzeugnisse facettenreich beschrieben. Laut Autor ist das Stationenlernen ohne Vorbereitungszeit im Unterricht durchführbar. Sollte dies der Fall sein, ist es unbedingt notwendig, den Schülern im Zusammenhang mit dem Thema "Landwirtschaft" auch die konventionelle und ökologische Tierhaltung aufzuzeigen. Auch dem Aufbau unterschiedlicher Wertschöpfungsketten sollte in jedem Fall mehr Bedeutung zukommen. Zudem bietet sich das Thema "Landwirtschaft" für einen praxisnahen, emotionalen Zugang an. Dieses Potenzial wird durch die Materialien nicht genutzt.

Die Arbeitsmaterialien orientieren sich am Geographieunterricht, ermöglichen jedoch durchgängig auch das fächerübergreifende Lernen, insbesondere zusammen mit dem Schulfach Deutsch. Differenzierungsmöglichkeiten für den inklusiven Unterricht werden nicht geboten, jedoch für verschiedene Lerngeschwindigkeiten (Zusatzstationen A und B).

Das Bildmaterial, die Grafiken und Karten, überzeugen durch ihre Aussagekraft und sind altersgemäß gewählt. Die Arbeitsergebnisse sollen stets verschriftlicht werden. Auf diese Weise entstehen immer wieder Schreib- und Leseanlässe.

Das Anforderungsniveau erscheint für die Real- und insbesondere für die Hauptschulen bei den meisten Stationen zu hoch. Wegen den teilweise sehr umfangreichen Schreibaufträgen dürfte die Mehrzahl der Kinder nicht mehr als zwei Stationen pro Unterrichtsstunde bearbeiten können. Außerdem ähneln sich einige der Stationen sehr. Hier liegt es an der Lehrkraft, zu entscheiden, welche Stationen tatsächlich als Pflichtstationen bearbeitet werden müssen.

Kindl, Markus: "Download. Landwirtschaft in Deutschland. Stationenlernen Erdkunde 5./6. Klasse". APP Lehrerfachverlage GmbH (Persen). 27 Seiten, ann. DIN-A-4-Format; Preis 8,80. Bestell-Nummer 23327DA4.

Exkursionen in die Landwirtschaft

Betriebe stellen sich vor: Benno & Agnes Klostermann

Seit fünf Jahren empfangen die Klostermanns Schulklassen auf ihrem Hof in Cappeln - bis zu 25 Klassen im Jahr, denen sie die moderne Schweinehaltung präsentierten. Los geht’s morgens um halb Neun mit einer 1,5-stündigen Betriebsführung. Nach der Frühstückspause beginnt die "Stationenarbeit". Dann können die Kinder ihr Wissen überprüfen, das sie sich zuvor während der Führung angeeignet haben, indem sie Fragen zur Tierhaltung, dem Getreidelager und dem Quarantänestall, zum Maisacker, dem Hühnerstall oder der Obstwiese beantworten.

Die Auswahl der Stationen orientiert sich immer am Alter und an der Vorbildung der Kinder sowie auch an den aktuellen betrieblichen Möglichkeiten und der Wetterlage. Ziel ist es immer, den Kindern ein möglichst breites Spektrum landwirtschaftlicher Tätigkeiten zu vermitteln. Dabei werden die Klostermanns von der Bildungsreferentin Maria Bahlmann unterstützt, mit der jeder Klassenbesuch vorbereitet wird. Dafür investieren die Tierhalter viel Zeit; zwischen vier und sieben Stunden pro Klasse.

Ein Höhepunkt einer jeden Betriebsbesichtigung sind immer die Schweineställe. Der Blick durch die Fenster in den Deck- und Wartestall, zu den tragenden Sauen und den Mastschweinen sowie nicht zuletzt der Besuch im Ferkelstall bietet transparente Eindrücke von einer modernen Tierhaltung. Die Kinder begreifen schnell, dass sich die Tiere hier wohl fühlen.

Der Einstieg in diese Form der Öffentlichkeitsarbeit war für die Klostermanns eine Herausforderung. Mit der Unterstützung durch das Projekt "EinSichten in die Tierhaltung" und den Förderverein Landwirtschaft, Umwelt und Bildung e.V. (LAuB) ist er gelungen. Inzwischen haben sich Agnes und Benno Klostermann durch die Fragen der Kinder zu "Erlebnispädagogen" entwickelt, die ihr Expertenwissen gut vermitteln können. Längst wird ihr Engagement nicht nur von Kollegen und Lehrern gelobt. Auch das Bundeslandwirtschaftsministerium hat den Hof beim Wettbewerb „Landwirtschaftliches Bauen – Gläserne Ställe“ prämiert.

Weitere Informationen hier und hier im Film.

WissensWerte zur deutschen Landwirtschaft

Erntezeit: Wie das Wetter die Existenz beeinflusst

In diesen Tagen hat vielerorts die Getreideernte begonnen. Mancherorts musste sie jedoch schon wieder unterbrochen werden. Das unbeständige Wetter macht es den Landwirten nicht leicht, den Ernteeinsatz zu planen. War es in vielen Regionen erst zu trocken, so dass sogar einzelne Bestände in der Mitte Deutschlands wegen Wassermangels notreif waren, hat später andernorts Starkregen dazu geführt, dass die Ähren erntereifer Gerste abknickten.

Der Deutsche Bauernverband schätzt die Gesamterntemenge von Wintergerste auf ca. 8,6 Millionen Tonnen, was einem Rückgang um etwa neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Die Druscherträge liegen mit ca. 6,8 Tonnen pro Hektar um etwa eine Tonne unter dem Vorjahr.

Das Wetter ist seit jeher eine wichtige Komponente. Während wir uns über einen heißen Sommer freuen und in die Badeseen springen, sitzt der Landwirt auf dem Mähdrescher und fährt bis spät in die Nacht seine Ernte ein. Freuen wir uns nach einer Hitzeperiode über einen erfrischenden Landregen, fürchtet der Landwirt um seine Ernte durch Hagelschlag. Häufig wird verdrängt, dass die Arbeit eines Landwirts mit Einschränkungen verbunden ist, die sich Menschen mit einem geregelten Berufsleben kaum vorstellen können. Und dass vom Wetter mitunter sogar die wirtschaftliche Existenz abhängen kann.

Wer mehr über die Zusammenhänge von Wetter und Ernte erfahren möchte, findet in Heft 10 vom Lehrermagazin "lebens.mittel.punkt" interessante Informationen. Das Heft kann hier bestellt oder online gelesen werden.

Hinweise

Redaktion: Bernd Schwintowski

Bildnachweise: APP Lehrerfachverlage GmbH, Archiv/i.m.a, BMEL, Cornelsen Verlag/Volk und Wissen Verlag, DBV, IdeenExpo, i.m.a, privat

Quellen: DBV/Statistisches Bundesamt

Für einen besseren Lesefluss verwenden wir in unseren Beiträgen die gebräuchliche geschlechtliche Bezeichnung, in die jedoch immer auch alle anderen Geschlechter einbezogen sind.

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