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Newsletter November 2013

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Newsletter November 2013

i.m.a aktuell

  • "Sauwohl im Schweinestall?" - Der journalistische Nachwuchs fragt nach
  • Landtechnik für den Schulunterricht: Neue VDMA-Unterrichtsbroschüre ab sofort über den i.m.a-Webshop erhältlich
  • Technik, die begeistert: i.m.a-Schülerprogramm auf der Agritechnica 2013
  • Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: Heimat und Welt 5/6. Schülerband. Berlin und Brandenburg. Grundschule und Gymnasium. Westermann Schulbuchverlag
  • Schulbuch: Umweltfreunde 4. Thüringen. Grundschule. Cornelsen Verlag
  • Neue Produkte: Aus Natur gemacht. Nachwachsende Rohstoffe im Alltag. BMELV

Sonstiges

  • WissensWerte zu Lebensmitteln im europäischen Vergleich
  • Lernort Backstube - Das Bäckerhandwerk empfängt Schulklassen
  • Landwirtschaft gestern und heute: Der i.m.a e.V. im Wandel der Zeit

i.m.a aktuell

„Sauwohl im Schweinestall?“ – Der journalistische Nachwuchs fragt nach

i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der Internationalen Grünen Woche 2014


Die Pressekonferenz der Schülerzeitungsredakteure ist ein alljährlicher Höhepunkt des ErlebnisBauernhofs im Rahmen der Internationalen Grünen Woche. Der Verein information.medien.agrar (i.m.a) lädt erneut die Journalisten von morgen ein, um gemeinsam mit Fachexperten aus der Land- und Ernährungswirtschaft aktuelle Fragen zum Thema „Sauwohl im Schweinestall? - Schweinehaltung in Deutschland“ zu diskutieren.

Die i.m.a-Schülerpressekonferenz findet statt:

am Mittwoch, den 22. Januar 2014 zwischen 11.00 und 12.30 Uhr auf der Showbühne des ErlebnisBauernhofs in Halle 3.2.


Erfahrungsgemäß nutzen zwischen 150 und 200 Nachwuchsjournalisten im Alter von 9 bis 12 Jahren diese Gelegenheit, ihre ganz persönlichen Fragen an die Experten auf dem Podium zu stellen. Darüber hinaus sind auch alle Messebesucher eingeladen, sich vom journalistischen Können der Schülerzeitungsredakteure zu überzeugen. Den vielschichtigen Fragen der Schüler werden sich stellen:

  • Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Sauenhalter
  • Heinrich Dierkes, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) sowie Schweinemäster und Sauenhalter
  • Professor Dr. Thomas Blaha, Tierärztliche Hochschule Hannover und Experte für Fragen zur Tiergesundheit.

Die Haltung von Nutztieren gehört heutzutage nicht mehr zum Erfahrungsraum vieler Kinder und Jugendlicher. Dies verdeutlichte auch die diesjährige Mal-Aktion "Schweine im Stall" des Vereins, an der sich über 900 Kinder und Jugendliche beteiligten. Eine Auswahl der farbenfrohen Meisterwerke kann zur Einstimmung auf die Pressekonferenz am Stand des i.m.a e.V. in Halle 3.2 begutachtet werden. Die Ausstellung der Bilder ist den Besuchern während der gesamten Messezeit zugänglich.

Interessierte Schülerzeitungsredakteure aus dem Raum Berlin-Brandenburg können sich noch bis zum 31. Dezember 2013 für die Teilnahme zur Pressekonferenz hier anmelden.

Landtechnik für den Schulunterricht: Neue VDMA-Unterrichtsbroschüre ab sofort über den i.m.a-Webshop erhältlich


Die moderne Landwirtschaft ist ohne die beständige Weiterentwicklung in der Landtechnik nicht denkbar. Die neuen Unterrichtsbausteine unter dem Titel „Landtechnik. Nachhaltige und intelligente Technologien im modernen Ackerbau“ des Fachverbandes Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA Landtechnik) möchten Schülerinnen und Schüler diesen vielfältigen und faszinierenden Zweig des klassischen Maschinenbaus näher bringen. Der Verein information.medien.agrar (i.m.a) unterstützt dieses Vorhaben und bietet daher ein begrenztes Kontingent des Unterrichtsmaterials kostenlos über den i.m.a-Webshop an.

Die VDMA-Broschüre, die in Zusammenarbeit mit dem Schulbuchverlag Klett MINT entstanden ist, richtet sich an den gymnasialen Unterricht der 7. bis 10. Klasse. Übersichtlich gestaltet bietet das Landtechnik-Unterrichtsmaterial auf insgesamt 80 Seiten vielfältige Arbeitsaufträge, die das aktive Lernen unterstützen sowie eine Fülle an Themen vom Lernort Bauernhof über Welternährung bis hin zum Precision Farming.

Hervorzuheben ist die fächerübergreifende Gestaltung der Broschüre, die somit sowohl in den Fächern Biologie, Chemie und Geografie als auch in den Bereichen Physik und Technik einsetzbar ist. So können die Jugendlichen z.B. im Biologieunterricht Wissenswertes über den Aufbau einer Kartoffelpflanze lernen und im Physikunterricht mit Blick auf die Kartoffelernte erarbeiten, welche physikalischen Eigenschaften im Rahmen der automatisierten Verarbeitung genutzt werden. Schließlich können Schülerinnen und Schüler im Chemieunterricht mit Hilfe von experimentellen Versuchsanleitungen mehr über den hochwertigen Kohlehydratlieferanten erfahren.

Die VDMA-Unterrichtsbroschüre Landtechnik (80 Seiten, inklusive CD-ROM, ISBN: 978-3-942406-16-1) kann kostenlos (zzgl. Versandkosten) und solange der Vorrat reicht über den Webshop des Vereins unter www.ima-shop.de bestellt werden.

Technik, die begeistert: i.m.a-Schülerprogramm auf der Agritechnica 2013


Mit seinem Schülerprogramm hat der i.m.a e.V. auf der Agritechnica 2013 einmal mehr bewiesen, dass Fachmessen nicht nur für Experten viel zu bieten haben. Die weltweit größte Messe für Landtechnik diente vom 12. bis 16. November interessierten Schulklassen aus Hannover und Umgebung als außerschulischer Lernort. In einer gemeinsam mit dem Landvolk Niedersachsen organisierten Wissens-Rallye quer durch die Ausstellungshallen der Messe Hannover lernten insgesamt 400 Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse die technischen Errungenschaften moderner Landwirtschaft kennen. Besonders beliebt bei den Schülern war das Messespezial "Werkstatt live", bei dem sie praxisnah anhand der vorgeführten Wartungsarbeiten an modernder Agrartechnik die verschiedenen Anforderungen des Berufs Land- und Baumaschinenmechaniker erleben konnten.


Insgesamt erfreute sich der Messestand des i.m.a e.V. mit mehreren tausend Besuchern eines regen Zulaufs. Das Fachpublikum zeigte sich besonders von den Informations-Postern rund um Getreide, Kartoffel und Energiepflanzen begeistert. Gefragt waren zudem Informationen zum aktuellen i.m.a-Projekt "EinSichten in die Tierhaltung", das seit 2011 den direkten Dialog zwischen Tierhaltern und Verbrauchern fördert.

Der i.m.a e.V. ist traditionell auf der Agritechnica am Gemeinschaftsstand des Deutschen Bauernverbandes (DBV) vertreten, der verschiedene Organisationen der Landwirtschaft und Ernährung zusammenfasst. Das i.m.a-Schülerprogramm wird regelmäßig durch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit einem Kontingent an Freikarten unterstützt.

Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Die Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes ist besonders empfehlenswert, um Kindern, Jugendlichen und interessierten Erwachsenen Einblicke in die moderne Tierhaltung zu ermöglichen. In unserer Rubrik "Exkursionen in die Landwirtschaft" stellen wir daher Betriebe vor, die sich im Rahmen unseres Projektes EinSichten in die Tierhaltung engagieren.

Wir setzen unsere Exkursionen-Serie durch die Welt der EinSichten-Teilnehmer mit dem Betrieb von Claudia Königsmann in Niedersachsen fort. Die Bauernhofpädagogin betreibt zusammen mit ihrem Ehemann, Holger Hennies, in vierter Generation einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb südlich von Celle. Neben einer Ferkelaufzucht und Pferdehaltung werden auf etwa 100 Hektar Ackerland vorwiegend Kartoffeln und Zwiebeln angebaut. Seit Anfang 2012 ist Königsmann eine von inzwischen fast 60 Teilnehmern des bundesweiten EinSichten-Projektes.

Die Landwirtin erklärt im Interview mit dem i.m.a e.V.: "Jede Woche richte ich drei bis vier Kindergeburtstage aus und empfange regelmäßig Schulklassen. Das Interesse an der Schweinemastanlage wächst dadurch kontinuierlich. Die Kinder erzählen ihren Freunden und Eltern begeistert von der Besichtigung der Schweinemastanlage und so werden immer mehr Anfragen gestellt. Wenn sich Menschen meinen Hof ansehen und erklärt bekommen, wie moderne Tierhaltung funktioniert und warum moderne Technik von Vorteil ist, sind sie meist begeistert. Auch die Skepsis gegenüber Spaltenböden verfliegt überwiegend, wenn sie sehen, dass die Schweine so sauber und bei gutem Stallklima leben. Außerdem kooperiere ich bereits mit einem Kindergarten, der an meinem Pilotprojekt "Kindergarten-Garten" teilnimmt. Anbau, Ernte und Kochen - die Kreisläufe der Natur - bringe ich so meinen kleinen und großen Besuchern näher."

Weitere Informationen und den Kontakt zur Abstimmung eines individuellen Besucherprogramms finden Sie hier.

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: Heimat und Welt 5/6. Schülerband. Berlin und Brandenburg. Grundschule und Gymnasium. Westermann Schulbuchverlag


Das Schulbuch "Heimat und Welt 5/6" (2010) wird vom Westermann Schulbuchverlag veröffentlicht und ist für den Erdkundeunterricht bestimmt. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Schuljahrgänge der Grundschulen und Gymnasien in Berlin und Brandenburg. Dazu werden ein Arbeitsheft und ein Lehrermaterial angeboten. Das Schulbuch kann auch digital in Form einer Jahreslizenz oder als Lehrer-Testlizenz erworben werden.

Das Unterrichtsthema "Landwirtschaft" wird im Rahmen des Kapitels "Die Küsten und das Tiefland" in mehreren Abschnitten auf insgesamt 10 Seiten ausgeführt. Zusätzlich findet sich im Kapitel "Erleben – Erkunden – Erforschen" eine Doppelseite zur Erkundung eines landwirtschaftlichen Betriebs.

Im entsprechenden Kapitel wird den Schülerinnen und Schülern die Landwirtschaft mit verschiedenen landwirtschaftlich geprägten Regionen vorgestellt und sie lernen Produkte tierischer und pflanzlicher Herkunft am Beispiel von Schweinefleisch und von Zucker kennen. Hierbei werden jedoch die einzelnen Herstellungsschritte in der Primärproduktion nicht verdeutlicht. Ebenfalls erfolgt keine Darstellung der Wege von der Produktion bis zum Konsumenten. Es wäre wünschenswert, das Wirtschaftsgefüge mit dem Einfluss des Konsumentenverhaltens deutlicher hervorzuheben und eine Aufgabe zur Reflektion des persönlichen Verhaltens einzubeziehen. In Bezug auf die "konventionelle" Landwirtschaft wird ein Text mit dem Titel "Probleme der Massentierhaltung" präsentiert, den die Schüler auswerten sollen. Hier ist anzumerken, dass der Begriff als Form der intensiven Landwirtschaft definiert wird, bei der Landwirte mehrere tausend Schweine oder über eine Millionen Legehennen halten. Es heißt, dass die Tiere zusammengepfercht sind und zu wenig Sauerstoff atmen. Als eine unnatürliche Art der Tierhaltung verursache dies großen Stress. Grundsätzlich sind Texte mit kritischen Stellungnahmen als Grundlage für eine Diskussion in einer Lerngruppe sehr gut geeignet. Anschließend können diese diskutiert werden und so zur eigenen Meinungsbildung beitragen. Voraussetzung ist jedoch, dass zuvor eine sachgerechte Information erfolgt und verschiedene Positionen deutlich werden. Da dies leider nicht der Fall ist, wird ein entsprechendes Vorgehen mit den angebotenen Materialien nicht ausreichend unterstützt.

Insgesamt enthält das Werk aber eine ansprechende Methoden- und Materialvielfalt, welche die Schülerinnen und Schüler zum eigenständigen Lernen motiviert. Die gewählten Bilder, Grafiken und Karten sind altersgemäß und aussagekräftig. Allerdings führt die Grafik "Die deutsche Landwirtschaft im Wandel" nur Daten bis zum Jahr 2005 aus. Durch die vorgesehene Erkundung eines landwirtschaftlichen Betriebs wird ein regionales Beispiel landwirtschaftlicher Produktion zum Thema erfahrbar, welches die Theoriebausteine sinnvoll ergänzt.

Die ungekürzte Rezension des Lehrbuches finden Sie hier als PDF.

Behnke, Y.; Eck, T. (2010): Heimat und Welt 5/6. Berlin und Brandenburg. Braunschweig: Westermann Schulbuchverlag. ISBN: 978-3-14-144805-4, 224 Seiten, Preis: 18,95 Euro.

 

Schulbuch: Umweltfreunde 4. Thüringen. Grundschule. Cornelsen Verlag


Das Schulbuch "Umweltfreunde 4. Thüringen" (2012) wird vom Cornelsen Verlag/Volk und Wissen Verlag veröffentlicht und ist für den Heimat- und Sachkundeunterricht im 4. Schuljahrgang in Thüringen bestimmt. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können ein Arbeitsheft, ein Arbeitsheft mit Lernsoftware sowie Handreichungen für den Unterricht mit Kopiervorlagen erworben werden.

Das Thema "Landwirtschaft" wird im Rahmen des Kapitels "Kreuz und quer durch unser Land" sehr schön im Anschluss an das Lehrwerk "Umweltfreunde 3. Thüringen" aufgegriffen und auf insgesamt vier Seiten behandelt. So haben sich die Schülerinnen und Schüler im vorherigen Schuljahr zunächst ausführlich mit den unterschiedliche Arten der Nutztierhaltung auseinandergesetzt und wurden auf die Unterschiede zwischen der konventionellen und der ökologischen Tierhaltung hingewiesen, bevor sie in diesem Folgewerk weiterführende Informationen über unterschiedliche Anbauprodukte Thüringens, deren Weiterverarbeitung sowie regionaltypische Spezialitäten erhalten. Außerdem wird hier erneut die Thematik "Nutztier" aufgegriffen, indem die Schülerinnen und Schüler nun im Sinne des vernetzten Lernens erarbeiten, wie der Produktionsweg der Milch vom Melken bis zum Endprodukt abläuft.

Die aussagekräftigen und altersgemäßen Bilder sind positiv hervorzuheben, sowie die übersichtlichen und sehr gut strukturierten Kapitel. Obschon in dem Schulbuch eine Vielzahl an Aufgabenstellungen im Sinne des handlungsorientierten Unterrichts vorhanden sind, wäre es wünschenswert, den regionalen Aspekt des Themas "Landwirtschaft" intensiver aufzugreifen, indem beispielsweise Anregungen zum außerschulischen Lernen gegeben werden würden (z.B. Erkundung eines landwirtschaftlichen Betriebs).

Die ungekürzte Rezension des Lehrbuches finden Sie hier als PDF.

Koch, I. (2012): Umweltfreunde 4. Thüringen. Berlin: Cornelsen Verlag/Volk und Wissen Verlag. ISBN: 978-30-60823-581. 128 Seiten, kartoniert. 16,95 Euro.

Neue Produkte: Aus Natur gemacht. Nachwachsende Rohstoffe im Alltag. BMELV


Ob Shampoo, Spielzeug oder Schmierstoff – in vielen Alltagsgegenständen und Verbrauchsprodukten steckt Erdöl als Grundstoff. Ohne diesen Rohstoff wäre die Entwicklung vieler Produkte nicht möglich gewesen, die heute wie selbstverständlich im Supermarkt stehen. Doch Erdöl und mit ihm die anderen fossilen Rohstoffe haben auch gravierende Nachteile. Deshalb sind Alternativen gefragt: Haarwaschmittel aus Zucker, Sandspielzeug aus Cellulose oder pflanzenölbasierte Schmierstoffe zum Beispiel. Die Rohstoffe dafür sind nachwachsend, weitgehend klimaneutral und können zum großen Teil von der heimischen Land- und Forstwirtschaft produziert werden. Der Anbau nachwachsender Rohstoffe zur Herstellung von biobasierten Produkten darf jedoch nicht zu Lasten der Versorgung mit Nahrungsmitteln gehen. Deshalb sind nachhaltige Konzepte gefragt, die eine vollständige Nutzung der pflanzlichen Rohstoffe, auch unter Einbeziehung von Rest- und Abfallstoffen, ermöglichen.

Warum der Trend zu einer biobasierten Wirtschaft geht, welche Perspektiven sich dadurch für die Wirtschaft und den Alltag ergeben und welche Einsatzgebiete die nachwachsenden Rohstoffe finden, wird in dieser Broschüre anschaulich dargestellt. Der thematische Einstieg wird durch Grafiken und Bilder sowie durch die "Rezepte für die Zukunft" ergänzt. Überraschende Daten und Fakten zu fossilen und nachwachsenden Rohstoffen runden die Broschüre ab. Zu finden unter "Wussten Sie schon..." können diese ebenfalls einen spannenden Einstieg in eine Unterrichtsstunde liefern.

Die Publikation wird herausgegeben vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und steht hier zum kostenlosen Bestellen sowie zum Download im PDF-Format bereit.

Sonstiges

WissensWerte zu Lebensmitteln im europäischen Vergleich

 

Große Unterschiede bei Nahrungsmittelpreisen in der Europäischen Union

Innerhalb der Europäischen Gemeinschaft bestehen bei den Verbraucherpreisen für Nahrungsmittel erhebliche Unterschiede. Dänische Verbraucher zum Beispiel mussten im Jahr 2012 für den gleichen Einkaufskorb mit Lebensmitteln sowie alkoholfreien Getränken rund doppelt so viel bezahlen wie polnische Bürger. Im Jahr 2012 waren in Deutschland Nahrungsmittel 6 Prozent teurer als im EU-Durchschnitt. Vor allem in Nordeuropa sind die Preise überdurchschnittlich hoch. Insgesamt 10 Mitgliedstaaten übertrafen das deutsche Preisniveau teils deutlich. Günstiger sind die Nahrungsmittelpreise dagegen vor allem in einigen südeuropäischen Ländern wie Spanien, Portugal und Griechenland und in den osteuropäischen Ländern.

In Deutschland geben die Bürger heute rund 11,7 Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus (14,9 Prozent mit Genussmitteln). Im Jahr 1970 waren es hingegen noch 18,8 Prozent. Das heißt, der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel an den gesamten Konsumausgaben hat deutlich abgenommen. Der Grund dafür liegt in der Einkommenssteigerung und in dem unterdurchschnittlichen Anstieg der Nahrungsmittelpreise der Deutschen. Der höhere Lebensstandard kommt besonders in den zunehmenden Ausgaben für Wohnen, Freizeit und Gesundheitspflege zum Ausdruck.

(Quelle: Situationbericht 2013/14. Trends und Fakten zur Landwirtschaft. Deutscher Bauernverband (DBV) und Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) mit Grafik unter folgendem Link)

Lernort Backstube - Das Bäckerhandwerk empfängt Schulklassen


Sie denken, ein Besuch in einer Bäckerei ist nur etwas für Kindergartengruppen? Weit gefehlt. Bei einem Handwerksbäcker gibt es für jede Altersklasse etwas Spannendes zu entdecken und zu lernen. Und viele Bäcker kommen auf Wunsch sogar in die Schule.

Als erstes interessiert es natürlich zu sehen, woher das Brot und die vielen anderen Backwaren stammen, die wir täglich verzehren. In einer Bäckerei können die SchülerInnen das Bäckerhandwerk vom Teig bis zu den fertigen Backwaren hautnah miterleben. Mit eigenen Händen dürfen sie ihre ersten kleinen Brötchen backen. Ältere Klassen erfahren weitere Details zur Auswahl des Mehls, zu den Vorgängen in einem Hefe- oder Sauerteig usw. Zugleich haben sie die Möglichkeit, den Berufsalltag eines/r Innungsbäckers/in oder eines/r Fachverkäufers/in persönlich kennen zu lernen.

Die Kampagne "Die Frühstücksbäcker" des Deutschen Bäckerhandwerks möchte Schulen und Bäckereien gleichermaßen ermutigen, Initiative zu ergreifen und außerschulische Lernorte zu nutzen. Sollte ein Besuch in einer Bäckerei nicht möglich sein, kommen BäckerInnen auch in die Schule, berichten anschaulich und frühstücken z.B. mit der Klasse gemeinsam. Begleitend gibt es fächerübergreifende Unterrichtsmaterialien für die Primar- und Sekundarstufe.

Für die Älteren steht der Beruf stärker im Vordergrund. Daher richtet sich zusätzlich eine Ausbildungsinitiative unter dem Motto "Back dir deine Zukunft" seit 2012 an SchülerInnen an Haupt-, Real- und Gesamtschulen bis zur gymnasialen Oberstufe.

Engagierte Bäckereien in Ihrer Nähe und das Unterrichtsmaterial zum Download finden Sie unter www.fruehstuecksbaecker.de/fruehstuecksaktion-2013 in der Rubrik "Bäckereifinder" bzw. "Pädagogen".

Landwirtschaft gestern und heute


In der Landwirtschaft sowie in anderen Wirtschaftszweigen vollzieht sich seit mehreren Jahrzehnten ein rasanter Strukturwandel als Ergebnis von technischem Fortschritt, Industrialisierung und Globalisierung. In dieser Rubrik unseres Newsletters stellen wir Ihnen mit ausgewählten historischen Bildern, Daten und Fakten verschiedene Meilensteine in der Veränderung landwirtschaftlicher Produktionstechniken vor.

In Fortsetzung unserer Serie beleuchten wir in dieser Ausgabe anlässlich des Geburtstages der IMA am 24. November die landwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit gestern und heute.

Der i.m.a e.V. im Wandel der Zeit

Mit dem Wandel der agrarischen Produktion ist auch die Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft immer bedeutender geworden. Der damalige Bauernpräsident und Mitbegründer der IMA, Edmund Rehwinkel, hatte bereits 1959 die Notwendigkeit einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit erkannt. Die Landwirtschaft stand nach der Zeit des Produzierens gegen den Hunger („Erzeugungsschlacht“) in der Nachkriegszeit vor einem neuen Zeitabschnitt mit Agrarüberschüssen und veränderten gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Für diese Entwicklungen in den 1970er und 1980er Jahren wurden zur Veranschaulichung die bekannten Metaphern "Milchseen" oder "Butterberge" verwendet. Zudem zogen Themen wie der "Saure Regen" in das öffentliche Interesse ein. Ein neuer Dialog mit der Gesellschaft wurde erforderlich.

Mit verschwinden der "Milchseen" (1980er), nach BSE-Krise (1996) und Vogelgrippe (2006) wurde dann abermals ein neuer Fokus gesetzt. Die Themen Flächenverbrauch, Tierwohl und Nachhaltigkeit fordern Landwirtschaft und Gesellschaft, Verbraucher und Landwirte heute heraus. Vor allem Kinder und Jugendliche kennen Landwirtschaft häufig nur noch aus Bilder- und Schulbüchern - oft in Form idyllisch-romantischer Schilderungen, die nicht viel mit der Realität zu tun haben. Gesellschaft und Öffentlichkeit haben eine viel zu große Distanz zur Landwirtschaft, die oft schon einer Entfremdung gleicht. Immer seltener haben Menschen die Möglichkeit, Landwirtschaft direkt zu erleben und dadurch im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Grundsätzliche Informationen zur Landwirtschaft werden so immer wichtiger. Die Erstellung entsprechender Medien gehört seit jeher zu den Aufgabenschwerpunkten des i.m.a e.V.

Als Wegbegleiter und medialer Unterstützer bietet der i.m.a e.V. seit 53 Jahren durch sachlich-informative Lehr- und Informationsmaterialien an und ist damit eine existenzielle Basis für die Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft. Der Verein entwickelt für Pädagogen und Schüler stufenübergreifende Lehrmaterialien von der Elementarstufe bis zur Sekundarstufe II. Das Thema "Landwirtschaft im Unterricht" kann so realistisch und praxisorientiert gestaltet werden. Über 67.000 Lehrer zeigen ihr seit Jahrzehnten Vertrauen, indem sie den i.m.a e.V. als verlässlichen Ansprechpartner nutzen. Auch Landwirte können sich aus einem reichhaltigen Mediensortiment für ihre Öffentlichkeitsarbeit bedienen und Argumentationshilfe erfahren. Ziel des vor 53 Jahren gegründeten i.m.a e.V. war und ist es, Wissen zu vermitteln und den Dialog zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern zu fördern.

Chronologie des i.m.a e.V.

  • Gegründet am 19.09.1960 als regionale Initiative vom Landvolk Niedersachsen unter dem Namen: Interessengemeinschaft für Meinungsforschung und Aufklärung mit Sitz in Hannover
  • Bundesweit aktiv seit dem 18.08.1966 unter dem Namen: Informationsgemeinschaft für Meinungspflege und Aufklärung (IMA) als Verein
  • Am 24.11.1998 beschließt die Mitgliederversammlung den neuen Langnamen der IMA information.medien.agrar e.V. (i.m.a) und die Sitzverlegung von Hannover nach Bonn
  • Die Sitzverlegung von Bonn nach Berlin folgte am 31.12.2011

Der damals kreierter und heute noch zutreffende Slogan des i.m.a e.V. "Landwirtschaft dient allen" begleitet den Verein seit über 40 Jahren. Er verbindet neue und alte Werte.

Bildinformationen

Auf dem ersten Bild sieht man eine vom i.m.a e.V. produzierte Informationstafel zur Milchproduktion zu Zeiten der Milchquotenregulierung Anfang der 1980er Jahre. Das nachfolgende Bild zeigt die Ausschreibung eines Malwettbewerbs ebenfalls aus den 1980er Jahren. Auch heute noch fordert der i.m.a e.V. zu solchen Aktionen auf. Auf Bild 3 und 4 werden die Cover des 1x1 der Landwirtschaft von 1973 und 2014 gegenüber gestellt. Bild 5 zeigt einen Anhänger der Zuckerrübenkampagne mit dem Slogan "Landwirtschaft dient allen" als Blechschild. Heute ist der Slogan als Aufkleber erhältlich (Bild 6).

 

Bildquellen: i.m.a e.V.

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