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Newsletter Oktober 2012

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i.m.a
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Die Themen im Oktober

i.m.a aktuell

  • Hochkonjunktur im Versand der i.m.a
  • i.m.a unterstützte Lehrerstudientag beim Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest
  • Großes Interesse an i.m.a-Schülerprogramm auf EuroTier

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch-Rezension: Mensch und Raum 6, Realschule Bayern
  • Raus aufs Land: Bauernhöfe und Landquartiere 2013/14
  • Mit Kindern den Bauernhof entdecken
  • Mehr als Melken und Muhen: Das Rind als Nutztier
  • Mein Essen kommt vom Bauernhof

Sonstiges

  • AMI-Forum: Regionalität und oder Bio?
  • Vorbereitungen für Grüne Woche 2013 laufen auf Hochtouren
  • Verbraucherportal Lebensmittelwarnung.de wird erweitert
  • Biohöfe genauer analysiert
  • 5 am Tag senken das Krankheitsrisiko

i.m.a aktuell

Hochkonjunktur beim Versand der i.m.a

Im Versandlager des information.medien.agrar e.V. (i.m.a) herrscht derzeit Hochkonjunktur. In allen Regionen Deutschlands finden seit Wochen Herbstmärkte und Hoffeste statt, auf denen die Früchte der diesjährigen Ernte präsentiert werden. Der Verein unterstützt diese Veranstaltungen und bedient die große Nachfrage nach seinen kostenlosen Informationsmedien.
 
Vor allem die beliebten 3-Minuten-Informationen und Unterrichtsposter, aber auch die ausführlicheren Sachinformationen werden von Landfrauen und Landwirten für regionale Besucheraktionen genutzt. In der Zeit von Juli bis September 2012 wurden allein zum Thema Kartoffel mehr als 20.000 3-Minuten-Informationen, 4.000 Poster und 3.000 Sachinformationen versandt.
 
Der Verein unterstützt nicht nur regionale Veranstaltungen zur Erntezeit. Das ganze Jahr über werden die vielfältigen Broschüren und Lehrmedien zu den Themen Natur, Landwirtschaft und Ernährung angefragt. Vor allem Lehrer sind an den Materialien interessiert. In dem Zeitraum von Juli 2011 bis September 2012 sind insgesamt über 1,6 Millionen Medien im Iserlohner Versandlager der i.m.a bestellt worden. Dabei sind die 3-Minuten-Informationen mit über einer Million verschickten Exemplaren der Spitzenreiter.
 
Neben dem Versand spielt auch die Präsenz der i.m.a auf Messen und Veranstaltungen eine wichtige Rolle. Im Rahmen dieser Auftritte wurden in den letzten zwölf Monaten zusätzlich über 150.000 Printmedien und weitere Materialien verteilt.
Die Medien des Vereins können im Internet unter www.ima-shop.de bestellt werden.

i.m.a unterstützte Lehrerstudientag beim Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest

Der vom Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes organisierte Lehrerstudientag fand am 28. September im Rahmen des Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfestes (ZLF) zum Thema "Landwirtschaft - von heute, für morgen" statt. Die i.m.a stellte den knapp 120 Teilnehmern sein vielfältiges Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Um auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen, hatte der Verein im Vorfeld Schulen in der Region angeschrieben.

Das ZLF (www.zlf.de) öffnete am 22. September zum 125. Mal seine Pforten. Es wird alle vier Jahre neben dem bekannten Oktoberfest auf der Theresienwiese veranstaltet. An neun Tagen drehte sich unter dem Motto „LebensMittelPunkt Landwirtschaft“ alles um die Vielfalt zeitgemäßer Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Über 650 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentierten sich auf 120.00 Quadratmetern den über 370.000 Besuchern.  

Großes Interesse an i.m.a-Schülerprogramm auf EuroTier in Hannover

Für das Schülerprogramm der i.m.a auf der EuroTier (http://www.eurotier.com/) in Hannover haben sich bisher über 400 Schüler und Lehrer angemeldet. Das speziell mit dem Landvolk Niedersachsen ausgearbeitete Programm richtet sich an Klassen an allgemeinbildenden Schulen ab der 5. Jahrgangsstufe. Zu finden ist die i.m.a in Halle 26 am Stand B06.

Die Schülerinnen und Schüler bekommen eine thematische Einführung und Fragebögen, mit denen sie gezielt Messestände und Präsentationen aufsuchen und die gestellten Aufgaben lösen. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG, www.dlg.org) unterstützt die gesamte Schüleraktion erneut mit einem begrenzten Kontingent an Freikarten.

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: Mensch und Raum, Realschule 6, Bayern

Wir setzen unsere Reihe Schulbuch-Rezensionen fort und stellen Ihnen in dieser Ausgabe unseres Newsletter das Schulbuch Mensch und Raum für die 6. Jahrgangsstufe der Realschulen in Bayern vor.

Dr. Hartl, Martin u.a. (2012): Mensch und Raum 6, Realschule Bayern. Berlin: Cornelsen Verlag, ISBN, 978-3-464-08370-3, Festeinband, 112 Seiten, Preis: 21,50 Euro

Das Thema Landwirtschaft wird im Rahmen des Kapitels Nahrungsmittel aus Europa facettenreich beschrieben, zum Beispiel in dem sowohl die intensive als auch die ökologische Landwirtschaft bearbeitet wird oder durch das Aufzeigen der Wertschöpfungskette der unterschiedlichen landwirtschaftlichen Produkte, von der Produktion bis zum Konsumenten. Aufgrund der Darstellung der unterschiedlichen Produktionsbedingungen in der intensiven und der ökologischen Landwirtschaft werden die Schüler außerdem dazu angeregt, ihr eigenes Konsumverhalten zu überdenken.

Im Rahmen des Themenbereiches "Massentierhaltung in Westeuropa", erhalten die Schülerinnen und Schüler Informationen über die Schweinemast. Der Begriff "Massentierhaltung" impliziert hier eine negative Werthaltung. Diese wird durch die Bildüberschrift "Lebensumstände von Schweinen in Massentierhaltung" unterstützt. Wünschenswert wäre die Wahl des Begriffs "intensive Landwirtschaft“ gewesen. In dem dazugehörigen Informationstext heißt es außerdem: "Natur- und Umweltschützer kritisieren diese Form der Tierhaltung, weil sie nach ihrer Meinung nicht artgerecht ist. Die Tiere stehen dichtgedrängt auf Spaltenböden und leiden unter Bewegungsarmut." (1/S. 73).  An dieser Stelle wären genauere Informationen, beispielsweise eine detailliertere Erläuterung und Betrachtung des Begriffs "artgerecht", um eine sachgerechte Gegenüberstellung von Haltungsformen und Produktionsweisen vornehmen zu können, wünschenswert. 

Mithilfe der Rätsel-Seiten  können die Schüler das Erlernte selbstständig üben, wiederholen und festigen. Das Bildmaterial, die Grafiken und Karten, die durch ihren hohen Aktualitätsbezug überzeugen, sind altersgemäß und aussagekräftig. Begleitende Textinformationen und Aufgabenstellungen fordern die Schüler dazu auf, eigene Erkenntnisse auf Basis der Materialien zu gewinnen und eine eigene Sichtweise zu formulieren.

Die ungekürzte Rezension des Lehrbuches finden Sie auf der i.m.a-Internetseite: http://www.ima-agrar.de/?id=55#3220.

Raus aufs Land - Bauernhöfe und Landquartiere

Die 45. Auflage von Raus aufs Land ist der umfangreichste Reiseführer aus der Deutschen Landschriftenverlag-Serie „Bauernhöfe und Landquartiere“. Mit gut 10.000 Ferienquartieren auf über 1.000 Ferienhöfen in Deutschland werden fast alle Wunschferienorte abgedeckt. Jedes Landquartier wird mit Anschrift, einer übersichtlichen Preisleiste sowie individuellen Angeboten beschrieben. Wieder mit dabei ist die Vorstellung der deutschen Naturparke, nach Regionen sortiert und mit einer Vielzahl an Coupons versehen. Bommel, das Verlagsmaskottchen, schickt sowohl kleine als auch große Leser auf eine Wissensreise durch den gesamten Reiseführer.

Deutscher Landschriftenverlag, Bonn, 45te Auflage 2013/14, 576 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-87457-566-9, Preis 9,90 EUR

Mit Kindern den Bauernhof entdecken

Wie funktioniert ein traditioneller Bauernhof? Welche Tiere und Nutzpflanzen gibt es? Wie wird eine Kuh gemolken und wie fühlt sich die Zunge eines Kälbchens an? Das Erlebnis- und Wissensbuch gibt Antworten zu diesen und noch vielen anderen Fragen rund um das Erlebnis Bauernhof. Zusätzlich gibt es viele tolle Anregungen: Ob Irrgärten im Maisfeld, Stockbrot am Lagerfeuer, Abenteuer-Ausritte im Dunkeln oder Übernachtungen im Heu – die Liste der möglichen Aktivitäten ist lang. Als Abschluss können die neuen Bauernhofexperten ihr Wissen in einem Quiz überprüfen und sich im Adressverzeichnis nach speziell ausgerichteten Erlebnis-Bauernhöfen erkundigen.

Das Buch richtet sich an Familien mit Kindern, die gerne einen Bauernhof erkunden oder ihren nächsten Urlaub auf dem Land verbringen möchten. Aber auch Lehrkräfte, die einen Hofbesuch vorbereiten, oder Landwirte, die Schulklassen auf ihrem Hof begrüßen, finden hier eine Fülle von Anregungen und Ideen.

Der Autor Hubert Koll betreute als langjähriger i.m.a-Mitarbeiter den Lernort Bauernhof. Außerdem entwickelte der diplomierte Agraringenieur zahlreiche Unterrichtsmedien, Informationsmaterialien sowie Kommunikationskonzepte und gestaltete Messauftritte sowie Filmprojekte zur Landwirtschaft.  

Autor: Hubert Koll, BLV Buchverlag, München, 2012, ISBN 978-3-8354-0982-8, Preis: 14,95 €.

Das Rind als Nutztier: Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe 1

In sieben abwechslungsreichen Unterrichtseinheiten können sich Haupt- und Realschüler ein neutrales und vorurteilsfreies Bild heutiger Rinderhaltung im Heimatraum wie auch in Südamerika, dem Hauptherkunftsgebiet deutscher Rindfleischimporte, machen. Hierbei bieten die Materialien an vielen Stellen Inhalte und Ansatzpunkte, die zur Sensibilisierung der Schüler in aktuellen und zukünftig wichtigen Themen wie Klima- und Tierschutz, Globalisierungsfolgen und Welternährung beitragen können. Besonders spannend ist der Besuch eines Rinderhofes.
Außerhalb des schulischen Alltags können in einer realen Situation vielfältige soziale und methodische Kompetenzen erprobt und geschult werden, z. B. Interviews führen, kartieren, fotografieren oder auch melken. Als Vorbereitung können die Schüler gemeinsam Regeln für die Exkursion und den Umgang mit Tieren erarbeiten oder eigene Fragebögen entwickeln und nach dem Bauernhofbesuch ihre Ergebnisse in verschiedenster Form dokumentieren und weitergeben.
Das Material wird durch eine CD-ROM mit Kopiervorlagen, Bildern, Grafiken und weiterführenden Links ergänzt. Die Dokumente können individuell verändert und so dem aktuellen Wissensstand und der Arbeitsweise der Klasse angepasst werden.

aid-Unterrichtsmaterial, DIN A4, 56 Seiten, Bestell-Nr.: 61-3535, Preis: 14,00 EUR
http://www.aid-medienshop.de

Mein Essen kommt vom Bauernhof

Spannende Sachgeschichte rund um Essen vom Bauernhof. Mit Rezepten zum Nachkochen. Wo wächst Popcorn? Und woher kommt die Milch? Waschtel, der Hofhund, staunt nicht schlecht, als er hört, dass Pommes, Popcorn und Pfannkuchen von seinem Hof kommen. Der Sache will er nachgehen! Kommt mit und begleitet ihn bei seiner aufregenden Spurensuche, wie unser Lieblingsessen auf dem Huberhof entsteht.

Velber Verlag, Freiburg, 2012, Hardcover, 48 Seite, zahlr. Abb., ISBN 978-3-8411-0126-6, Preis: 9.99 €

Sonstiges

AMI-Forum: Regionalität und oder Bio?

Am 8. und 9. November findet in Berlin das diesjährige Obst- und Gemüseforum der AMI mit interessanten Themen zum Obst- und Gemüsemarkt statt. Ein Highlight stellt die Podiumsdiskussion zur Umsatzsteigerung durch Regionalität und Bio dar. Vertreter aus der Produktion, dem Groß- und Lebensmittelhandel sowie dem Verbraucherschutz erläutern ihre Standpunkte. Weitgehende Einigkeit unter den Diskussionsteilnehmern besteht nur in dem Punkt, dass Bio und Produkte aus der Region beim Konsumenten Vertrauen schaffen bzw. schaffen sollen. Ansonsten gehen die Meinungen sehr weit auseinander.

Alle Details zum Programm der Vortragsveranstaltung, zur Anmeldung und zum Rahmenprogramm sind zu finden unter www.AMI-informiert.de/programm.

Vorbereitungen für Grüne Woche 2013 laufen auf Hochtouren

Die Internationale Grüne Woche (IGW,www.gruenewoche.de) findet im nächsten Jahr vom 18. bis 27. Januar in den Messehallen von Berlin statt. Sie ist die weltweit größte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Die i.m.a bietet im Rahmen des Schülerprogrammes Führungen über den ErlebnisBauernhof und Experimente am i.m.a-Wissenshof zu landwirtschaftlichen Produkten an.

Die Schülerinnen und Schüler können beispielsweise Butter selbst herstellen, Getreide mahlen oder Obst und Gemüse erriechen. Im Jahr 2012 kam im „Grünen Klassenzimmer“ erstmalig eine interaktive Tafel zum Einsatz. Der Verein entwickelte dazu Unterrichtseinheiten zu Themen der Landwirtschaft basierend auf der beliebten Posterreihe der i.m.a.

Ein weiterer fester Bestandteil des i.m.a-Angebotes während der Grünen Woche ist die Schülerpressekonferenz. Eingeladen sind Schülerzeitungsredakteure der Berliner Schulen, um auf der Bühne des ErlebnisBauernhofes mit Vertretern aus Institutionen, Verbänden und Vereinen über ein aktuelles landwirtschaftliches Thema zu diskutieren.

Verbraucherportal Lebensmittelwarnung.de wird erweitert

 Im Oktober 2011 ging das Portal www.lebensmittelwarnung.de an den Start. Die Internetseite informiert über Warnungen zu gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln und über Rückrufaktionen in Deutschland. Ein Jahr nach dem Start ziehen die Betreiber eine positive Bilanz. Ein Blick auf die Zugriffszahlen zeigt, dass das Interesse an dem Informationsangebot groß ist: Mehr als drei Millionen Mal wurde die Seite seit ihrem Bestehen aufgerufen.

Die große Resonanz ist für die Betreiber des Portals, die Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), ein Grund, das Angebot zu erweitern: So wird in Zukunft nicht nur vor Lebensmitteln mit Krankheitserregern oder gefährlichen Inhaltsstoffen gewarnt, sondern auch vor gesundheitsschädlichen Bedarfsgegenständen wie Geschirr, Spielzeug, Reinigungsmittel oder Kosmetika.

Biohöfe genauer analysiert

Ökologisch wirtschaftende Bauernhöfe unterscheiden sich nicht nur mit ihrer Betriebsphilosophie von konventionell wirtschaftenden Höfen, einige Unterschiede gibt es auch in der Produktionsstruktur. Danach bauen die ökologisch wirtschaftenden Betriebe auf dem Acker überproportional viel Leguminosen, Hafer und Sommerweizen an. In der Tierhaltung entscheiden sie sich häufiger für Mutterkühe und Schafe als andere Betriebsleiter.

Diese Daten für das Jahr 2011 nennt eine Strukturerhebung zum ökologischen Landbau. Die Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI, www.ami-informiert.de) in Bonn hat dazu im Auftrag der Bundesanstalt für Ernährung Angaben zur Landnutzung und Tierhaltung analysiert und ausgewertet. Von knapp 300.000 landwirtschaftlichen Betrieben bundesweit wirtschafteten nach dieser Auswertung 22.500 oder 7,7 Prozent als so genannte Ökobetriebe.

Besonders groß ist der Anteil der Biobetriebe bei den Leguminosen, sie werden als Eiweißfutter für die Verfütterung im Stall angebaut. Jedes zweite mit Ackerbohnen bestellte Feld war danach 2011 ein Bioacker, bei den Lupinen erreichte der Anteil noch gut 40 Prozent. Mit steigenden Tierzahlen könnte der Anteil noch steigen, wenngleich vielen Landwirten der Anbau zu riskant ist, weil sie immer wieder große Ausfälle in der Erntebilanz befürchten müssen.

Stark vertreten sind die Biobetriebe traditionell auch im Gemüsebau mit einem Flächenanteil von acht Prozent. Hier bringen es Möhren und Rote Beete auf doppelt so hohe Flächenanteile, Probleme hatten die Biobetriebe mit Gemüseanbau im vergangenen Jahr durch Nachfrageeinbrüche in Folge der EHEC-Krise. Bei den Sonderkulturen wie Äpfel und Strauchbeeren stellen die Biobetriebe etwa jede zehnte Fläche.

In der Fleischerzeugung liegt der Anteil der Biobetriebe bei 3,6 Prozent für Rindfleisch, 0,4 Prozent für Schweinefleisch und 0,8 Prozent für Geflügelfleisch. Allerdings halten sie etwa jede fünfte Mutterkuh und jedes zehnte Schaf. Nach den Daten der Agrarmarktbeobachter war insbesondere die Rindfleischerzeugung in Bioqualität für die Landwirte in der Vergangenheit bei weitem nicht immer kostendeckend. Ausgeweitet haben die Biobetriebe aufgrund der guten Nachfrage mit der Hennenhaltung die Eiererzeugung auf einen Anteil von 7,3 Prozent aller bundesdeutschen Legehennen.

5 am Tag senken das Krankheitsrisiko

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt den gesundheitsfördernden Effekt von Obst und Gemüse. Mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag fördern die Gesundheit. So lautet die zentrale Botschaft der EU geförderten 5 am Tag-Kampagne. Das bestätigt auch die DGE nach der Auswertung aktueller wissenschaftlicher Studien: Wer viel Obst und Gemüse isst, senkt demnach das Risiko für Bluthochdruck, koronare Herzerkrankungen und Schlaganfälle.

Obst und Gemüse spielen in der Ernährung des Menschen eine große Rolle. Sie sind ein wichtiger Lieferant von Nähr-, Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen. Die Auswertung aktueller Studien, die den Zusammenhang zwischen Gemüse- und Obstverzehr sowie dem Risiko für die Entstehung verschiedener ernährungsmitbedingter Krankheiten untersuchten, ergab Hinweise, dass Obst und Gemüse auch für eine Reihe weiterer Krankheiten ein präventives Potential haben könnten. Dazu zählen Erkrankungen wie Krebs, Demenz, Osteoporose, rheumatoide Arthritis und die Augenkrankheiten Makuladegeneration sowie grauer Star.

Informationskampagnen wie die 5 am Tag-Kampagne können laut DGE dazu beitragen, den Verzehr von Obst und Gemüse in der Bevölkerung zu erhöhen. Ziel der 5 am Tag-Kampagne ist es, den Gemüse- und Obstverzehr der Deutschen auf etwa 650 Gramm pro Tag zu steigern. Laut repräsentativer Verzehrstudien erreicht der Großteil der Bevölkerung diese aus Sicht von Ernährungsexperten wünschenswerte Menge an Gemüse und Obst jedoch nicht.

Die Nationale Verzehrstudie II belegt: Derzeit essen 87 Prozent der 14- bis 80-Jährigen weniger als die empfohlenen 400 Gramm Gemüse pro Tag und 59 Prozent essen weniger als 250 Gramm Obst pro Tag. Bezieht man Säfte und Nektare mit ein, liegen immer noch 43 Prozent unter der empfohlenen Menge.

Um das zu ändern, sollen Gemüse und Obst dort leichter verfügbar gemacht werden, wo Menschen sich die meiste Zeit aufhalten: in Kindertagesstätten, in Schulen, in den Unternehmen. Der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" macht mit den DGE-Qualitätsstandards konkrete Vorgaben zur Verbesserung des Angebots von Gemüse und Obst in diesen Lebenswelten. Die DGE setzt dafür auf Maßnahmen wie 5 am Tag.

5 am Tag, das heißt: Täglich drei Portionen rohes und gegartes Gemüse und zwei Portionen Obst essen. Das könnte dann so aussehen:
Erstes und zweites Frühstück: Müsli oder Quarkspeise, dazu frisches Obst oder ein Glas Obst- und Gemüsesaft; zum belegten Brot Gemüse als Rohkost oder ein Stück Obst.
Mittagessen: Eine Portion gedünstetes Gemüse oder eine Portion gemischter Salat als Beilage.
Zwischenmahlzeit: Ein Stück Obst.
Abendessen: Eine Portion gemischter Salat oder Gemüse als Rohkost zum belegten Brot.

Weitere Informationen zur 5 am Tag-Kampagne im Internet unter www.machmit-5amtag.de.

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