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Newsletter Oktober 2013

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Newsletter Oktober 2013

i.m.a aktuell

  • Praxisnahe Wissensvermittlung mit dem neuen Experimentierkoffer "Getreide im Unterricht"
  • Das neue Lehrermagazin lebens.mittel.punkt (03/2013) ist da!
  • Medienliste 2013: Highlights aus über 140 i.m.a-Medienangeboten
  • Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: Menschen, Zeiten, Räume 1. Arbeitsbuch für Gesellschaftslehre. Hessen. Gesamtschule. Cornelsen Verlag
  • Schulbuch: Frida & Co. Mensch, Natur und Kultur. Band 2. Baden-Württemberg. Grundschule. Oldenbourg Schulbuchverlag
  • Informationsserie Pflanzenernährung. Ernährung - Wachstum - Pflanzen. FCI

Sonstiges

  • Aufruf zum Mitmachen: 2 Schülerwettbewerbe zu landwirtschaftlichen Themen
  • WissensWerte zum Kürbisanbau in Deutschland
  • Landwirtschaft gestern und heute: Die Zuckerrübenernte im Wandel der Zeit

i.m.a aktuell

Praxisnahe Wissensvermittlung mit dem neuen Experimentierkoffer "Getreide im Unterricht"

Der Verein information.medien.agrar (i.m.a) möchte Lehrkräfte sowie weitere Interessierte dabei unterstützen, Wissenswertes rund um das Getreide anschaulich und experimentell zu vermitteln. Dafür bietet der i.m.a e.V. ab sofort den neuen Experimentierkoffer "Getreide im Unterricht" als Teil seines vielfältigen Medienangebots an.

Der Koffer "Getreide im Unterricht" ist optisch ansprechend aus Holz gefertigt und liefert eine vielseitig nutzbare Auswahl an Materialien rund um das Thema Getreide für den Einsatz bei Veranstaltungen in Schulen oder auf Bauernhöfen. Er ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, sich auf abwechslungsreiche Weise mit den wichtigsten Getreidearten zu beschäftigen. Spiele ergänzen die Methodik und helfen, das Gelernte zu vertiefen. Das mitgelieferte Handbuch beschreibt jedes Modul mit Aufbauanleitung, Lernzielen, Variationen und hält eine Reihe von Grundideen für den Einsatz im Unterricht bereit. Der Experimentierkoffer umfasst:

  • eine Mini-Getreidetheke mit verschiedenen Getreideproben,
  • eine Mahl- und Siebstation (inklusiver einer handbetriebenen Getreidemühle),
  • die Spiele "Die Getreidepflanze" und "Das Getreidekorn" sowie
  • verschiedene andere Materialien.

Der Experimentierkoffer (Maße: 22 cm Höhe x 47cm Länge x 37cm Breite; Gewicht: ca. 11 kg) kann im Webshop unter www.ima-shop.de zum Preis von 59,90 Euro (inklusive MwSt.; zzgl. Versandkosten) erworben werden. Zudem wird gegenwärtig eine Reihe dieser Koffer an die Landesbauernverbände der einzelnen Bundesländer verteilt. Alternativ zum käuflichen Erwerb können die Experimentierkoffer für den Einsatz im Unterricht zukünftig beim zuständigen Verband angefragt werden. Weitere Informationen hierfür erteilt die i.m.a-Geschäftsstelle in Berlin.

Das neue Lehrermagazin lebens.mittel.punkt (03/2013) ist da!

Inklusive zweiseitigem Fragebogen: Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Die Herbstausgabe des Lehrermagazins "lebens.mittel.punkt" ist in diesem Monat druckfrisch erschienen und widmet sich wie gewohnt einem breiten Spektrum an Sachthemen. Die vier Unterrichtsbausteine für Primar‐ und Sekundarstufe haben diesmal zum Inhalt:

  • Der Weg der Knolle: Schonend vom Feld auf den Teller
  • Die Hausziege: Ein cleveres Nutztier
  • Biokunststoffe: Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Welches Futter brauchen Nutztiere? So verdauen Rind und Schwein

Einen weiteren Schwerpunkt bildet eine Umfrage zu den Inhalten von lebens.mittel.punkt sowie Verbesserungsvorschlägen für das i.m.a‐Medienangebot. Der zweiseitige Fragebogen richtet sich an alle Lehrkräfte und Pädagogen. Wir freuen uns über Ihre rege Beteiligung. Jeder Teilnehmer erhält auf Wunsch ein Dankeschön-Paket mit einer kleinen Zusammenstellung der i.m.a-Unterrichtsmaterialen. Alle persönlichen Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Zudem erhält jeder Teilnehmer die Möglichkeit auf ein Überraschungspaket. Der Fragebogen ist im Lehrermagazin enthalten und kann darüber hinaus online als PDF‐Formular hier abgerufen werden.

Medienliste 2013: Highlights aus dem i.m.a-Medienangebot

Wer sich einen schnellen Überblick über unser reichhaltiges Informationsangebot verschaffen möchte, dem sei die aktualisierte i.m.a-Medienliste 2013 wärmstens empfohlen.

Auf vier Seiten werden die Highlights aus unserem vielfältigen Medienangebot zu einem breiten Spektrum an landwirtschaftlichen Themen präsentiert. Neben Informationsbroschüren und Arbeitsheften finden sich hier auch DVDs, Malvorlagen und Experimentierboxen. Angesprochen werden alle Bereiche schulischer Bildung: Von Kindergarten und Vorschule bis hin zur Primar- und Sekundarstufe. Neu hinzugekommen sind unter anderem zwei Tiermasken zum Selbstgestalten, das Kindermagazin National Geographic Kids mit der Hörbuch‐CD „Marvi auf dem Bauernhof“ sowie das Arbeitsheft „Komposthaufen und Biotonne ‐ Recycling für wertvolle Nährstoffe“ mit verschiedenen Arbeitsblättern zur abwechslungsreichen und experimentellen Unterrichtsgestaltung. Alle drei Medienangebote können kostenlos und solange der Vorrat reicht über den Webshop bestellt werden.

Die Onlineversion der aktualisierten Medienliste finden sie hier. Alle darin beschriebenen i.m.a‐Medien sowie viele weitere Angebote können Sie auf www.ima‐shop.de bestellen.

Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Die Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes ist besonders empfehlenswert, um Kindern, Jugendlichen und interessierten Erwachsenen Einblicke in die moderne Tierhaltung zu ermöglichen. In unserer Rubrik "Exkursionen in die Landwirtschaft" stellen wir daher Betriebe vor, die sich im Rahmen unseres Projektes EinSichten in die Tierhaltung engagieren.

Wir setzen unsere Exkursionen-Serie durch die Welt der EinSichten-Teilnehmer mit dem Betrieb von Rudolf Platen im Kreis Geldern in Nordrhein-Westfalen fort. Auf dem landwirtschaftlichen Hof leben rund 2.500 Mastschweine. Seit September 2011 nimmt der Betrieb am Projekt "EinSichten in die Tierhaltung" teil und freut sich über viele Besucher.

Rudolf Platen bietet Besuchern die Möglichkeit, sich ein authentisches Bild von der modernen Schweinemast zu machen. Dazu hat er ein großes Fenster in die Außenwand des Maststalls eingebaut. "Durch das Fenster sieht man das Spielmaterial, die Tränke und wie entspannt die Tiere in ihrer Bucht liegen" erklärt der Landwirt im Interview mit der LZ Rheinland. Er kann per PC, Smartphone und Internet auf alle Stall- und Produktionsfaktoren wie Stallklima, Luftfeuchtigkeit, Fütterung in Echtzeit zugreifen. "Das Image des Bauern in Gummistiefeln und mit Mistforke in der Hand hat sich ganz schnell erledigt, wenn man  erklärt, mit welcher Technik wir Landwirte die Tiere unter hohen Tierschutzstandards halten."

(Foto: Andrea Bahrenberg, RLV)

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: Menschen, Zeiten, Räume 1. Arbeitsbuch für Gesellschaftslehre. Hessen. Gesamtschule. Cornelsen Verlag

Das Schulbuch "Menschen, Zeiten, Räume 1. Arbeitsbuch für Gesellschaftslehre" (2008) wird vom Cornelsen Verlag veröffentlicht und ist für den Gesellschaftslehreunterricht (Fächerverbund Erdkunde, Geschichte, Politik) bestimmt. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Schuljahrgänge in den integrierten Gesamtschulen in Hessen. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können Lehrerhandreichungen für den Unterricht erworben werden. Das Thema "Landwirtschaft" wird im Rahmen der Kapitel "Stadt und Land" und "Europa-Reise" auf insgesamt 22 Seiten behandelt.

In den beiden Kapiteln wird die Produktion unserer Nahrungsmittel umfangreich bearbeitet und der Stellenwert von Landwirtschaft anschaulich beschrieben. Auch die Verbindung zwischen Stadt und Land sowie zwischen den heimischen und europäischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen werden in Bezug auf die Transportwege und das deutsche Konsumverhalten transparent dargestellt. Weiterer Schwerpunkte sind u.a. "Landwirtschaft - früher und heute", der Erdbeeranbau sowie der "Fischfang auf dem Meer" und "Aquakulturen".

Das Anschauungsmaterial und die Aufgabenstellungen fordern die Schülerinnen und Schüler dazu auf, eigene Erkenntnisse auf Basis der Materialien zu gewinnen und sich unvoreingenommen eine Meinung zu bilden. In diesem Zusammenhang sind auch die Anregungen zum außerschulischen Lernen ("Wir erkunden unsere Stadt", "Wir erkunden einen landwirtschaftlichen Betrieb") hervorzuheben, da die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise die Möglichkeit bekommen, praxisnah und erlebnisorientiert zu lernen.

Die "Check-Up"-Seiten am Ende eines jeden Kapitels geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, das Erlernte selbstständig zu überprüfen und zu festigen.

Die ungekürzte Rezension des Lehrbuches finden Sie auf der i.m.a-Internetseite unter der Rubrik "Service": http://www.ima-agrar.de

Rudyk, E. (Hrsg.) (2008): Menschen, Zeiten, Räume. Arbeitsbuch für Gesellschaftslehrer. Berlin: Cornelsen Verlag. ISBN: 978-30-60-6474-53, kartoniert, 272 Seiten, Preis: 27,50 Euro.

 

Schulbuch: Frida & Co. Mensch, Natur und Kultur. Band 2. Baden-Württemberg. Grundschule. Oldenbourg Schulbuchverlag

Das Schulbuch „Frida & Co. Mensch, Natur und Kultur. Band 2“ (2010) wird vom Oldenbourg Schulbuchverlag veröffentlicht und ist für den Sachunterricht in den 3. und 4. Schuljahrgängen in Baden-Württemberg  bestimmt. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können eine Audio-CD, Lehrermaterialien mit Kopiervorlagen, eine Handpuppe „Frida“, ein Poster „Mittelalter“ sowie ein Prüfpaket erworben werden. Das Thema „Landwirtschaft“ wird im Rahmen der Kapitel „Arbeiten und erfinden“ und „Kleider machen Leute“ auf insgesamt 14 Seiten berücksichtigt.

In den genannten Kapiteln werden als landwirtschaftliche Themen der Getreideanbau und das Schaf als Nutztier anschaulich und altersgemäß behandelt. Hierbei geht es in erster Linie darum, den Schülerinnen und Schülern Unterschiede in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse früher und heute zu verdeutlichen. Auf diese Weise wird kindgerecht an die Entwicklungen und damit einhergehenden Veränderungen im Rahmen der Industrialisierung herangeführt.

Im Rahmen des Schulbuchs werden zahlreiche Vorschläge zum handlungsorientierten Lernen gegeben. Damit wird sowohl das forschende als auch das prozessbezogene Lernen der Schülerinnen und Schüler unterstützt. Im Hinblick auf die Darstellung der Aufgaben wäre es wünschenswert, diese mehr hervorzuheben bzw. zu nummerieren. Lediglich die Zusatzaufgaben mit ihrer orangefarbenen Markierung sind auf den ersten Blick zu erkennen. Aus landwirtschaftlicher Sicht würde es sich außerdem anbieten, die Erkundung eines landwirtschaftlichen Betriebes als außerschulisches Lernerlebnis in das Schulbuch zu integrieren.

Das Bildmaterial, die Grafiken und Karten, überzeugen durch ihre Aussagekraft, Altersgemäßheit und Ansprache. Überdies regen sie die Schülerinnen und Schüler dazu an, eigene Erkenntnisse auf Basis der Materialien zu gewinnen.

Die ungekürzte Rezension des Lehrbuches finden Sie auf der i.m.a-Internetseite utner der Rubrik "Service": http://www.ima-agrar.de.

Blasek, Bärbel u.a. (2010): Frida & Co. Mensch, Natur und Kultur. Band 2. München: Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH. ISBN: 978-3-637-00870-0. 240 Seiten, 4-farbig, brosch., mit Schutzumschlag. 18,50 Euro.

Informationsserie Pflanzenernährung. Ernährung - Wachstum - Pflanzen. FCI

Das vorliegende Material ist für den Chemie und Biologieunterricht der Ober- und Mittelstufe geeignet, kann aber auch fächerübergreifend eingesetzt werden. Das Heft ist für dIe Unterrichtsvorbereitung gedacht und unterstützt übersichtlich gestaltet mit „Hinweisen“ und zusätzlichen „Lehrer-Infos“ die gezielte Gestaltung des Unterrichts. Methodisch abwechslungsreich werden die Inhalte zum Beispiel anhand von Rollenspielen und Rechercheaufträgen vermittelt.

Das Thema Pflanzenernährung bietet viele Anknüpfungspunkte an die Lebens- und Erfahrungswelt der Schüler und Schülerinnen. Im Biologieunterricht können u.a. die Vorgänge innerhalb der Pflanze und die Bedeutung der Nährstoffe für ihren Stoffwechsel behandelt werden. Ebenso werden Kenntnisse zu den Auf-, Ab- und Umbaureaktionen vermittelt, die mit Pflanzennährstoffen im Boden stattfinden. Viele landwirtschaftliche Themen wie bedarfsgerechtes Düngen, Mineraldünger, Organische Dünger, Welternährung, Pflanzenernährung, Bedingungen des Pflanzenwachstums, Stickstoffkreislauf oder das Haber-Bosch-Verfahren (Ammoniaksynthese) werden aufgegriffen.

Zum Paket gehört eine CD mit 7 Arbeitsblättern und 17 Experimenten mit ausführlichen Versuchsanleitungen und Lösungen. Zudem enthält sie alle Texte sowie Abbildungen des Heftes, die als Powerpoint-Dateien in Farbe und Schwarz-Weiß hinterlegt sind.

Die Informationsserie wird herausgegeben vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) und ist in Zusammenarbeit mit dem Industrieverband Agrar e.V. (IVA) entstanden. Sie steht unter www.vci.de/fonds zum kostenlosen Bestellen sowie zum Download im PDF-Format bereit.

Sonstiges

Aufruf zum Mitmachen: 2 Schülerwettbewerbe zu landwirtschaftlichen Themen

Für das Schuljahr 2013/ 2014 haben Schülerinnen und Schüler wieder die Gelegenheit, ihr Können und Wissen unter Beweis zu stellen, teilt der Verein information.medien.agrar (i.m.a) mit. Gleich zwei bundesweite Schüler- und Nachwuchswettbewerbe widmen sich bedeutsamen Themen aus der Landwirtschaft: Neben dem vielfältigen Einsatz nachwachsender Rohstoffe steht auch das Lebensumfeld von Bienen und anderen Bestäubungsinsekten im Mittelpunkt.

Nachwachsende Rohstoffe: „Verwirkliche deine Ideen“ mit Jugend forscht

Unter dem Motto „Verwirkliche deine Ideen“ ruft die Stiftung Jugend forscht mit Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie des Projektträgers, die Fachagentur Nachwachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), alle angehenden Nachwuchswissenschaftler bis 21 Jahre dazu auf, kreative Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Ziel des BMELV ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs für die Vielfalt nachwachsender Rohstoffe zu begeistern und zu motivieren. Bis zum 30. November 2013 haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, Ideen zu entwickeln und sich für die 49. Wettbewerbsrunde des bekannten Nachwuchswettbewerbs anzumelden

„Fleißige Bienen und Flinke Brummer – Natur braucht Vielfalt!“: Der Schülerwettbewerb „ECHT KUH-L!“

Der Schülerwettbewerb „ECHT KUH-L!“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) geht in eine neue Runde. Schülerinnen und Schüler der 3. bis 10. Klasse sind aufgerufen, sich mit der Bedeutung und Lebenswelt von Bienen sowie anderen Bestäubungsinsekten wie Wespen und Schmetterlingen auseinanderzusetzen. Unter dem Motto „Fleißige Bienen und Flinke Brummer – Natur braucht Vielfalt!“ kann sich ein jeder mit Plakaten, Collagen, Magazinen, Comics uvm. kreativ beteiligen. Einsendeschluss ist der 4. April 2014. Mitmachen lohnt sich, denn es gibt über 40 Preise zu gewinnen.

WissensWerte zum Kürbisanbau in Deutschland

Einer der Herbstboten im Gemüsesortiment ist der Kürbis. Die Frucht zählt zu den größten Beeren der Welt und ist ein fester Bestandteil der Gabentische zum Erntedank sowie des Grusel-Repertoires zu Halloween. Darüber hinaus lassen sich mit dem farbenfrohen Gemüse auch köstliche Speisen kreieren.

Der Kürbisanbau auf den deutschen Äckern hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes werden gegenwärtig auf mehr als 2.500 Hektar Speisekürbisse angebaut. In 10 Jahren hat sich die Anbaufläche damit fast verzehnfacht. Regionale Anbauschwerpunkte finden sich in den Bundesländern Bayern mit 579 Hektar, Baden-Württemberg mit 567 Hektar sowie Rheinland-Pfalz mit 407 Hektar. 2012 wurden insgesamt 69.000 Tonnen Kürbisse in Deutschland geerntet und damit 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der enorme Zuwachs bei den Erntemengen ist fast ausschließlich auf die Flächenausweitungen zurückzuführen, da der Durchschnittsertrag mit 26,8 Tonnen pro Hektar nahezu konstant blieb.

Der Boom beim Anbau von Kürbissen steht im engen Zusammenhang mit der rasant steigenden Nachfrage der privaten Haushalte. Während vor fünf Jahren nur jeder zehnte Haushalt angab, Kürbisse einzukaufen, liegt der Anteil mittlerweile bei fast 20 Prozent aller Haushalte. Für die weitere Entwicklung bleibt damit noch viel Luft nach oben. Durchschnittlich erwarb ein Haushalt 5,7 Kilogramm frische Kürbisse im Jahr 2012. Ein Plus von fast 23 Prozent gegenüber 2011. Insgesamt bleibt der Kürbis ein Gemüse mit eng begrenzter Konsumsaison. Gemessen an der Gesamtjahreseinkaufsmenge entfallen allein 67 Prozent auf die Herbstmonate September und Oktober.

(Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbh (AMI). Pressemitteilung vom 19. September 2013; Foto: iStockphoto, Fedor Selivanov)

Landwirtschaft gestern und heute


In der Landwirtschaft sowie in anderen Wirtschaftszweigen vollzieht sich seit mehreren Jahrzehnten ein rasanter Strukturwandel als Ergebnis von technischem Fortschritt, Industrialisierung und Globalisierung. In dieser Rubrik unseres Newsletters stellen wir Ihnen mit ausgewählten historischen Bildern, Daten und Fakten verschiedene Meilensteine in der Veränderung landwirtschaftlicher Produktionstechniken vor.

In Fortsetzung unserer Serie beleuchten wir in dieser Ausgabe die Zuckerrübenernte früher und heute.

Die Zuckerrübenernte im Wandel der Zeit

Die Vorliebe für Süßes ist den Menschen in die Wiege gelegt: Schon die Muttermilch schmeckt süßlich. Während heute industriell hergestellter Zucker jederzeit zu bekommen ist, war Süßes früher eine teure Rarität. In Europa wurde der Zucker erst erschwinglich, nachdem im Jahr 1747 der Apotheker Andreas Sigismund Markgraf entdeckte, dass Rüben- und Rohrzucker identisch sind. Als Folge entstand gegen Mitte des 18. Jahrhunderts durch Züchtung aus der Runkelrübe die Zuckerrübe. Durch gezielte Selektion konnte der Zuckergehalt von anfänglich 8 % auf 16 % (um 1800) gesteigert werden. Heutige Zuckerrüben haben einen Zuckergehalt von 18 bis 20 %. Die erste Zuckerrübenfabrik eröffnete 1802 in Cunern (Schlesien). Seither hat sich vieles verändert: So mussten zum Beispiel 1836 noch 20 Kilogramm Rüben verarbeitet werden, um ein Kilogramm Zucker zu gewinnen - heute braucht man dafür nur noch sieben Kilogramm.

Trennen des Rübenkopfs von den Blättern mit der Köpfschippe oder eines pferdegezogenen Köpfschlittens.

Früher wurden Zuckerrüben aufwendig durch intensive Handarbeit geerntet. Man schnitt Kopf und Blätter mit einer Köpfschippe ab und stach die Rüben dann heraus oder man stach sie erst heraus und entfernte anschließend mit einem Messer Kopf und Blätter. Zum Herausstechen wurde eine Spaten, eine Gabel, der Rübenzieher oder der Rübenheber verwendet. Danach entfernte man die an den Rüben haftende Erde. Schließlich wurden sie entweder per Hand oder mit einer Rübengabel auf Anhänger verladen und zur weiteren Verarbeitung in die Zuckerfabrik transportiert. Als Ersatz für die reine Handarbeit kamen später von Zugtieren gezogenen Geräte wie der Köpfschlitten (Abschneiden des Rübenkopfes) und der Rübenrodekörper (Lösen der Rüben aus dem Boden) auf.

Mühsames Aufladen der Zuckerrüben per Rübengabel.

Auch heute noch erfolgt der Erntevorgang in drei Arbeitsschritten. Dem Entfernen des Blattwerks und des Rübenkopfs folgen das Herausholen der Rübe aus dem Boden und das Aufnehmen vom Boden. Es gibt die Möglichkeit, die ersten beiden Arbeitsschritte von einer Maschine und das Aufsammeln von einer zweiten Maschine erledigen zu lassen, oder alle Arbeitsschritte mit einer Maschine - dem Rübenvollernter - auszuführen.

Heutige Zuckerrübenernte mit modernen Maschinen wie dem Vollernter euro-Tiger V8-4.

Durch die Mechanisierung vom Anbau bis zur Ernte, gezielte Züchtung, Düngung und entsprechende Pflanzenschutzmaßnahmen konnte der Zuckerrübenertrag in Deutschland pro Hektar von 276,8 Dezitonnen im Jahr 1900 auf 628,7 Dezitonnen im Jahr 2012 gesteigert werden. Dadurch kann der derzeitige Verzehr der Bundesbürger von rund 36 Kilogramm Zucker pro Jahr auf der beinahe gleichgebliebenen Anbaufläche trotz wachsender Bevölkerung sichergestellt werden. Zudem hat sich ein weiterer Aspekt über die gesamte Zeit nicht verändert: Die Erntezeit, oder auch Kampagnenzeit genannt, ist nach wie vor ab Mitte September bis etwa Mitte Dezember.

Bildinformationen

Auf dem ersten Bild sieht man das manuelle Abschneiden von Rübenkopf und Blättern mit der Köpfschippe. Das nachfolgende Bild zeigt einen pferdegezogenen Köpfschlitten, der die Rüben mechanisch von Kopf und Blättern befreite. Foto 3 zeigt das mühsame Aufladen der Zuckerrüben per Rübengabel. Heute übernehmen moderne Maschinen wie der euro-Tiger V8-4 die Zuckerrübenernte (Bild 4).

Bildquellen: Bild 1-3 i.m.a-Bildarchiv, Bild 4 ROPA Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH.

Weitere Quellen: www.gesundheit.de, www.suedzucker.de, Situationsbericht 2012/13 des Deutschen Bauernverbandes

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