< Zurück zur i.m.a.-Newsletter-Übersicht


 
Newsletter September 2013

www.ima-agrar.de

 
  i.m.a - information.medien.agrar e.V.

i.m.a
information.medien.agrar e.V.

Wilhelmsaue 37
10713 Berlin
Tel.: 030 8105602-0
Fax: 030 8105602-15
info@ima-agrar.de
www.ima-agrar.de

  

Newsletter September 2013

i.m.a aktuell

  • Ihre Meinung ist gefragt!
  • Über 850 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an Mal-Aktion
  • Aktion "Sommerlektüre Landwirtschaft" erfolgreich beendet - Neue Leseaktion für die kalte Jahreszeit
  • i.m.a-Wissenshof: Reichhaltiges Wissensangebot lockte viele Verbraucher
  • Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: Jo-Jo 4. Mensch, Natur, Kultur. Baden-Württemberg. Grundschule. Cornelsen Verlag
  • Schulbuch: Entdecken und Verstehen. Niedersachsen u.a. Gymnasium u.a. Cornelsen Verlag
  • Landwirtschaft verstehen - Fakten und Hintergründe. BMELV
  • BioKunstoff-Koffer. Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo) e.V.

Sonstiges

  • WissensWerte zu nachwachsenden Rohstoffen
  • Landwirtschaft gestern und heute: Die Milchviehhaltung im Wandel der Zeit

i.m.a aktuell

Ihre Meinung ist gefragt!

Wie stehen Sie eigentlich zu den i.m.a-Medienangeboten? Finden Sie deren Informationsgehalt ausreichend? Oder wünschen Sie sich noch Materialen zu weiteren landwirtschaftlichen Themen? Dies ist ein kleiner Einblick in den Fragebogen, der in der kommenden  Ausgabe des Lehrermagazins "lebens.mittel.punkt" (03/2013) enthalten sein wird und bereits jetzt online abrufbar ist.
Der zweiseitige Fragebogen richtet sich an Lehrkräfte und Pädagogen. Im Fokus stehen Ihre Meinungen und Ihre Verbesserungsvorschläge zu:

  • den Materialen des i.m.a e.V. im Allgemeinen und
  • dem Magazin lebens.mittel.punkt im Besonderen.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Alle Angaben werden von uns selbstverständlich vertraulich behandelt. Zudem erhält jeder Teilnehmer die Möglichkeit auf ein Überraschungspaket.

Der Fragebogen ist online als PDF-Formular abrufbar unter diesem Link.

Technischer Hinweis: Um das PDF-Formular lesen, speichern und drucken zu können, benötigen Sie einen PDF-Reader, wie beispielsweise den Adobe Reader. Die aktuellste Version Adobe Reader XI können Sie hier kostenlos herunterladen.

Bitte senden Sie den ausgefüllten Fragebogen an:

  • Per E-Mail: info@ima-agrar.de
  • Per Fax: 030/8105602-15
  • Per Post: information.medien.agrar e.V., Wilhelmsaue 37 10713 Berlin

Über 850 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an Mal-Aktion


Zum Abschluss der Mal-Aktion "Schweine im Stall" erreichten den i.m.a e.V. innerhalb von zwei Wochen noch einmal fast 500 Kunstwerke mit Schweinen im Stall, Schweinen auf der Wiese und Kinderporträts mit Schweinen. Damit nahmen bis zum Finaltag der Aktion - am 13. September 2013 - mehr als 850 Kinder zwischen drei und 14 Jahren sowie Schulklassen, Kindergärten und Bildungszentren aus ganz Deutschland teil.

Vielfach wurden die künstlerischen Einsendungen mit einem positiven Feedback begleitet. So schrieb Karin Quickenstedt, Grundschullehrerin einer dritten Klasse aus dem niedersächsischen Wittingen: "Auch in einer ländlich geprägten Umgebung wie dem Landkreis Gifhorn, ist das Wissen über die Lebens- und Haltungsbedingungen von Nutztieren keine Selbstverständlichkeit. Ein Wettbewerb schafft dann zusätzliche Motivation, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Die Kinder hatten viel Freude an der Arbeit." Eine Auswahl der besten Kunstwerke wird der breiten Öffentlichkeit auf dem ErlebnisBauernhof im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2014 in Berlin präsentiert. Im Anschluss gibt es die farbenfrohen Meisterwerke als Online-Bildergalerie auf www.ima-agrar.de zu bestaunen.

Aktion "Sommerlektüre Landwirtschaft" erfolgreich beendet - Neue Leseaktion für die kalte Jahreszeit

Zu Beginn der diesjährigen Sommerferien machte der i.m.a e.V. Bücherliebhabern eine besondere Freude: Um vom anstrengenden Schul- und Berufsalltag mit Hilfe einer kurzweiligen Lektüre zu entspannen, bot der Verein die beliebte und kurzweilige Publikation "Memoiren einer Mistgabel" kostenlos an. Die drei Sammelbände erfreuten sich einer starken Nachfrage, so dass alle 4.000 Exemplare bereits vergriffen sind.

Aufgrund dieses beachtlichen Erfolges setzt der Verein die Aktion im neuen Gewand fort. Denn wenn die Tage draußen kühler werden, greifen erfahrungsgemäß viele Kinder und Erwachsene zu einem guten Buch. Der i.m.a e.V. möchte alle Bücherwürmer dabei unterstützen und lädt zur neuen Leseaktion: Ab sofort kann das Sammelwerk "Handy, Heimweh, Heugeruch" kostengünstig angefordert werden. Auf über 110 Seiten bieten sich dem Leser 17 authentische und mitreißende Kurzgeschichten über das Landleben.

Zusätzlich bietet der i.m.a e.V. das kürzlich erschienene Sammelwerk "Besser als Gold" mit 19 märchenhaften Kurzgeschichten der Nachwuchsautorin Andrea Bahrenberg an.

Die Winterlektüre "Handy, Heimweh, Heugeruch" ist ab jetzt zu Sonderkonditionen von je 1 Euro pro Ausgabe (zzgl. Versandkosten) im i.m.a-Webshop erhältlich. Das Sammelwerk "Besser als Gold" kann für je 9,90 Euro (zzgl. Versandkosten) erworben werden. Beide Bücherausgaben finden Sie unter www.ima-shop.de.


i.m.a-Wissenshof: Reichhaltiges Wissensangebot lockte viele Verbraucher


Neue Erkenntnisse über die landwirtschaftliche Produktion konnten Besucher auf dem diesjährigen Tag der Niedersachsen am i.m.a-Wissenshof sammeln. Vom 30. August bis 1. September 2013 machte der Wissenshof Station auf dem Klostergut Wöltingerode bei Goslar. Im Rahmen des "ErlebnisBauernhof mobil" gab es besonders für die kleinen Besucher an insgesamt drei Wissensstationen viel zum Probieren und Experimentieren. Reger Andrang herrschte beispielsweise an der Obst- und Gemüsestation: Hier mussten die kleinen Entdecker Apfel, Birne und Kohlrabi mit Hilfe des Geruchssinns unterscheiden. Zusätzlich zu den Experimentierstationen hielt der i.m.a e.V. ein umfangsreiches Angebot an Informations- und Unterrichtsmaterialen bereit.

Der i.m.a-Wissenshof ist seit 2009 Bestandteil des "ErlebnisBauernhof mobil". Diese Veranstaltungsreihe ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Vereins information.medien.agrar und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL). Unter federführender Koordination der FNL wird der "ErlebnisBauernhof mobil" unterstützt durch die Landwirtschaftliche Rentenbank und die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). In seiner vollen Größe präsentiert sich der ErlebnisBauernhof wieder auf der Internationalen Grünen Woche 2014 in Berlin.

Exkursionen in die Landwirtschaft - Betriebe stellen sich vor

Die Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes ist besonders empfehlenswert, um Kindern, Jugendlichen und interessierten Erwachsenen Einblicke in die moderne Tierhaltung zu ermöglichen. In unserer Rubrik "Exkursionen in die Landwirtschaft" stellen wir daher Betriebe vor, die sich im Rahmen des Projektes EinSichten in die Tierhaltung engagieren.

Wir setzen unsere Exkursionen-Serie durch die Welt der Tierhaltungs-EinSichten mit der brandenburgischen Agrargenossenschaft Langengrassau im Kreis Dahme-Spreewald fort. Geschäftsführerin Karin Thomas gibt Einblicke in den landwirtschaftlichen Betrieb mit rund 3.350 Mastschweine und über 350 Milchkühe. Seit August 2012 nimmt die Agrargenossenschaft am Projekt "EinSichten in die Tierhaltung" teil.

Karin Thomas bietet die Möglichkeit, sich selbst ein authentisches Bild von der modernen Schweinemast und Milchviehhaltung zu machen. Dazu hat sie große Fenster in die Türen der einzelnen Schweinmastabteile eingebaut. Durch das Fenster sieht man das Spielmaterial, die Tränke und wie entspannt die Schweine in ihrer Bucht liegen. Im Bereich der Milchviehhaltung erklärt die Landwirtin die Vorteile eines modernen Boxenlaufstalls und des neugebauten Melkkarussells.

"Ich würde mir einfach wünschen, dass noch mehr junge und erwachsene Verbraucher die Chance nutzen, einen Stall von innen zu sehen und sich überhaupt vor Ort ein realistisches Bild von der heutigen Landwirtschaft zu verschaffen – ohne Schwarz-Weiß-Malerei. Schließlich ist es ganz gleich, ob man ökologisch oder konventionell wirtschaftet. Letztlich sind alle Betriebe bei der Produktion gleichermaßen auf Boden, Sonne und Wasser angewiesen", sagt die Geschäftsführerin Thomas im Interview mit "EinSichten in die Tierhaltung".

 

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: Jo-Jo 4. Mensch, Natur, Kultur. Baden-Württemberg. Grundschule. Cornelsen Verlag

Das Schulbuch "Jo-Jo 4. Mensch, Natur, Kultur" (2006) wird vom Cornelsen Verlag veröffentlicht und ist für den Fächerverbund "Mensch, Natur, Kultur" in den 4. Schuljahrgängen in Baden-Württemberg bestimmt. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können Arbeitshefte, eines davon mit CD-ROM, eine Musik-CD sowie Handreichungen für den Unterricht mit Kopiervorlagen erworben werden.

Das Thema "Landwirtschaft" wird im Rahmen der Kapitel "Das bin ich" und "Natur entdecken: Pflanzen" thematisiert und auf insgesamt neun Seiten behandelt.

Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Anbau und der Verarbeitung unterschiedlicher Nutzpflanzen, insbesondere der Kartoffelpflanze. Den Schülerinnen und Schülern wird der Weg von der Kartoffelpflanze bis hin zur Verarbeitung als Pommes, Papier etc. anschaulich verdeutlicht. Das prozessbezogene Lernen wird dadurch unterstützt. Zahlreiche Anregungen fördern darüberhinaus das entdeckende und forschende Lernen (Durchführen von Experimenten, Anbauen von Kartoffeln und Leinsamen). So wird die Thematik auf ihre eigene Lebenswelt übertragen. Weitere Themen sind Obst und Gemüse, Ernährung sowie der Weg vom Flachs zum Leinen.

Das Buch besticht insgesamt durch die sehr aussagekräftigen und altersgemäßen Bilder, Grafiken und Karten. Diese fordern die Schülerinnen und Schüler dazu auf, eigene Erkenntnisse auf Basis der Materialien zu gewinnen. In diesem Sinne ist das Schulbuch auch als Sachinformationsbuch anzusehen, welches den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gibt, Zusammenhänge und Fachbegriffe im Sinne des selbstständigen Lernens zu erarbeiten.

Um Arbeitsmaterialien effektiv nutzen zu können, ist es notwendig, dass die Schülerinnen und Schüler fachspezifische Arbeitsweisen beherrschen. Durch das Kapitel "Arbeitstechniken" erhalten sie anhand unterschiedlicher Inhalte die Möglichkeit, sich mit den Arbeitsweisen (ein Plakat gestalten, Führen eines Hefters, Mikroskopieren etc.) auf vielfältige Weise vertraut zu machen.

Die ungekürzte Rezension des Lehrbuches finden Sie auf der i.m.a-Internetseite: http://www.ima-agrar.de

Böttcher, M. u.a. (2006): Jo-Jo 4. Mensch, Natur, Kultur. Baden-Württemberg. Berlin: Cornelsen Verlag. ISBN: 978-3-464-81913-5, kartoniert, 151 Seiten, Preis: 15,50 Euro

 

Schulbuch: Entdecken und Verstehen. Niedersachsen u.a. Gymnasium u.a. Cornelsen Verlag


Das Schulbuch "Entdecken und Verstehen 3" (2010) wird vom Cornelsen Verlag veröffentlicht und ist für den Gesellschaftslehre- und Weltkundeunterricht bestimmt. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Schuljahrgänge der Regelschulen, Oberschulen und Gymnasien in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Zusätzlich können die Lehrkräfte bei Bedarf ein Werk mit Handreichungen für den Unterricht erwerben. Das Unterrichtsthema "Landwirtschaft" wird im Rahmen des Kapitels "Wirtschaft im Strukturwandel" thematisiert.

Hierbei werden landwirtschaftliche Themen auf insgesamt acht Seiten aufgegriffen. Insbesondere wird der Strukturwandel in der Landwirtschaft beschrieben, zum Beispiel in Bezug auf die Veränderungen und Spezialisierungen der landwirtschaftlichen Produktion. Den Schülerinnen und Schülern wird in diesem Zusammenhang anschaulich erläutert, in welchem Maße trotz der steigenden Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe gesunken ist.

Anhand des Bereichs "Landwirtschaft auf neuen Wegen" erhalten die Schülerinnen und Schüler fundierte Einblicke in das Thema Biogas/Biogaserzeugung und sie werden dazu aufgefordert, sich selbstständig ein Urteil über die damit einhergehenden Vor- und Nachteile zu bilden.

Durch die Methoden- und Materialvielfalt wird den Schülerinnen und Schülern das selbstgesteuerte Lernen ermöglicht. Auf den Seiten "Check: Das kann ich schon ..." können sie am Kapitelende ihr Wissen sowie ihre fachliche und methodische Kompetenz überprüfen. Die Anregungen zum außerschulischen Lernen sowie die altersgemäßen und aussagekräftigen Bilder, Grafiken und Karten unterstützen den Aufbau von Urteilskompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu aufgefordert, eigene Erkenntnisse zu gewinnen und eine eigene Sichtweise zu formulieren.

Die ungekürzte Rezension des Lehrbuches finden Sie auf der i.m.a-Internetseite: http://www.ima-agrar.de.

Berger-v.d. Heide, Thomas (Hrsg.) (2010): Entdecken und Verstehen 3. Arbeitsbuch für Gesellschaftskunde/Weltkunde. Berlin: Cornelsen Verlag. ISBN: 978-3-06-064108-6. kartoniert. 360 Seiten. 25,50 Euro.

Landwirtschaft verstehen - Fakten und Hintergründe. BMELV


Wie leben und arbeiten Landwirte in Deutschland? Wie wird das Korn zum Brot? Und wie werden Kühe, Schweine und Hühner gehalten? Aufschluss über diese Fragen gibt die Publikation "Landwirtschaft verstehen - Fakten und Hintergründe", die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Mai 2013 veröffentlicht hat.

Auf 30 Seiten werden dem Leser anschaulich und kurzweilig Hintergrundinformationen zur Bedeutung der heutigen Landwirtschaft, dem Strukturwandel, der Arbeitsweise und Spezialisierung von landwirtschaftlichen Betrieben sowie zu den einzelnen Erzeugnissen geliefert. Kartenmaterial, Grafiken und kurze Zahlenübersichten runden die vielfältigen Informationen ab. Zusätzlich geht die BMELV-Broschüre auf aktuelle Brennpunkte wie Gentechnik, Antibiotika in der Tierhaltung oder Rückstände von Pflanzenschutzmitteln ein. Die Publikation ist deshalb besonders geeignet, um sich einen ersten Überblick über die vielen Wissensgebiete der Landwirtschaft zu verschaffen und sich schnell ein fundiertes Basiswissen anzueignen.

Die BMELV-Broschüre kann kostenfrei mit der Bestellnummer BMELV13004 bestellt oder im PDF-Format hier heruntergeladen werden.

BioKunststoff-Koffer. Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo) e.V.


Nicht nur der Joghurtbecher ist aus Plastik, Kunstoffe begegnen uns überall im Alltag. Dieser Lebensweltbezug dient als Grundlage für den didaktisch wertvoll gestalteten Lernkoffer des Kompetenzzentrums HessenRohstoffe als ein Thema der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der BioKunstoff-Koffer führt ein in die Welt der Kunststoffe und der Biokunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

Er gibt einen aktuellen Überblick über die Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Biopolymeren. Mit vielen Exponaten, Experimentier- und Aktionsanleitungen werden die Inhalte dargestellt und begreifbar gemacht. Die Experimente veranschaulichen komplexe Zusammenhänge und transportieren sie in die Alltagswelt. Vorteile, aber auch die ökologischen und ökonomischen Grenzen von Kunststoffen werden beleuchtet und anhand konkreter Beispiele wird zur Diskussion eingeladen. Dabei kommen moderne didaktische Methoden wie die Talkshow oder Nachrichtenspots zum Einsatz.

Der BioKunststoff-Koffer ist in zwei Varianten erhältlich:

  • Modul Grundschule „Kunststoffe im Alltag unter der Lupe“: 130,00 EUR
  • Modul Sekundarstufe „Biokunststoffe – eine echte Alternative“: 150,00 EUR

Die Inhalte des Koffers können aber auch einzeln bestellt werden. Weitere Informationen gibt es hier.

Sonstiges

WissensWerte zu nachwachsenden Rohstoffen


Die Energiewende in Deutschland und damit der Ausbau der erneuerbaren Energien werden zum großen Teil von Energieträgern aus der Land- und Forstwirtschaft getragen. 2013 wurden auf 2,4 Millionen Hektar nachwachsende Rohstoffe angebaut. Damit wachsen auf etwa einem Fünftel der deutschen Ackerfläche Rohstoff-Pflanzen wie Raps oder Mais.

Die mit großem Abstand wichtigste Nutzung stellt der Anbau von Energiepflanzen auf 2,1 Millionen Hektar und somit einem Anteil von 88 Prozent dar. Auf den verbleibenden 12 Prozent werden Pflanzen zur stofflichen Verwendung, die sogenannten Industriepflanzen, angebaut. Stoffliche Nutzung können so zum Beispiel Öl-, Stärke- oder Zuckerpflanzen bei der Herstellung von Schmierölen, Klebstoffen, Kosmetika oder Pharmaka finden.

Im Bereich der Energiepflanzen hat die Rapspflanze neben dem Holz die größte Bedeutung. Sie wuchs 2013 auf insgesamt 871.500 Hektar. Davon entfallen 746.500 Hektar auf die Herstellung von Biokraftstoffen, insbesondere Biodiesel. Der Anbau von Mais zur Produktion von Maissilage für die Biogasanlagen findet derzeit auf 832.000 Hektar statt. Zusätzlich werden auch Getreidepflanzen sowie Grassilage verwendet, deren Gesamtanteil an allen zur Biogasproduktion eingesetzten Pflanzen sich auf ein Viertel beläuft.

Die Erhebungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) verdeutlichen, dass der Pflanzenanbau für die Herstellung von Biogas sowie von Biokraftstoffen nach beachtlichen Steigerungsraten ein Plateau erreicht hat und 2013 erstmals nach fünf Jahren wieder rückläufig ist. Der Anbau von Industriepflanzen bleibt dabei nahezu konstant. Dennoch sieht die FNR ein zukünftiges Anbaupotenzial für sowohl Energie- als auch Industriepflanzen auf einer Ackerfläche von bis zu vier Millionen Hektar, ohne Beeinträchtigung der Nahrungsmittelversorgung.

(Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Pressemitteilung vom 16.09.2013)

Landwirtschaft gestern und heute

In der Landwirtschaft sowie in anderen Wirtschaftszweigen vollzieht sich seit mehreren Jahrzehnten ein rasanter Strukturwandel als Ergebnis von technischem Fortschritt, Industrialisierung und Globalisierung. In dieser Rubrik unseres Newsletters stellen wir Ihnen mit ausgewählten historischen Bildern, Daten und Fakten verschiedene Meilensteine in der Veränderung landwirtschaftlicher Produktionstechniken vor.

In Fortsetzung unserer Serie beleuchten wir in dieser Ausgabe die Milchviehhaltung der vergangenen und heutigen Zeit.

Die Milchviehhaltung im Wandel der Zeit

Seit mehr als 8.000 Jahren züchtet der Mensch Rinder. Das Hausrind wurde über Jahrtausende wegen seiner Milch und seinem Fleisch, aber auch als Arbeitstier (z.B. zum Ziehen des Pfluges) eingesetzt. Letzteres spielt seit Erfindung der Traktoren keine Rolle mehr. Die Züchtung der Rinder erfolgt heute entweder auf Milchleistung (z.B. die Rasse Schwarzbunte) oder auf Fleischleistung (Angus, Charolais). Bei manchen Rassen wie beim Fleckvieh sind beide Merkmale von Bedeutung. Doch nicht nur durch die Züchtung, sondern auch durch Veränderungen der Haltungs- und Fütterungsbedingungen haben sich die Leistungen des Nutztieres Rind stark erhöht. So lag die durchschnittliche Milchleistung in Deutschland um das Jahr 1900 bei rund 2.195 Liter pro Kuh im Jahr, 1950 waren es 2.480 Liter und im Jahr 2012 lag sie schon bei 7.858 Litern pro Kuh und Jahr.

Früher wurden Kühe oftmals nachts und im Winter in kleinen, dunklen Ställen mit Ketten angebunden. Die Luft war stickig und die Keimbelastung hoch. Die Ställe wurden mit Stroh eingestreut und mühsam von Hand entmistet. Ein großes Problem war zudem die Bereitung und Lagerung von Winterfutter. Nicht selten mussten Tiere nach der Weidesaison im Herbst geschlachtet werden, da das Futter wenig Energie lieferte und nicht für alle Tiere im Winter reichte. So musste Heu in anstrengender und zeitintensiver Handarbeit gemäht, gewendet und eingelagert werden. Heute hingegen erleichtern Maschinen die Arbeit und ermöglichen so größere Ernten für die Fütterung im Winter.

Ob die Tiere heute im Sommer im Stall oder auf der Weide gehalten werden, hängt davon ab, ob der Landwirt ausreichend Weideflächen in unmittelbarer Umgebung seines Stalles hat. Durch den landwirtschaftlichen Strukturwandel gibt es immer weniger Milchviehbetriebe mit immer höheren Tierbeständen. So reichen die betriebsnahen Flächen oft nicht mehr zur Beweidung des kompletten Bestandes aus. Dort wo keine Weidehaltung praktiziert wird, werden die Rinder in der Regel mit energiereicher Silage gefüttert. Eine räumliche Alternative zur Weidehaltung sind die modernen Boxenlaufställe. Hier können sich die Tiere im Stall frei bewegen und die einzelnen Bereiche zum Fressen und Liegen selbstständig erreichen. Komfortable Liegeboxen, breite Lauf- und Fressgänge, gute Luftführung und viel Licht sind die Vorteile dieser Tierhaltungsform. Hinzukommen Spezialbereiche für z.B. abkalbende Kühe mit optimalen Betreuungsmöglichkeiten.

Auch beim Melken der Kühe hat sich viel geändert. Früher war das Melken zeitaufwändige und schwere Handarbeit. Maximal acht Kühe konnte eine Arbeitskraft pro Stunde melken. Heute hingegen sind moderne Melkstände, Melkkarusselle und automatische Melksysteme (Melkroboter) auf dem Vormarsch. Durchschnittlich können in einem modernem Melkstand, wie zum Beispiel dem Fischgrät rund 55-60 Kühe und beim Melkkarussell über 80 Kühe pro Stunde gemolken werden. Dies bringt nicht nur eine Arbeitserleichterung für den Landwirt, denn Melkkarussell und Melkroboter ermöglichen auch, dass die Tiere ihren eigenen Tagesrhythmus bzw. Melkzeitpunkt bestimmen können. Ein zusätzliches Wohl der Tiere hängt also ganz wesentlich von den Investitionsmöglichkeiten der Landwirte ab.

Das maschinelle Melken ist auch der Tiergesundheit zuträglicher, da im Vergleich zum Handmelken weniger Keime übertragen werden und somit weniger Euterentzündungen auftreten. Vom Melkroboter lassen sich die Kühe melken, wenn sie das Bedürfnis dazu haben. Dies führt zu höheren Milchleistungen und zu weniger Milchstau, der auch eine Milchdrüsenentzündung (Mastitis) zur Folge haben kann.

Bildinformationen

Das erste Bild zeigt die Anbindehaltung wie sie früher üblich war mit mühsamem Entmisten von Hand. Die Haltung war aufgrund nasser, dunkler und zugiger Ställe oft mangelhaft. Im zweiten Bild ist ein moderner Boxenlaufstall zu sehen. Gute Belüftung, viel Licht, Sauberkeit und Bewegungsfreiheit ermöglichen ein hohes Tierwohl. Beim dritten Bild sehen Sie das zeitintensive Melken von Hand auf der Weide. Bild 4 zeigt ein modernes Melkkarussell.

(Quellen: DBV Situationsbericht 2012/13, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bilder i.m.a-Archiv, Bild 2 VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.)

Wir freuen uns jederzeit über Feedback, Vorschläge, Kritik und Kommentare unter:
newsletter@ima-agrar.de

Wenn Sie sich aus der Empfängerliste dieses Newsletters entfernen oder Ihre Einstellungen modifizieren möchten, klicken Sie bitte hier.

© information.medien.agrar (i.m.a) e.V., 2013