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Newsletter September 2014

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Newsletter September 2014

i.m.a aktuell

  • Neu im Team: Bernd Schwintowski
  • Facebook & App: Täglich mehr Wissen
  • Wandkarte: Wo die Landwirtschaft zuhause ist
  • Bauernmarktmeile: „Bayern-Kiwi“ – ein süßes Früchtchen
  • Landwirtschaftliches Hauptfest: Großvieh und andere Attraktionen
  • Hausaufgabenheft: Nur ein Erfolg von vielen

Aktionen und Termine

  • EuroTier: EinSichten ansehen
  • Wettbewerb: Leben auf dem Land
  • Schulgarten-Projekt: Gemüse pflanzen – Gesundheit ernten

Für Sie gelesen und getestet

  • Schulbuch: Bausteine. Sachunterricht 2. Arbeitsheft. Grundschule. Berlin u.a., Diesterweg
  • Schulbuch: Unsere Erde. 9/10. Regelschule. Thüringen. Cornelsen Verlag und National Geographic

Exkursionen in die Landwirtschaft

  • Betriebe stellen sich vor: Der Krammshof in Grebenstein

WissensWerte zur Landwirtschaft

  • Technisierung spart Arbeitszeit

Landwirtschaft gestern und heute

  • Von der Muskel- zur Maschinenkraft

i.m.a aktuell

Neu im Team

Einen guten Tag

wünscht Ihnen erstmals an dieser Stelle Bernd Schwintowski. Ich bin Journalist und der Neue im Team vom information.medien.agrar e.V.; zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Damit gehört auch die Redaktion dieses Newsletters zu meinen Aufgaben.

Wenn Sie also an dieser Stelle gerne ein bestimmtes Thema behandelt wissen wollen, wenn Ihnen etwas fehlt oder auch, wenn Ihnen mal ein Fehler auffallen sollte: Für Anregungen, Tipps und Kritik bin ich empfänglich – und zwar via E-mail unter presse@ima-agrar.de.

Bestellungen unserer Lehr- und Lernmaterialien sowie des weiteren Informationsmaterials können Sie wie gewohnt im i.m.a-Webshop aufgeben.
Vielleicht lernen wir uns bald auch schon persönlich kennen – bei einer der vielen Veranstaltungen, an denen sich der i.m.a e.V. beteiligt. Über unsere letzten Engagements und auch über die künftigen Aktionen können Sie sich bereits hier im Newsletter informieren.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht
Bernd Schwintowski

Facebook & App: Täglich mehr Wissen

Die i.m.a-Facebook-Seite und die App erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Seit Anfang September wird täglich über aktuelle Themen aus allen Bereichen der Landwirtschaft informiert. Die Auswahl orientiert sich an den Bedürfnissen von Pädagogen und Schülern und schafft Verbindungen zu dem umfangreichen Lehr- und Lernmaterial, das die i.m.a in ihrem webshop anbietet. Auch Landwirte profitieren von den kurzgefassten Meldungen, verweisen diese doch immer wieder auf Beispiele, wie sich Betriebe in der Öffentlichkeit darstellen können. Mit Facebook und Smartphone-App setzt der i.m.a auch auf einen Dialog mit den Nutzern, der sich durch die regelmäßige Berichterstattung entwickeln kann.

Wandkarte: Wo die Landwirtschaft zuhause ist

Wo gibt es die meisten landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland? Wo werden pro Betrieb die größten Nutzflächen bewirtschaftet? Wo ist der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche am größten? Das sind nur drei Fragen, die auf der großen Karte "Landwirtschaft in Deutschland" beantwortet werden.

Das einst dem Lehrermagazin "lebens.mittel.punkt" beigelegte Info-Poster wurde überarbeitet und auf der Rückseite durch drei weitere Karten ergänzt. Sie lassen auf einen Blick erkennen, dass es die meisten landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen gibt und dass ostdeutsche Betriebe die größten Nutzflächen bewirtschaften, während dort und auch in Hessen sowie den südlichen Regionen Bayerns und Baden-Württembergs der ökologisch genutzte Flächenanteil am höchsten ist.

Damit ist die aktualisierte Karte "Landwirtschaft in Deutschland" nicht nur ein sinnvolles Lehrmittel für den Unterricht, sondern auch für jedermann ein praktisches Hilfsmittel, um sich einen schnellen Überblick zu den Basisdaten der Landwirtschaft zu verschaffen. Es gibt sie hier.

 

Bauernmarktmeile: "Bayern-Kiwi" - ein süßes Früchtchen

Was die Wiesn nicht (mehr) bietet, gibt es auf der Bayerischen Bauernmarktmeile: Agrarprodukte direkt vom Landwirt und weniger "kracherte" Unterhaltung als in den Festzelten auf der Theresienwiese. Im Herzen der "Metropole mit Herz", am Odeonsplatz, hat sich die Bauernmarktmeile in den vergangenen fünf Jahren zu einem neuen Publikumsliebling entwickelt. In diesem Jahr kamen wieder Zigtausende Besucher, viele in Tracht, um sich über heimische Produkte zu informieren oder um am i.m.a-Stand beim Bayerischen Bauernverband Obst und Gemüse allein durch den Geruch oder das Ertasten zu erkennen. Auch wir vom i.m.a konnten unser Wissen erweitern, als ein Herr seine "Bayern-Kiwi" mitbrachte, die bei ihm im Bauerngarten wächst und die korrekt als "scharfzähniger Strahlengriffel" bezeichnet wird. Deren süße Früchte sind reich an Vitamin C und Mineralstoffen. Und anders als z.B. neuseeländische Kiwi-Pflanzen kommen die "bayerischen Verwandten" besser mit den Winterfrösten zurecht.

Landwirtschaftliches Hauptfest: Großvieh und andere Attraktionen

Wer auf den Cannstatter Wasen ging und dort das 99. Landwirtschaftliche Hauptfest (LWH) besuchte, konnte den i.m.a e.V. gleich mehrfach antreffen: Im Zelt vom Landesbauernverband Baden-Württemberg war der i.m.a ebenso vertreten wie im Großviehzelt. Wir hatten uns mit dem "Lernort Bauernhof" ebenso beteiligt wie mit der "Bauernhofpädagogik" und dem "Grünen Klassenzimmer". Und auf der Bühne in Halle 1 waren wir dabei, um das Projekt "EinSichten in die Tierhaltung" vorzustellen.

i.m.a-Geschäftsstellenleiter Patrik Simon diskutierte mit Moderatorin Melanie Britz und Landwirt Helmut Gahse, der sich an dem Projekt beteiligt und Hofbesuchern durch ein Stallfenster Einblicke in seine Schweinetierhaltung mit 1200 Masttieren und 600 Aufzuchtferkeln bietet. Auch Gahse nutzte das LWH, um für seinen Berufsstand zu werben und mit Kollegen ins Gespräch zu kommen. Für den i.m.a war dieser größte Bauernhof in Baden-Württemberg wieder die ideale Plattform, um neben der Präsentation seiner vielfältigen Angebote zu erfahren, welche landwirtschaftlichen Themen für Konsumenten und insbesondere für Pädagogen von Bedeutung sind.

Hausaufgabenheft: Nur ein Erfolg von vielen

Die gute Nachricht vorweg: Das Hausaufgabenheft kann jetzt wieder bestellt werden! Zu einem Engpass war es bereits kurz nach Erscheinen der ersten Auflage gekommen, als die gedruckten 10.000 Exemplare innerhalb einer Woche vergriffen waren. Noch bevor nach den "Großen Ferien" die Schule in allen Bundesländern begonnen hatte, waren die Hausaufgabenheft für Schüler der 3. bis 7/8. Klassen vergriffen. i.m.a Geschäftsstellenleiter Patrik Simon ließ sofort nachdrucken, doch bis die neue Lieferung verfügbar war, mussten sich viele Schüler, Lehrer und Eltern in Geduld üben. Nun kann das Heft mit den praktischen Hausaufgabenhilfen, dem Planer für Klassenarbeiten, dem Stundenplan, den Basteltipps und Spielen wieder im i.m.a-Webshop bestellt werden.

Der Run auf das Hausaufgabenheft steht exemplarisch für viele erfolgreiche Publikationen vom i.m.a e.V., die stark nachgefragt sind. So waren die 60.000 Hefte der "3-Minuten-Infos" über die Biene, den Flächenverbrauch in der Landwirtschaft und der Knigge für Feld und Flug in nur einem Monat vergriffen.

Ein Renner dürfte auch das gerade eben erst erschienene Rezeptheft "Ballaststoffreich genießen" werden. Es informiert über die Bedeutung der Kohlenhydrate in unserer Ernährung und fasst eine besondere Auswahl von Rezepten zusammen, die von Schülern der Primar- und Sekundarstufe leicht nachvollzogen werden können. Die Sonderpublikation vom i.m.a-Lehrermagazin "lebens.mittel.punkt" ist in Kooperation mit dem Verband Deutscher Mühlen und der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung entstanden. Das Heft ist ab sofort im i.m.a-Webshop erhältlich.

Aktionen und Termine

EuroTier: EinSichten ansehen

Mehr als 2300 Aussteller präsentieren sich vom 11. bis 14. November auf dem weltweit beachteten Event der Branche in Hannover. Der i.m.a e.V. ist dabei und bietet in Zusammenarbeit mit dem Landvolk Niedersachsen eine Schülerrallye zu den Messeständen an (wir berichteten). Klassen ab der 5. Jahrgangsstufe, die teilnehmen wollen, sollten sich schnellstens anmelden: info@ima-agrar.de.

Wohl keine andere Messe stellt die moderne Tierhaltung so umfassend dar. Die i.m.a beteiligt sich mit ihrem Projekt "EinSichten in die Tierhaltung". Dieses hochaktuelle Top-Thema richtet sich einerseits an Landwirte, die ihre Betriebe der Öffentlichkeit präsentieren möchten, andererseits aber auch an die Zielgruppen, die hinter die Kulissen blicken und mehr über zeitgemäße Tierhaltung erfahren möchten. Das von der Landwirtschaftlichen Rentenbank unterstützte Projekt finanziert Landwirten den Einbau sogenannter Stallfenster, durch die Besuchern "EinSichten in die Tierhaltung" gewährt werden – ohne dabei den Lebensraum der Tiere zu beeinträchtigen. Begleitendes Info-Material, das die Landwirte anfordern können, vermittelt Hintergrundwissen. Weitere Informationen gibt es hier.

Wettbewerb: Leben auf dem Land

Anregungen für Lebens- und Bleibeperspektiven junger Menschen auf dem Land werden gesucht. Die besten Ideen, eingereicht von Jugendlichen oder Jugendorganisationen, werden beim Wettbewerb um den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis mit insgesamt 10.000 Euro bedacht. Allerdings: Eile ist geboten, denn der Einsendeschluss ist bereits am 15. Oktober, teilt Kathrin Funk mit, Vorsitzende beim Bund der Deutschen Landjugend. Alle Details hier.

Schulgarten-Projekt: Gemüse pflanzen - Gesundheit ernten

Einen Schulgarten anzulegen und zu pflegen ist aufwendig. Da wird jede helfende Hand und fördernde Unterstützung benötigt. Die BayWa Stiftung engagiert sich auch auf diesem Gebiet und stattet seit 2013 im Rahmen eines großen Projekts in Süddeutschland Grundschulen mit Gemüsebeeten aus. Sie bietet Schülern und Lehrern wertvolle Unterstützung, damit sie durch aktive Erfahrung beim Pflanzen, Pflegen und Ernten von Obst und Gemüse die Bedeutung von gesunder Ernährung und Landwirtschaft kennenlernen. Unter dem Motto "Gemüse pflanzen - Gesundheit ernten" wird durch das gemeinsame Pflanzen, Pflegen und Ernten Freude und Begeisterung für frisches Obst und Gemüse sowie für eine gesunde Ernährung bei den Schülern geweckt.

Grundschulen, die Interesse haben, einen Schulgarten anzulegen oder  zu erweitern, können sich hier informieren und bewerben.

Für Sie gelesen und getestet

Schulbuch: Bausteine. Sachunterricht 2. Arbeitsheft

Das Arbeitsheft "Bausteine. Sachunterricht 2. Arbeitsheft." (2012) wird von den Bildungshaus Schulbuchverlagen (Diesterweg) veröffentlicht und ist für den Sachunterricht in den 2. Schuljahrgängen in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein bestimmt. Zusätzlich zu dem Lehrwerk können Handreichungen für den Unterricht mit Kommentaren, Kopiervorlagen und CD-ROM und ein Schülerband erworben werden. Alternativ ist es möglich, das Arbeitsheft mit zusätzlicher Lernsoftware zu erwerben. Das Thema "Landwirtschaft" wird im Rahmen der Kapitel "Gesund und fit" und "Tiere auf dem Bauernhof" thematisiert und auf insgesamt drei Seiten behandelt.

In den genannten Kapiteln erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit selbstständig zu lernen. Dies wird insbesondere durch das Anschauungsmaterial und die Ausschneideseiten unterstützt. Die Lernenden werden dazu aufgefordert, eigene Erkenntnisse auf Basis der Materialien zu gewinnen und unterschiedliche Phänomene, Zusammenhänge und Fachbegriffe zu erschließen. Inhaltlich geht es dabei um landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel, Nährstoffgruppen, Konsumbedürfnisse und Nutztiere. Wünschenswert wäre es daher, den Schülern auch die Produktionswege der landwirtschaftlichen Produkte transparent zu machen.

Die vollständige Rezension dieses Schulbuchs finden Sie in der Service-Rubrik "Gelesen und getestet" unserer Website.

Drechsler-Köhler, Beate (Hrsg.) (2012): Bausteine. Sachunterricht 2. Arbeitsheft. Braunschweig: Bildungshaus Schulbuchverlage (Diesterweg); 48 Seiten. Preis: 8,75 Euro. ISBN: 978-3-425-15212-7. Handreichungen mit Kopiervorlagen, CD-ROM; Preis: 25,00 Euro. Arbeitsheft mit Lernsoftware; Preis: 12,95 Euro.

Schulbuch: Unsere Erde. 9/10. Regelschule. Thüringen

Das Schulbuch "Unsere Erde. 9/10. Regelschule Thüringen" (2014) wird von den Kooperationspartnern Cornelsen und National Geographic veröffentlicht und ist für den Erdkundeunterricht bestimmt. Das Lehrbuch ist im Din-A4-Format gehalten und vereint Schülerbuch und Atlas. Im Fokus liegt der überprüfbare Kompetenzerwerb in den Kernbereichen "Fachwissen und räumliche Orientierung", "Methodenkompetenz", "Handlungs- und Kommunikationskompetenz" sowie "Urteilskompetenz". Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Schuljahrgänge der Regelschulen in Thüringen. Zusätzlich können die Lehrkräfte Handreichungen für den Unterricht mit CD-ROM erwerben. Das Unterrichtsthema "Landwirtschaft" wird im Rahmen des Kapitels "Die USA erforschen" auf insgesamt acht Seiten thematisiert.

Zunächst werden allgemeine Informationen zur Landwirtschaft in den USA sowie zu den Hauptanbaugebieten gegeben. Auf diese Weise wird eine räumliche Verknüpfung hergestellt. Daran anschließend werden die Fleischproduktion und der Obst- und Gemüseanbau genauer beleuchtet. Hierbei wird auch das Themenfeld "Globalisierung" in Ansätzen thematisiert.

Das Schulbuch gibt zahlreiche Anregungen für die Gestaltung des Unterrichts und unterstützt methodenvielfältig und informativ den Lehr-Lern-Prozess. Beispielsweise wird auf den "GEO-Methode"-Seiten die Planung, Durchführung und Auswertung eines Projekts zu dem Thema "Die USA erforschen" vorgestellt.

Die vollständige Rezension dieses Arbeitsheftes finden Sie in der Service-Rubrik "Gelesen und getestet" unserer Website.

Flath, M., Rudyk, E. (2014): Unsere Erde. 9/10. Regelschule. Thüringen. Berlin: Cornelsen Verlag. 197 Seiten. kartoniert. Preis: 24,50 Euro. ISBN: 978-3-060-64321-9.

Exkursionen in die Landwirtschaft

Betriebe stellen sich vor: Der Krammshof in Grebenstein

In Hessen gibt es 17.000 landwirtschaftliche Betriebe. Einer davon gehört Jörg Kramm. Im Norden des Bundeslandes, unweit von Kassel, betreibt er einen Schweinemastbetrieb. Damit befindet sich der Landwirt in guter Gesellschaft. In den hessischen Ställen von Kramm und seinen Kollegen leben annähernd 50.000 Zuchtsauen.

Wie es den Tieren auf dem Krammshof in Grebenstein geht, können Besucher selbst erkunden. Neben einem Blick durch das Stallfenster informiert auch eine große Tafel über die Besonderheiten des Mastbetriebs. Die Besucher erfahren so, dass die Schweine auf dem Krammshof in Gruppen von 25 Tieren leben. Sie werden als Ferkel mit einem Gewicht zwischen 28 und 30 Kilogramm gekauft. Es dauert etwa vier Monate, bis die Schweine 120 Kilo wiegen und dann den Hof verlassen. Für die tägliche Zunahme um 750 bis 900 Gramm füttert Jörg Kramm vor allem Futtergetreide, das mit Eiweißfuttermitteln, Mineralstoffen und Vitaminen ergänzt und trocken, flüssig oder als Brei angeboten wird. Das Futter wächst zum Großteil auf eigenen Flächen vom Krammshof. Zusammen mit Wasser steht es den Tieren rund um die Uhr zur Verfügung.

Der Spaltenboden im Stall sorgt dafür, dass die Tiere stets in einer trockenen und sauberen Umgebung leben. Ein Klima-Computer und die sogenannte Türganglüftung garantieren eine angenehme Stalltemperatur. Spielzeug in den Buchten befriedigt den Spieltrieb der Schweine. Die Gülle der Tiere bringt Landwirt Kramm als Pflanzendünger auf den eigenen Flächen aus und trägt so zur Kreislaufwirtschaft bei.

Interessiert, selbst einen Blick in den Schweinestall auf dem Krammshof zu werfen? Die i.m.a stellt einen Kontakt her. Einfach E-Mail schreiben an info@ima-agrar.de.

 

WissensWerte zur deutschen Landwirtschaft

Technisierung spart Arbeitszeit

Die zunehmende Technisierung in der Landwirtschaft erleichtert den Menschen nicht nur die Arbeit. Sie verkürzt auch den Arbeitsaufwand beträchtlich. Am Beispiel der Mähtechnik wird dies besonders deutlich.

Vor 65 Jahren mussten die Bauern noch durchschnittlich 36 Stunden arbeiten, um einen Hektar Korn zu mähen und zu dreschen. Mit dem gezogenen Mähdrescher konnte diese Zeit dann bereits um acht Stunden reduziert werden. Heute benötigen die modernen, selbstfahrenden Mähdrescher gerade mal 30 Minuten für einen Hektar Ackerfläche.

Ursache für diese Entwicklung ist nicht nur die Verbreiterung der Schneidewerke auf etwa neun Meter und eine Vergrößerung des Fassungsvermögens der Korntanks auf mehr als 10.000 Liter. Auch die Steigerung der Motorleistung der Mähdrescher von einst 100 auf mehr als 350 Kilowatt hat zur Effizienzsteigerung bei der Feldarbeit beigetragen.

Mit der Leistungssteigerung bei den Landmaschinen geht die Entwicklung umweltfreundlicher Motoren einher. Weil sich deren Leistungen an die Erntebedingungen anpassen lassen, können so Abgasemissionen reduziert werden. Und seit der digitalen Kartierung von Ackerflächen und dem Einsatz GPS gesteuerter Traktoren, lässt sich auch der Einsatz von Düngemitteln begrenzen, indem er bis auf wenige Quadratmeter den Bodenbedingungen optimal angepasst wird.

 

Landwirtschaft gestern und heute

Mähen: Von der Muskel- zur Maschinenkraft

Einst brauchte der Bauer viel Muskelkraft, um mit der Sense das Korn zu ernten oder später Gras zu mähen. Darum wurden schon früh Techniken erprobt, die ihm die Arbeit erleichtern sollten. Doch weder der Sensenstern eines britischen Farmers, noch die Mähkarre eines Franzosen brachten am ausgehenden 17. Jahrhundert die erhoffte Erleichterung.

Anfang des 18. Jahrhunderts gab es erste Mähwerke, die sich für die Getreideernte einsetzen ließen, die aber im Gras versagten. 1833 gelang es schließlich, einen Mähbalken zu erfinden, dessen übereinander versetzte dreieckige Messer hin und her glitten, so dass sich damit sowohl Korn als auch Gras schneiden ließen. Aber erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Gespannmäher so weit ausgereift, dass sie von vielen Landmaschinenherstellern als massentauglich anerkannt, produziert und vertrieben wurden. Gleichwohl konnte sich nicht jeder Bauer die teuren Geräte leisten, und so war auf vielen Feldern noch Jahrzehnte Handarbeit an der Tagesordnung. Zudem sorgten zwei Kriege dafür, dass es erst 1965 mit der Patentierung eines rotierenden Mähwerks zu einer wirklichen Neuerung kam.

Mit den rotierenden Trommel- bzw. Scheibenmähern konnte man bei der Ernte bis zu zwölf Stundenkilometer schnell über die Felder fahren und mähen, ohne dass die Mähwerke verstopften. Waren die Mähwerke einst neben den Traktoren angebracht, so wurden sie im Laufe der Jahre auch davor oder dahinter montiert – je nach Einsatzzweck. Auch die Mähbreiten wurden mit den Jahren größer. Eine weitere Neuerung waren die sogenannten Selbstfahrer, die das Erntegut auch aufbereiteten. Korn wird heute in einem Arbeitsgang gemäht, gedroschen und das Stroh gehäckselt.

Auch beim Grasmähen sind die Landmaschinen längst mit Aufbereitern ausgestattet, um z.B. die Trocknung zu beschleunigen. Auf diesem Gebiet wird auch heute noch experimentiert. Insbesondere die deutschen Landmaschinenhersteller haben sich dabei immer wieder durch Innovationen profiliert - selbst wenn manche in der Rückschau wie Anleihen aus anderen Galaxien aussehen mögen.

Hinweise

Redaktion: Bernd Schwintowski

Bildnachweise: BBV/Obst, Claas, Cornelsen, Diesterweg, DLG/EuroTier, i.m.a Archiv, Kramm, LBV/Amstutz, privat
Quellen: DBV/Herlitzius/TU Dresden; i.m.a/Regiograph

Für einen besseren Lesefluss verwenden wir in unseren Beiträgen die gebräuchliche geschlechtliche Bezeichnung, in die jedoch immer auch alle anderen Geschlechter einbezogen sind.

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