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EinSichten in die Tierhaltung

Die Idee.

Nahezu alle Verbraucher*innen in Deutschland wünschen sich, dass Landwirt*innen mit ihren Tieren verantwortungsvoll umgehen. Doch dass sich die Landwirt*innen tatsächlich entsprechend verhalten, nehmen nur 31 Prozent der Bevölkerung an. Weitere 49 Prozent sind sich in diesem Punkt nicht sicher. Diese Diskrepanz zwischen Wunsch und vermuteter Wirklichkeit, wie sie in einer repräsentativen Emnid-Umfrage des i.m.a e.V. zum „Image der deutschen Landwirtschaft“ deutlich geworden ist, offenbart ein großes Wissensdefizit in der Bevölkerung über die Realität in der Tierhaltung.

Diesem Wissensdefizit zu begegnen, ist Ziel der Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“, die der i.m.a e.V. 2011 ins Leben gerufen hat. Dabei geht es darum, der Bevölkerung zu zeigen, wie Nutztiere in den landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland gehalten werden. Die Idee dahinter: Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen kann, ist informiert und kann sich dadurch eine eigene Meinung bilden.

Damit interessierte Verbraucher*innen in die Ställe schauen können, um zu erleben, wie Schweine, Rinder oder Geflügel leben, unterstützt der i.m.a e.V. zusammen mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank die Aktivitäten der Tierhalter*innen. So wird z.B. der Einbau von Stallfenstern finanziert, durch die Hofbesuchende in die Ställe schauen können. Zusätzlich bieten Info-Tafeln, Flyer und weiteres Material eine Vielzahl an Informationen zur Tierhaltung.

Aktiv werden.

Nur wer bereit ist, sich selbst einen Eindruck von der Tierhaltung in Deutschland zu machen, kann darüber seriös diskutieren. Darum ist es die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er sich zu Fragen der Nutztierhaltung weiter nur aus den Medien, dem Internet oder bei Interessengruppen informieren oder ob man sich sein eigenes Bild machen und eine unabhängige Meinung bilden will.

Die Tierhalter*innen auf den Betrieben scheuen keine Diskussion. Ihnen ist es lieber, interessierte Verbraucher*innen sprechen mit ihnen, als über sie. Im Dialog lassen sich Fragen klären, Standpunkte austauschen und Meinungen bilden. Das muss keine Einbahnstraße sein: Auch Landwirt*innen sind bereit, ihre Ansichten zu revidieren. Entscheidend ist der respektvolle Umgang miteinander. Die Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“ lädt dazu ein.

Darum dient diese Website auch der Orientierung von Tierhalter*innen, die sich noch nicht an der Initiative beteiligen. Wer gesehen hat, wie offen und dialogbereit sich Berufskolleg*innen positionieren, um mit Verbraucher*innen zu kommunizieren, wird vielleicht ebenfalls Gefallen daran finden, den Betrieb für Interessierte zu öffnen.

Einen Hof besichtigen.

Die stetig wachsende Gemeinschaft der Tierhalter, die „EinSichten“ bieten, macht es zunehmend leichter, auch in der Nachbarschaft urbaner Siedlungsgebiete Bauernhöfe zu finden, die besucht werden können. Das Angebot auf dieser Internetseite des i.m.a e.V. gibt Anregungen für solche Besuche. Wir stellen hier einige Tierhalter vor und informieren über deren Formen der Tierhaltung – exemplarisch für viele ungenannte Betriebe. Über das Kontaktformular helfen wir gerne bei der Suche nach einem tierhaltenden Betrieb in Ihrer Nähe. Auch die Bauernverbände in den Bundesländern können bei der Suche nach Betrieben behilflich sein, die Besucher empfangen und Einblicke in die Arbeit geben.

Die Landwirtschaft ist vielfältig. Tierhaltung ist ein Teil des großen Ganzen. Nutzen Sie gerne auch unsere kostenlosen Informationsmaterialien zu den vielen weiteren Themen der Landwirtschaft. Im i.m.a-Shop können Sie die Materialien herunterladen oder online lesen. So können Sie sich auf den Besuch eines Bauernhofs optimal einstimmen.

Wir wünschen viel Spaß und würden uns freuen, zu erfahren, was Sie erlebt und entdeckt und wie es Ihnen gefallen hat.
Fotos: © i.m.a e.V. (1-7), Hermann Rohr (8)

EinSichten - Impressionen


  • Milchkühe.

    © Christian Gaul

  • Mastschweine.

    © Timo Jaworr

  • Putenhähne.

    © Timo Jaworr

  • Küken.

    © Timo Jaworr

  • Galloway-Rinder.

    © Timo Jaworr

  • Ferkel.

    © Christian Gaul

  • Ferkel.

    © Timo Jaworr

  • Legehennen.

    © Timo Jaworr

  • Bullenmast.

    © Timo Jaworr

  • Milchkühe.

    © Timo Jaworr

  • Ferkel.

    © Timo Jaworr

  • Legehennen.

    © Timo Jaworr

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Die Bauernhöfe

Die Bauernhöfe, die "EinSichten in die Tierhaltung" bieten, finden sich in vielen Regionen Deutschlands. In jedem Bundesland bietet sich somit für Interessierte die Möglichkeit, die verbreitesten Formen der Nutztierhaltung live zu erleben.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor einem Besuch beim Bauernhof anzurufen. Dann hat man oft sogar die Chance, dass sich jemand vom Betrieb Zeit nimmt, Fragen beantwortet und - wenn es die Arbeit erlaubt - die Besucher*innen auch über den Betrieb führt. Natürlich gibt es auch Betriebe, bei denen die Interessierten allein durch Stallfenster schauen und sich an den Info-Tafeln informieren können. Immer gilt: Betreten auf eigenes Risiko, Rücksicht auf die Tiere nehmen und Vorschriften beachten - zur eigenen Sicherheit.
Weit mehr als hundert Betriebe bieten bundesweit "EinSichten in die Tierhaltung" und zeigen ihre Schweine-, Geflügel- und Rinderhaltung. Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir einige dieser Betriebe vor. Sie stehen exemplarisch für die große Vielfalt der Nutztierhaltung in Deutschland und vermitteln einen ersten Eindruck von den Menschen, die oft seit Generationen Landwirtschaft betreiben.
Die Liste der hier dargestellten Betriebe wird kontinuierlich erweitert und auch die Profile der "EinSichten"-Teilnehmer*innen werden immer wieder ergänzt. Wiederkommen lohnt sich also, denn auch hier gibt es immer wieder etwas zu entdecken.
Tierhalter*innen, die den eigenen Betrieb hier ebenfalls präsentieren möchten, wenden sich bitte direkt an uns.

Familienbauernhof Faß - Mitmachferien auf dem Bauernhof

Milchviehhaltung in Hessen

Auf dem Familienbauernhof Faß in Willingen Upland am Rand des schönen Sauerlandes leben mit der sechsköpfigen Familie Faß auch 70 Milchkühe. Die Familie empfängt jährlich viele Besucher*innen als Tages- und Feriengäste und zeigt ihnen ihre Tierhaltung und ihre Landwirtschaft. Claus Faß wuchs bereits auf dem Hof seiner Eltern auf und über­nahm diesen aus familiären Gründen direkt nach seiner Ausbildung zum Agrartechniker. Simone und Claus lernten sich auf dem Hof kennen, da Simone als Tierärztin den Hof betreu­te...

Betriebsprofil

Hof Falkensee - Freilandhühner vor den Toren der Hauptstadt

Konventionelle Freilandhaltung in Brandenburg: Legehennen

Im Havelland, nur wenige Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt, liegt der Hof Falkensee in Dallgow-Döberitz. Hier hält Familie Kruse insgesamt 3.000 Legehennen in Freilandhaltung als auch in einem Mobilstall. Der Hof an sich ist ein Gartenbaubetrieb und vermarktet alle erzeugten Produkte ausschließlich über den eigenen Hofladen...

Betriebsprofil

Hudes Hof - Familienpower und Strohschweine

konventionelle Schweinemast in Niedersachsen

In Holtum-Geest, im Landkreis Verden in Niedersachsen, befindet sich der Schweinemast- und Ackerbaubetrieb der Familie Ehlers. Der Ort Holtum-Geest wurde erstmals 935 n. Chr. namentlich erwähnt. Auf dem Hof, der seit 1611 im Besitz der Familie ist, wurden früher Milchkühe gehalten, bis er in einen Schweinebetrieb umgebaut wur­de. Heute mästet Familie Ehlers rund 2.000 Schweine in zwei Systemen...

Betriebsprofil

Hof Holtmann - Leben mit exklusiven Rindern

Rindermast und Mutterkuhhaltung in Nordrhein-Westfalen

Auf dem Münsteraner Hof der Familie Holtmann leben besondere Tiere: Rund 200 Wagyu-Rinder und einige Iberico-Schweine hält die Familie und vermarktet das Fleisch, Wagyu-Sperma, Wagyu-Embryonen und hält Rinder von anderen Züchter*innen in Pension. Auf dem Hof der Familie Holtmann, der schon seit Generationen im Familienbesitz ist, wird seit 1650 Landwirtschaft betrieben...

Betriebsprofil

Hof Lampe - Legehennen hautnah erleben

Legehennen im Mobilstall (Freilandhaltung) in Niedersachsen

Im Landkreis Osnabrück liegt in der Ort­schaft Bohmte der Betrieb der fünfköpfi­gen Familie Lampe. Sie halten Sauen, Ferkel und Mastschweine im teilgeschlos­senen System und betreiben neben dem Ackerbau auch drei mobile Hühnerställe. Diese und ihre Bewohner*innen stehen im Fokus dieses Beitrags...

Betriebsprofil

AWO Reha-Gut Kemlitz - beeindruckende Größe im Herzen Brandenburgs

Milchviehhaltung in Brandenburg

Das AWO Reha-Gut Kemlitz gGmbH liegt im Süden Brandenburgs im Landkreis Teltow-Fläming vor den Toren des Biosphärenreservats Spreewald. Der vielseitig aufgestellte Betrieb ist ein anerkanntes  Integrationsunternehmen und betreibt neben der Milchviehhaltung, dem Marktfruchtanbau und einem Kartoffelschäl­betrieb auch weitere kleinere Sparten der landwirtschaftlichen Produktion...

Betriebsprofil

Bergschreinerhof - vom Stall direkt auf den Teller

konventionelle Schweinehaltung in Bayern im geschlossenen System

In der schwäbischen Gemeinde Wolferstadt im Landkreis Donau-Ries liegt der Hof der Familie Färber. Die sechsköpfige Familie hält Schweine im geschlossenen System und in der hofeigenen Gaststätte kann man sich ihre Wurst- und Fleischprodukte schmecken lassen. Martin Färber hat den Hof 1999 mit bereits 22 Jahren von seinen El­tern übernommen...

Betriebsprofil

Hof Meyer - klassischer Gemischtbetrieb mit frischen Ideen

Milchviehhaltung, Bullenmast und Jungsauenhaltung in Niedersachsen

Vor den Toren Oldenburgs liegt in der Gemeinde Hatten der familiengeführte Hof Meyer. Die Familie betreibt einen klassischen Gemischtbetrieb, den es heute in dieser Form eher selten gibt. Sie betreiben Ackerbau und halten Milchkühe, mästen Bullen und ziehen Jungsauen auf. Bis ins Jahr 1723 ist die Geschichtedes Hofes zurückzuverfolgen. Früher handelte es sich bei der...

Betriebsprofil

Hühnerhof Strauß - Engagement für tiergerechte Hühnerhaltung

Direktvermarktender Legehennenbetrieb in Bayern
Auf dem Hühnerhof Strauß leben insgesamt 10.000 Legehennen in Bodenhaltung. Der Hof hat eine langjähirge Familientradition und besteht bereits seit vier Generationen. Fuhr früher noch der Urgroßvater mit dem Zug nach Regensburg, um dort die Eier zu verkaufen, werden heute die umliegenden Supermärkte, Metzgereien, Bäckereien, Hotels etc. mit den Eiern der Hühner von Kathrin und Thomas Strauß beliefert. Seit fast 50 Jahren...

Betriebsprofil

Hof Albersmeier - mit innovativen Ideen und Teamarbeit zum Erfolg

Schweinemast auf Stroh in Nordrhein-Westfalen

Klaus Albersmeier bewirtschaftet den Hof zusammen mit seiner Frau Marianne in der vierten Generation. Unterstützt werden sie tagtäglich von sechs Mitarbeitenden und zwei Auszubildenden. Im Fokus der Arbeit stehen die 3.500 Mastschweine. Sie leben in acht Gruppen mit jeweils maximal 450 Tieren zusammen. Ihnen steht ein großzügiger Außenbereich zur Verfügung, der teilweise überdacht ist, damit sich die Tiere unabhängig von der Witterung draußen...

Betriebsprofil

Keppler Hof - Landwirtschaft zum Anfassen

Milchviehbetrieb mit Bauernhofpädagogik im Schwarzwald 

Daniel Keppler, gelernter Landwirtschaftsmeister und Maurer, übernahm den Hof von seinem Vater im Jahr 2002. Wo früher 25 Milchkühe in Anbindehaltung standen, leben heute 80 Fleckvieh-Kühe in einem Boxenlaufstall mit Außenbereich. Die Nachzucht zieht Familie Keppler selbst groß, dafür bauten sie die alte Maschinenhalle zu einem Abkalbe- und Kälberstall um. Die trockenstehenden Kühe dürfen auf die umliegenden Weiden zum Grasen...

Betriebsprofil

Hof Mörixmann - Kreativität für aktive Schweine

kreativ konventionell wirtschaftender Gemischtbetrieb in Niedersachsen  

Auf dem Hof von Familie Mörixmann sind Besuchende fast alltäglich. Sie können vom Hof aus direkt in die Ausläufe des Aktivstalls gucken und die Schweine im Stroh wühlen sehen. Die 700 Ferkel kommen mit 6 kg auf den Hof und werden in einem System gehalten, bei dem Aufzucht und Mast fließend ineinander übergehen. Dabei wächst der Stall mit. Zu Beginn haben die Ferkel einen Teil des Stalls zur Verfügung. Werden sie größer, wird auch die Stallfläche größer...

Betriebsprofil

Bauernhof Ladusch - geschichtsreicher Hof mit gutmütigen "Riesen"

Familienbetriebene Rinderhaltung im Biosphärenreservat in Sachsen

Ganzjährig stehen die dunklen Galloways von Ramona und Steffen Ladusch auf der Weide und leisten auf 235 ha Fläche einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege. Deswegen bezeichnen sich die beiden sowohl als Landwirt*in als auch als Landschaftspfleger*in. Jeden Tag fährt Steffen zu den Weiden und sieht nach, wie es den Tieren geht und ob die Zäune in Ordnung sind. Seit 1992 bewirtschaften Ramona und Steffen den Betrieb. Sie holten auch die Galloways...

Betriebsprofil

Hof Frilling - Wohlfühltemperatur im Schweinestall

konventionell wirtschaftender Schweineaufzuchtbetrieb in Niedersachsen

Die erste namentliche Erwähnung des Hofes erfolgte im Jahr 1471, seit 1872 bewirtschaftet die Familie Frilling den Hof. Zuerst lag der Fokus auf dem Getreideanbau. Ab dem 18. Jahrhundert erlaubte die Dreifelder- wirtschaft durch den Anbau von Hackfrüchten und Futterkohl eine Intensivierung der Tierhaltung, die bis heute ausgebaut wurde. Heute leben die Frillings mit ihren fünf Kindern und der Großmutter auf dem konventionellen Schweineaufzuchtbetrieb...

Betriebsprofil

Hof am Teich - mit Liebe zum Detail

Familiengeführter Milchviehbetrieb mit Bauernhofpädagogik in Schleswig Holstein

Früher war der Hof der Familie Timmermann mit Kuh- und Schweinestall, der Scheune und dem Wohnhaus mitten im Ort aufzufinden. Im Jahr 2003 vergrößerte die Familie den Betrieb und gliederte die Jungtiere in einem Laufstall aus. Hauke und Silke renovierten und erweiterten diesen 2017 zu einem modernen Kuhstall, in dem heute die 80 Milchkühe leben. Die Kälber und Jungtiere leben auf dem alten Hof direkt am Wohnhaus der Familie. Der neue Stall...

Betriebsprofil

Putenhof Meyer - transparent und offen

Putenmast und Biogas in Hessen

Die Familie hält in zwei Ställen 6.000 Putenhähne und in einem neuen, größeren Stall, der 2015 in Betrieb genommen wurde, 8.000 Putenhennen. Sie betreiben klassische Kreislaufwirtschaft, um effizient, regional und nachhaltig zu arbeiten. So verfüttern sie den eigens angebauten Weizen an ihre Puten und mit dem geernteten Stroh streuen sie die Ställe ein. Der Putenmist geht anschließend in die Biogasanlage und mit der Abwärme der Anlage beheizen...

Betriebsprofil

Hof Rathjens - mit gutem Beispiel voran

konventionelle Schweinehaltung in Niedersachsen: Ferkelmast

Niedersachsen ist bekannt für hoch spezialisierte Betriebe wie Ferkelerzeuger oder Mäster. Der Hof Rathjens hingegen vereint die ganze Haltungskette von Sauen und Saugferkeln bis zu Mastschweinen, inklusive Futter- und Ackerbau und besteht in fünfter Generation. Der Betrieb hält Sauen im „teilgeschlossenen“ System, d. h., er mästet die geborenen Ferkel selbst, verkauft jedoch auch Ferkel an Mastbetriebe im Umkreis. Auch die Schlachtung erfolgt regional. Das Futter...

Betriebsprofil

Hof Tenkmann - selbstbewusst und engagiert

Hähnchenmast im Münsterland, Nordrhein-Westfalen

Im schönen Münsterland, nahe zu den Niederlanden, existiert der Betrieb Tenkmann schon seit mehr als 700 Jahren. Auf seinen Feldern wachsen Gerste, Triticale, Roggen und Mais für die Futter- und Energiegewinnung. Wer auf den Hof der Tenkmanns kommt, trifft auf echte Münsteraner. In den typischen Backsteinställen leben Schweine, die Familie hält aber vor allem Hähnchen zur Mast – traditionsbewusst und zugleich modern. Bewirtschaftet werden auch...

Betriebsprofil

Ferienhof Ratjen - authentische Gastgeber

Milchviehbetrieb im Naturpark Aukrug, Schleswig-Holstein
Drei Generationen, drei Betriebszweige und ein junges Team – der regionaltypische Milchviehbetrieb im wunderschönen Naturpark Aukrug stellt sich mit den Standbeinen „Urlaub auf dem Bauernhof“ und „Bioenergie“ für die Zukunft auf. Der Betrieb wurde vor fast 90 Jahren von Harders Großvater erbaut. 1995 wurde ein neuer Kuhstall einen Kilometer von der Hofstelle entfernt errichtet. Im Jahre 2017 folgte ein weiterer neuer Kuhstall. Der Betrieb ist mittlerweile so groß...

Betriebsprofil

Biohof Hagdorn - glücklich mit starken Tieren

Bullenmast und Mutterkuhhaltung in Rheinland-Pfalz

Der Hof im Bergischen Land, erstmals 1498 erwähnt, gehört seit mehreren Generationen den Euteneuers. Die Region ist prädestiniert für die Weidehaltung, in dem Fall Mutterkuhhaltung mit Färsen und Bullenmast nach Bioland- Richtlinien. Besucher spüren schnell den Zusammenhalt der Familie und den Stolz auf ihre Arbeit. Die Brüder Maik und Frank führen mit ihren Familien den Betrieb – ohne "Bilderbuchkitsch" aber mit Schulbauernhof, Ferienwohnungen...

Betriebsprofil

PfarrEi Hof - nah am Kunden

Konventionelle Legehennen-Freilandhaltung in Bayern
In „Frankens gemütlicher Ecke“ legen die Hennen von Familie Dasch fleißig Eier, auch für die hofeigene Nudelmanufaktur. Herzstück des Betriebes ist das restaurierte Pfarrhaus – daher der Name PfarrEi Hof. Im Betrieb arbeiten Dietmar Dasch, sein Vater Willi und seine Frau Andrea. Auch die vier Kinder helfen fleißig mit. Die Arbeit mit Tieren und das Miteinander sind allen wichtig. 2015 entschieden sie sich für eine Umstellung und den Bau eines modernen...

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Jahnsfelder Landhof - aus Leidenschaft für das Ganze

biologisch wirtschaftender Gemischtbetrieb in Brandenburg
Der biologisch wirtschaftende Gemischtbetrieb ist eine GmbH und liegt malerisch inmitten von Wäldern, etwa fünfzig Kilometer östlich von Berlin. Drei der elf Angestellten kümmern sich um die Tiere der Mutterrassen Deutsches Edelschwein und Deutsches Landschwein. Der Biolandbetrieb hält so viele Tiere, wie der eigene Futteranbau sättigen kann. Nur Mineralien werden zugekauft. Die Schweine leben im luftigen Stall mit Auslauf. Die Kühe werden...

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Hof Albersmeier - mit innovativen Ideen und Teamarbeit zum Erfolg

Mit innovativen Ideen und Teamarbeit zum Erfolg

Fotograf: Timo Jaworr

Ein eingespieltes Team: Klaus und Marianne Albersmeier haben klare Aufgabenverteilungen – jeder von ihnen übernimmt das, was er am besten kann. Die Öffentlichkeitsarbeit und die Hofführungen übernehmen sie stets zusammen.

« Wir legen Wert auf gesundes Futter, gutes Stroh und tägliche Tierkontrollen, weil wir die Verantwortung für unsere Tiere tragen. »

Klaus Albermeier, staatlich geprüfter Landwirt

In der Soester Börde liegt bei Lippetal das 1839 erbaute Wochenendhaus eines Apothekers. Seit mehr als 100 Jahren wird es jedoch als Bauernhaus genutzt und auf der dazugehörigen Fläche wird Landwirtschaft betrieben. Heute leben auf dem Hof 3.500 Mastschweine, 50 Iberico-Schweine, Schafe, Alpakas, Esel und verschiedenstes Geflügel.

Klaus Albersmeier bewirtschaftet den Hof zusammen mit seiner Frau Marianne in der vierten Generation. Unterstützt werden sie tagtäglich von sechs Mitarbeitenden und zwei Auszubildenden. Im Fokus der Arbeit stehen die 3.500 Mastschweine. Sie leben in acht Gruppen mit jeweils maximal 450 Tieren zusammen. Ihnen steht ein großzügiger Außenbereich zur Verfügung, der teilweise überdacht ist, damit sich die Tiere unabhängig von der Witterung draußen aufhalten können. Die Schweine werden ausschließlich auf Stroh gehalten. Das ist zwar kostspielig, der Aufwand lohnt sich aber, denn Tierwohl steht für die Albersmeiers an oberster Stelle. Auch die Mitarbeitenden schätzen die Tiere, im Vorbeigehen werden die Schweine oft gestreichelt. Das teilweise sehr junge Team kümmert sich um die Schweine, mistet die Ställe aus und betreibt zu-sammen mit Klaus den Ackerbau. Die durchschnittlich 25 Kilo schweren Ferkel erhalten die Albersmeiers von dem benachbartem Ferkelerzeuger „Hof Spellerberg“, sodass die Transportwege für die Tiere kurz sind. Klaus entwickelte eine Tränke, bei der die Schweine, wie in der Natur, aus offener Fläche saufen können. Diese Tränke ist somit tiergerechter und spart im Vergleich zu anderen Tränken bis zu einem Drittel Wasser. Das neueste Projekt auf dem Hof ist der sogenannte „Agroforst“, eine Kombination aus Ackerfläche und tausend Paulowniabäumen (Blauglockenbaum), die sie erst kürzlich gepflanzt haben. Sie sollen den Iberico-Schweinen Schutz bieten, da die Tiere im Freiland leben.

Fakten zum Betrieb

  • 59510 Lippetal Nordrhein-Westfalen
    Größe: 125 ha
  • 3.500 Mastschweine, 50 Iberico-Schweine, Schafe, Alpakas, Esel und verschiedenstes Geflügel
  • Ehepaar mit 6 Mitarbeitenden und 2 Auszubildenden
  • Schweinemast auf Stroh, Eigenlabel "Strohwohl"
  • Exklusivvermarktung über REWE Köln
  • Entwicklung einer tiergerechten Schweinetränke
  • Regelmäßige Besucherführungen

www.huettinghausen.de

«Mit Klaus und Marianne kann man super arbeiten. Und wenn man auch privat mal Hilfe  braucht, kann man immer mit ihnen reden.»

Markus Kleikemper, gelernter Landwirt und langjähriger Mitarbeiter

Die durchschnittlich 25 Kilo schweren Ferkel erhalten die Albersmeiers von dem benachbartem Ferkelerzeuger „Hof Spellerberg“, sodass die Transportwege für die Tiere kurz sind. Klaus entwickelte eine Tränke, bei der die Schweine, wie in der Natur, aus offener Fläche saufen können. Diese Tränke ist somit tiergerechter und spart im Vergleich zu anderen Tränken bis zu einem Drittel Wasser. Das neueste Projekt auf dem Hof ist der sogenannte „Agroforst“, eine Kombination aus Ackerfläche und tausend Paulowniabäumen(Blauglockenbaum), die sie erst kürzlich gepflanzt haben. Sie sollen den Iberico-Schweinen Schutz bieten, da die Tiere im Freiland leben.

Das Getreide bzw. das Stroh, dass die Albersmeiers und ihr Team auf einer Teilfläche der insgesamt 125 ha landwirtschaftlichen Nutzfläche ernten, wird regenerativ produziert. Die Umstellung der Schweinehaltung auf Strohhaltung erfolgte 2018 und 2019 im laufenden Betrieb mit der Hilfe der Mitarbeitenden und Geflüchteten. Die Geflüchteten wurden schnell Teil des Teams, verbesserten ihre Deutschkenntnisse und haben inzwischen langfristig Arbeit gefunden. Einer von ihnen ist bis heute auf dem Hof angestellt. Er motiviert das Team, hat ein sehr gutes Auge für die Tiere und scherzt gerne. Mariannes Aufgabenfeld sind die Öffentlichkeitsarbeit, das Marketing des Betriebs sowie die Direktvermarktung der Iberico-Schweine. Ihre große Leidenschaft aber ist die Pflege ihrer Alpakas und der Esel.Die Zusammengehörigkeit im Team wird auf dem Hof großgeschrieben: so gibt es jeden Morgen eine Teambesprechung und mittags wird gemeinsam gegessen. Dass man sich aufeinander verlassen kann, weiß jeder Mitarbeitende. An Besuch und Gäste auf dem Hof sind nicht nur die Tiere, sondern auch die Mitarbeitenden gewöhnt. Regelmäßig kommen Interessierte sowie Fachfleischverkäufer*innen auf den Hof und erleben die Tierhaltung hautnah. Alle zwei Jahre laden Klaus und Marianne Albersmeier zum Hoffest „Kultur am Stall“ ein, bei dem der vor- und nachgelagerte Bereich sowie Partnerbetriebe ausstellen und die Gäste über die Landwirtschaft informieren. Abends findet immer ein Konzert statt. Öffentlichkeitsarbeit ist dem gesam- ten Team wichtig, da sie hinter ihrer Arbeit stehen. Gerne informieren sie, denn sie möchten einen positiven Gegenpol zur negativen Meinung und der großen Unwissenheit setzen. Die Albersmeier motiviert es besonders, wenn sie sehen, dass Interessierte mit neuen Erkenntnissen und neuem Wissen vom Hof gehen. Der Austausch mit Gästen ist für sie sehr wertvoll und wird vermisst, wenn es einmal ruhiger auf dem Hof zugeht.


  • 04

    Fotograf: Timo Jaworr

    Die Schweine können es kaum erwarten, bis Klaus den Ballen ausgerollt hat und sie das neue Stroh spielend im Auslauf verteilen können.

  • 05

    Fotograf: Timo Jaworr

  • 06

    Fotograf: Timo Jaworr

  • 07

    Fotograf: Timo Jaworr

    Neben Geflügel und weiteren Tieren leben auf dem Hof noch Alpakas – sie sind Mariannes Lieblinge. Aus der Wolle lässt sie Decken herstellen, die sie dann verkauft.

  • 08

    Fotograf: Timo Jaworr

    Auf dem Hof leben neben den 3.500 Mastschwei-nen auch die Iberico-Schweine. Ihr Fleisch vermarkten die Albersmeiers direkt.

  • 09

    Fotograf: Timo Jaworr

    Klaus und Marianne führen die Fachfleischverkäufer*innen über den Hof, die später an der Theke das „Strohwohl-Fleisch“ verkaufen.

  • 10

    Fotograf: Timo Jaworr

    Markus und Seif sind ein starkes Team. Zusammen holen sie das Stroh vom Feld. 3.500 Strohballen werden auf dem Hof Albersmeier Hüttinghausen pro Jahr verbraucht.

  • 11

    Fotograf: Timo Jaworr

    Die Schweine wühlen liebend gern im Stroh.

  • 12

    Fotograf: Timo Jaworr

    Zusammenarbeit ist gefragt, um die Tiere nach Gewicht zu sortieren. Im eingespielten Team wird das aber zügig und ruhig erledigt.

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Fotos © i.m.a e.V.

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Hühnerhof Strauß - mit Engangement für eine tiergerechte Hühnerhaltung

Mit Engagement für eine Tiergerechte Tierhaltung

Fotograf: Timo Jaworr

Familie Strauß lädt ein, ehrliche und moderne Legehennenhaltung zu erleben und zu erfahren, was für eine artgerechte Hühnerhaltung wichtig ist

« Ich versuche ständig, den Betrieb und die Haltung zu optimieren. Ich schätze die Hühner, denn sie sorgen für unseren Lebensunterhalt »

Thomas Strauß, gelernter Diplom Agraringenieur

Im schönen Labertal in Niederbayern liegt am Rand des Ortes Hadersbach der familiengeführte Hühnerhof Strauß. 10.000 Legehennen leben hier – vermarktet wird direkt, da Kundenkontakt, Transparenz und Tierwohl von der Familie Strauß großgeschrieben wird.

Auf dem Hühnerhof Strauß leben insgesamt 10.000 Legehennen in Bodenhaltung. Der Hof hat eine langjährige Familientradition und besteht bereits seit vier Generationen. Fuhr früher noch der Urgroßvater mit dem Zug nach Regensburg, um dort die Eier zu verkaufen, werden heute die umliegenden Supermärkte, Metzgereien, Bäckereien, Hotels etc. mit den Eiern der Hühner von Kathrin und Thomas Strauß beliefert. Seit fast 50 Jahren vermarktet die Familie jedes auf dem Hof produzierte Ei direkt. Darauf und auf den engen Kontakt zu den Kund*innen sind die Familie und ihre Mitarbeitenden besonders stolz. Thomas schätzt die Hühner und es ist ihm besonders wichtig, sie artgerecht zu halten, nicht nur, weil sie für den Lebensunterhalt der Familie sorgen. Die Hennen leben in drei großen, modernen Ställen mit Wintergarten. Das Futter für die Hennen wird zum großen Teil eigens auf insgesamt 40 ha erzeugt, in der eigenen Futtermühle mit Walzenstuhl verarbeitet und gemischt. Den Hühnern werden Einstreu aus Stroh, Beschäftigungsmaterialien und Sandbäder zur Gefiederpflege geboten, damit sie ihr natürliches Verhalten ausleben können. Den Mist der Hühner bringt Thomas wieder als Dünger auf den Feldern aus. Der Hof nimmt seit 2015 am Bundesprojekt Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz (MuD) teil, sodass Thomas und seine Mitarbeitenden die Haltung optimal an die Bedürfnisse der Hühner anpassen können.

Fakten zum Betrieb

  • Hühnerhof Strauß 94333 Geiselhöring Bayern
    Größe: 40 ha für Futter
  • 10.000 Legehennen
  • 1 Vollzeitkraft, 7 Mitarbeiter*innen in Teilzeit
  • Direktvermarktung, hofeigene Futtermühle, 139 kW Photovoltaik-Anlagen mit Eigennutzung

 

 www.straussei.de

« Offenheit und Ehrlichkeit schaffen am meisten schaffen am meisten Vertrauen.  Unsere Besu­cher*innen gehen mit so viel Wissen und einem positiven Bild der Hühnerhaltung vom Hof – das ist schön und motiviert uns. »

Kathrin Strauß, gelernte Bankkauffrau und Kräuterpädagogin

Auch Dominik, Benjamin und Annika, die drei Kinder der Familie Strauß, gucken gerne mit in den Stall oder bei der Nudelproduktion mit über die Schulter. Eier, die nicht vermarktet werden, verarbeitet eine Mitarbeiterin zu über 20 Nudelsorten oder zu verschiedenen Eier-Sahne-Likören. Diese können die Verbraucher*innen u. a. im Hofladen der Familie Strauß kaufen. Kathrin kümmert sich um die Vermarktung, das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit des Hofes. Es liegt der Familie am Herzen, ein ehrliches Bild der Hühnerhaltung zu zeigen und den Verbraucher*innen zu zeigen, worauf es ihnen bei der Haltung ankommt. Familie Strauß heißt regelmäßig Besuchergruppen willkommen. Sie erhalten eine Hofführung und können durch zwei große Stallfenster direkt in den Stall gucken. Auch über Instagram und Facebook können Interessierte erfahren, was auf dem Hof passiert. Mit anderen Höfen aus dem Landkreis entwickelte Kathrin die „Schmankerlkiste aus Gäu und Wald“. Sie arbeiten zusammen, um gemeinsam ihre Produkte zu vermarkten, sich gegenseitig zu unterstützen und das regionale Angebot in den Hofläden zu erweitern. Das Paar bekleidet mehrere Ehrenämter und legt Wert darauf, bereits den Kleinsten die Tierhaltung zu zeigen, weshalb regelmäßig Kita-Gruppen und bald auch im Rahmen des Projektes „Schule fürs Leben“ Schulklassen auf den Hof kommen. Sie wünschen sich, dass das noch häufiger passiert und die Landwirtschaft sowie die Tierhaltung auch durch ihre Arbeit wertgeschätzt wird und an Akzeptanz gewinnt.


  • 04

    Fotograf: Timo Jaworr

    EinSichten: Interessierte können die Hennen draußen im Wintergarten oder durch zwei große Fenster im Stall beobachten

  • 05

    Fotograf: Timo Jaworr

    Der Hofladen ist Kathrins Revier. Sie ist außerdem für die Entwicklung neuer Rezepturen und neuer Produkte sowie für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

  • 06

    Fotograf: Timo Jaworr

    Aus den nicht vermarktungsfähigen Eiern stellt eine Mitarbeiterin über 20 verschiedene Nudelsorten her.

  • 07

    Fotograf: Timo Jaworr

    Zum natürlichen Verhalten der Hühner gehört ein regelmäßiges Sandbad – so reinigen sie ihr Gefieder und schützen sich vor Parasiten.

  • 08

    Fotograf: Timo Jaworr

    Eine regelmäßige Tier- und Gefiederkontrolle ist wichtig, um zu überprüfen, wie es den Tieren geht.

  • 09

    Fotograf: Timo Jaworr

    Mindestens viermal jährlich kommt der Tierarzt. Er untersucht die Tiere, gibt Tipps und steht für aktuelle Fragen zur Verfügung.

  • 10

    Fotograf: Timo Jaworr

    Damit die Hühner scharren und picken können, stehen ihnen Einstreu, Briketts aus Dinkelspelzen und Picksteine zur Verfügung.

  • 11

    Fotograf: Timo Jaworr

    Mit geübtem Blick sortieren und verpacken die beiden Mitarbeiterinnen die frisch gelegten Eier nach Gewicht.

  • 13

    Fotograf: Timo Jaworr

    Das Futter wird in der eigenen Futtermühle gemischt und darf nicht zu grob- oder feinkörnig sein.


Fotos © i.m.a e.V.

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Keppler Hof - Landwirtschaft zum Anfassen

Landwirtschaft zum Anfassen

Fotograf: Timo Jaworr

Bei Familie Keppler packen alle mit an – auch die beiden Söhne helfen gern, wenn sie aus der Schule kommen.

« Man muss zu den Tieren eine Beziehung aufbauen, genau wie zu den Menschen »

Claudia Keppler, Bauernhofpädagogin

Der Keppler Hof liegt am Rande des nördlichen Schwarzwaldes auf einer Höhe von 610 m ü. NN am Ortsrand von Unteriflingen. Familie Keppler betreibt den Hof seit drei Generationen. Ihre 80 Milchkühe leben in einem Boxenlaufstall direkt neben dem Wohnhaus der Familie.

Daniel Keppler, gelernter Landwirt-schaftsmeister und Maurer, über-nahm den Hof von seinem Vater im Jahr 2002. Wo früher 25 Milchkühe in Anbindehaltung standen, leben heute 80 Fleckvieh-Kühe in einem Boxenlaufstall mit Außenbereich. Die Nachzucht zieht Familie Keppler selbst groß, dafür bauten sie die alte Maschinenhalle zu einem Abkalbe- und Kälberstall um. Die trockenstehenden Kühe dürfen auf die umliegenden Weiden zum Grasen. Zweimal täglich melkt Daniel die Kühe in einem Fischgrätenmelkstand mit zwölf Plätzen. Er kennt seine Tiere gut, jede Kuh hat einen Namen. Mithilfe seines Azubis, mehreren Familienmitgliedern und vier weiteren Teilzeitkräften bewirtschaftet er insgesamt 90 ha Land. 95 Prozent des benötigten Futters produziert der Hof selbst. Unterstützung erhält Daniel außerdem von Ehefrau Claudia, die sich u. a. um die Buchhaltung und die anfallenden Arbeiten im Büro kümmert, und den zwei Söhnen Joel und Micha. Auf den familiären Zusammenhalt sind sie sehr stolz. 

Fakten zum Betrieb

  • 72296 Unteriflingen Baden-Württemberg
    Größe: 90 ha
  • 80 Milchkühe, 2 Esel
  • Familienbetrieb
  • Ausbildungsbetrieb, Zusammenarbeit mit ausländischen Studierenden
  • Heuherberge für Schulklassen, Bauernhofpädagogik
  • 30 kW Biosgasanlage und Photovoltaikanlage

 www.keppler-hof.de

« Ich habe ein Gespür für meine Tiere. Ohne eine Beziehung zu den Tieren funktioniert das nicht. Meine  Tiere haben alle  einen Namen. »

Daniel Keppler, gelernter Landwirtschaftsmeister und Maurer

Den Kepplers ist es besonders wichtig, dass Verbraucher*innen wissen, woher Lebensmittel kommen und wie sie produziert werden. Claudia absolvierte 2016 die Ausbildung zur Bauernhofpädagogin. Zusammen erarbeiteten Daniel und Claudia ein ausgefeiltes und umfangreiches Bildungs- und Erlebnisprogramm. Dabei folgen sie dem Prinzip „Vom Urprodukt zum Endprodukt“. Landwirtschaftliche Prozesse werden hier für die Schüler*innen wieder erlebbar. Die Kinder melken die Milch selber, verarbeiten sie und verzehren die Lebensmittel anschließend. Die Kepplers starteten die Bauernhofpädagogik mit einer Bauernhof-AG. Einmal wöchentlich kam eine Schülergruppe einer Sprachheilschule aus dem Nachbarort auf den Hof und erlebte das Leben auf dem Bauernhof im Jahresverlauf. 2018 baute Familie Keppler ihre Scheune zu einer Heuherberge um, in der Schulklassen, Vereine und andere Gruppen im Heu übernachten können. Zahlreiche Kindergartengruppen und Schulklassen nutzen tageweise das vielfältige Pädagogik-Programm und haben die Möglichkeit, in jedem Bereich auf dem Hof mitzuhelfen. Die Kepplers genießen den Austausch mit den Gästen, der immer wieder zu einer Erweiterung des eigenen Horizonts führt, sehr. Viele Gäste kommen wieder und sind über die Jahre zu Freund*innen geworden. Die Kepplers wünschen sich durch ihre Öffentlichkeitsarbeit nicht nur eine höhere Wertschätzung der Produkte, sondern vor allem auch für die Landwirt*innen und deren Arbeit. Dabei präsentieren sie ein reales Bild der Landwirtschaft, klären und diskutieren gerne auch kritische Fragen mit den Gästen. Auch ihre Söhne packen kräftig mit an und unterstützen die Eltern bei der Arbeit auf dem Hof und mit den Besuchskindern. Für ihre Familie wünschen sie sich, mehr Zeit außerhalb des Betriebes verbringen zu können. Auf ihre Mitarbeitendenden und die Familie können sie sich verlassen, daher ist auch mal ein entspannter Urlaub möglich.


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    Fotograf: Timo Jaworr

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    Fotograf: Timo Jaworr

    Auf der Weide können sich die Kühe nicht nur austoben, sondern auch sonnen, wiederkäuen und sich ausruhen.

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    Fotograf: Timo Jaworr

    Die Kühe auf dem Hof Keppler werden nicht mehr künstlich, sondern ganz natürlich vom eigenen Bullen besamt.

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    Fotograf: Timo Jaworr

    Die Versorgung der Kälber übernehmen Claudia und Daniel gerne zusammen. Sie erhalten erwärmte Vollmilch.

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    Fotograf: Timo Jaworr

    Im Kuhstall der Kepplers ist jeder Besuch willkommen. Die Kühe sind den Kontakt zu großen und kleinen Besucher*innen gewohnt.

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    Fotograf: Timo Jaworr

    Im Fischgrätenmelkstand erklärt Daniel den Kindern, wie gemolken wird. Dabei dürfen sie auch immer versuchen, selbst zu melken

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    Fotograf: Timo Jaworr

    Auf dem Feld erleben die Kinder, wie Kartoffeln und Getreide wachsen und wann man die einzelnen Kulturen ernten muss.

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    Fotograf: Timo Jaworr

    Die selbst geschüttelte Butter wird abgespült und anschließend natürlich gekostet.

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    Fotograf: Timo Jaworr

    Die Kinder überlegen zusammen mit Claudia, welche Produkte aus Milch hergestellt werden. Anschlie-ßend stellen sie selbst Joghurt oder Butter her.

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    Jede Kuh ist anders und hat ihre Eigenarten. Daniel nennt jedes Tier beim Namen und kennt den Charakter jedes einzelnen Tieres.


Fotos © i.m.a e.V.

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