Bundesforum Lernort Bauernhof

Vorsitzende beim Bundesforum Lernort Bauernhof bestätigt

Mit zwei Frauen an der Spitze geht das Bundesforum Lernort Bauernhof ins neue Jahr. Auf der jüngsten Online-Konferenz wurde Andrea Bleher als Vorsitzende des Arbeitskreises bestätigt und Christine Kolle zu deren Stellvertreterin gewählt. Damit hat sich das Forum für zwei Repräsentantinnen des bäuerlichen Berufsstandes und der Bildungsarbeit entschieden: Bleher kommt aus Baden-Württemberg, wo sie beim Bauernverband Schwäbisch Hall Hohenlohe-Rems e.V. das Projekt „Klassenzimmer Bauernhof“ betreut. Kolle ist Bildungsreferentin beim Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.

Beide Frauen wollen die Bildungsangebote auf den Bauernhöfen weiter nach vorn bringen: „Es muss noch stärker gelingen, den Lernort Bauernhof in eine enge Abstimmung mit den Bildungsplänen zu bringen“, sagt Andrea Bleher und verdeutlicht, wie dabei vorzugehen sei: „Dazu ist die Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder, aber auch eine bundesweite Wahrnehmung wichtig.“

Christine Kolle verweist darauf, dass „der Lernort Bauernhof die Möglichkeit bietet, mit den älteren Kids in den Dialog zu kommen über landwirtschaftliche Themen, die in der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden.“

Um die außerschulische Bildungsarbeit auf den Bauernhöfen zu unterstützen, entsteht gerade eine neue Publikation für die „Expedition in die Biodiversität“. Das für Landwirte und Lehrkräfte gleichermaßen geeignete Material unterstützt das handlungsorientierte Lernen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, der z.B. Blühstreifen anlegt oder Streuobstwiesen bewirtschaftet.

Außerdem wurde in der Online-Konferenz die Promotionsarbeit von Lena Beyer von der Uni Vechta vorgestellt. Sie untersucht den Nutzen der Wechselbeziehungen beim Lernen auf einem Bauernhof. Dabei habe sie festgestellt, dass sich Schulkinder „durch das Erkunden eines Bauernhofs Stück für Stück dessen Phänomene erklären und Zusammenhänge selbst erschließen“ können. Für dieses „eigenständige Erkunden und die soziale Interaktion mit den Menschen und Tieren vor Ort“ müssten den Kindern ausreichend Raum und Zeit gewährt werden, so die Wissenschaftlerin, die auch die Bedeutung einer schulischen Vor- und Nachbereitung eines Bauernhofbesuchs betont.

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