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Begriff Definition
Wartezeit
oder Karenzzeit nennt man den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum zwischen der letzten Anwendung eines Pflanzenschutzmittels oder Tierarzneimittels und der Ernte bzw. Schlachtung. Etwaige Reste des Mittels in und auf der Pflanze bzw. im oder am Tier müssen so weit abgebaut sein dass sie unter der aus Vorsorgegründen für die menschliche Gesundheit geduldeten Höchstmenge liegen. Die Länge der Wartezeit ist für jedes Mittel in der Gebrauchsanleitung angegeben und wird regelmäßig überprüft.
Synonyme - Wartezeit
Warndienst
Die kurzfristige Vorhersage des massierten Auftretens von Schädlingen und Krankheiten ist für Landwirte sinnvoll. Damit kann eine gezielte wirtschaftlich sinnvolle und ökologisch akzeptable Anwendung von Pflanzenschutzmitteln erreicht werden.
Die Verbreitung dieser Informationen wird vom amtlichen Pflanzenschutzdienst über die einschlägige Presse Rundfunk und Telefon sowie durch schriftliche Benachrichtigungen (z.B. auch über Fax) übernommen.
Synonyme - Warndienst
Wärmelampen
Da neugeborene Ferkel eine recht hohe Umgebungstemperatur von etwa 30 °C benötigen werden Wärmelampen oder auch Gasstrahler eingesetzt die im Ferkelnest die erforderliche Wärme abgeben. Siehe auch Schwein.
Synonyme - Wärmelampen
Warenterminbörse
Börsen die Geschäfte mit Produkten vornehmen wobei erst nach einer vereinbarten Frist bestimmte Mengen und Qualitäten eines Gutes zu einem vorher festgelegten Preis gekauft bzw. verkauft werden müssen.
An Warenterminbörsen können Landwirte auf ihre Produkte sogenannte Terminkontrakte abschließen und hierdurch die Preise für ihre Ernte Tiere oder tierischen Produkte absichern. Warentermingeschäfte mit landwirtschaftlichen Produkten  sind in anderen Ländern (USA Frankreich Niederlande) schon lange üblich. Bei Eurex (Abk. für European Exchange) gibt es seit 2009 auch für Deutschland  diese Möglichkeit - alllerdings noch nicht für alle Produkte.
Wie bei allen Warenterminbörsen liegen für beide Vertragspartner Risiken vor. Unter Umständen könnte der Landwirt seine Produkte zu dem vereinbarten Termin zu einem höheren Preis verkaufen aber auch umgekehrt ist es möglich dass der Marktpreis zu diesem Zeitpunkt niedriger liegt. Der Abnehmer – häufiger Verarbeiter als der Handel – geht genauso ein Risiko ein.
Ziel des Warentermingeschäfts ist eine sichere Planung durch frühzeitige Absicherung der Preise und Mengen.
Eine Gefahr besteht zur Zeit  darin dass Spekulationen auf landwirtschaftliche Produkte vorgenommen werden was zu Veränderungen der normal erwarteten Preise führt und für alle Beteiligten gefährlich ist.
Vgl. auch Vertragslandwirtschaft
Synonyme - Warenterminbörse
Walzen
Mit Ackerwalzen werden zu lockerer Boden verdichtet und grobe Schollen zerkleinert. Gewicht und Profil der Walzen sind - je nach Einsatzart - unterschiedlich. Sie spielen vor allem bei der Aussaat in Kombination mit anderen Geräten wie Sämaschine Egge und Grubber eine Rolle. Bei Walzen gilt allgemein dass ihre Wirkung auf den Boden umso intensiver ist je höher ihr Gewicht je langsamer die Fahrgeschwindigkeit und je rauer ihre Oberfläche ist
Synonyme - Walzen
Vormast
Phase vom Aufstallen der Ferkel in der Phase als Läufer  in Ferkelaufzuchtbetrieben bis zum Gewicht von  40 bis 50 kg. Danach erfolgr die eigentliche Mast. Siehe auch Schwein.
Synonyme - Vormast
Vormagen
Siehe Wiederkäuer
Synonyme - Vormagen
Vorleistung
Die monetär bewertete Summe aller für die eigene Produktion eingekauften Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe (z.B. Saatgut Düngemittel Pflanzenschutzmittel Futtermittel usw.) sowie aller fremden Dienstleistungen.
Synonyme - Vorleistung
Vorfrucht
Feldfrucht die im Vorjahr auf der gleichen Fläche angebaut wurde (Fruchtfolge).
Die Vorfrucht hat häufig Auswirkungen auf den aktuellen Anbau z.B. wenn eine Humusverbesserung durch die Vorfrucht erfolgt ist oder die Verträglichkeit gemindert wird.  Siehe auch Fruchtfolge oder Fruchtfolgeschäden.
Synonyme - Vorfrucht
Vollerwerbsbetrieb Synonyme - Vollerwerbsbetrieb
Volierenhaltung
Legehennen werden dabei in Gruppen die für die Tiere noch überschaubar sind auf mehreren Ebenen gehalten. Die Hennen können ihren Aufenthalt frei wählen. Die Bodenflächen werden mit Strohhäcksel oder Hobelspänen zum  'Sandbaden' oder Scharren ausgestreut.  Z.T gibt es einen überdachten Auslauf. Sitzstangen und Legenester gehören ebenfalls zur Stalleinrichtung. Die Tiere werden auf den verschiedenen Ebenen automatisch mit Futter und Wasser versorgt. Auch die Abfuhr des Kots erfolgt automatisch. Siehe auch Huhn.
Synonyme - Volierenhaltung
Vogelgrippe
Eine seit über 100 Jahren bekannte Geflügelkrankheit die von verschiedenen Viren verursacht wird.
Der in Asien aufgetretene Erreger H5N1 gilt als besonders aggressiv und kann auch auf Säugetiere und den Menschen übertragen werden. 2006 wurde die Krankheit erstmals auch in Deutschland nachgewiesen. 2013 bestand Gefahr durch den Erreger H7N9. Auch im Herbst 2014 bestand wieder Gefahr wahrscheinlich durch Zugvögel aus Südasien ausgelöst.
Das Virus wird durch Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Kot übertragen. vgl. Zoonose.
Synonyme - Vogelgrippe
Viren
Viren gehören zu den kleinsten Lebewesen. Sie dringen in tierische und pflanzliche Zellen ein. Sie brauchen die Zellen die sie besetzen um sich zu ernähren und zu vermehren. Sie sind oft Erreger von Infektionskrankheiten. Beispiele für Viruserkrankungen sind Schweinepest und Maul- und Klauenseuche bei Nutztieren Schnupfen Masern Durchfallerkrankungen und auch AIDS bei Menschen. Da Viren alleine keinen Stoffwechsel betreiben können  sind sie keine Organismen im engeren Sinne.
Viren sind von Bakterien/Bazillen zu unterscheiden und nicht durch Antibiotika zu behandeln. Impfungen dagegen sind möglich.
Synonyme - Virus
Vieheinheit (VE)
Der Viehbestand eines Betriebes wird nach Vieheinheiten (VE) bzw. Großvieheinheiten (GV) beziffert (Bewertungsgesetz von 2000 in der Fassung von 2012).
Die Berechnung der VE erfolgt nach dem Futterbedarf. Bei den Großvieheinheiten (GV) wird hingegen das Lebendgewicht der Tiere zugrunde gelegt.
Der Maßstab der Vieheinheit führt zur Definition landwirtschaftlicher und gewerblicher Tierhaltung er spielt besonders bei der Bemessung der Steuerlast eine Rolle.
Demnach entsprechennach nach VE (Vieheinheiten):
  • Kühe Färsen und Mastrinder 1 0 VE;
  • Pferde (3 Jahre und älter) 1 1 VE;
  • Mastkälber = 0 2 VE;
  • Schafe (älter als ein Jahr) = 0 1 VE;
  • Zuchtschweine = 0 33 VE;
  • Mastschweine = 0 16 VE;
  • Läufer = 0 06 VE;
  • Legehennen = 0 02 VE;
  • Jungmasthühner = 0 0017 VE.
Nach GV (Großvieheinheiten):
  • Kalb 0 1 - 0 2 GV
  • Milchkuh 1 GV
  • Pferd 0 8 - 1 5 GV
  • Mastschwein = 0 12 GV
  • Ferkel 0 01 GV
Synonyme - VE
Viehbestand
Anzahl aller Tiere  landwirtschaftlicher Betriebe. Wird in Deutschland vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft  über Viehzählungen  erfasst und im Statistischen Jahrbuch veröffentlicht.
2013 gab es 12.4 Mio Rinder (darunter 4.2 Mio Milchkühe) 28.7 Mio Schweine 1 9 Mio Schafe 0.13 Mio Ziegen. 2012 gab es über 40 Mio Legeheennen beinahe 70 Mio Masthähnchen und -hühner und etwa 12 Mio Truthühner.
Siehe auch Überblick.
Synonyme - Viehbestand
Vertragslandwirtschaft
Vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Abnehmern z.B. Herstellern von Gemüsekonserven oder Tiefkühlkost.
Im Regelfall wird vereinbart dass der Landwirt eine bestimmte Menge eines Produktes in einer festgelegten Qualität die durch vorgeschriebene Anbaumaßnahmen garantiert ist zu einem bestimmten Termin liefern muss. Dafür verpflichtet sich der Vertragspartner zur Abnahme der Ware zu einem vorher vereinbarten Preis. Die Anbau- und Lieferverträge zwischen Landwirten und Unternehmern der Ernährungswirtschaft bieten häufig beiden Seiten Vorteile. Der Landwirt kann so seine Produkte sicher und zu einem festen Preis absetzen. Der Abnehmer hat die Garantie für bestimmte Mengen und festgelegte Qualität zu einem bestimmten Zeitpunkt. Siehe auch Warentermingeschäft.
Synonyme - Vertragslandwirtschaft
Verkaufserlös
Der erzielte Betrag für veräußerte Waren ohne Abzug von Kosten meist als geldwerter Ertrag je Einheit angegeben.
Beispiel: Anbau von 50 Hektar Weizen mit einem durchschnittlichen Ertrag pro Hektar von 70 Doppelzentnern:
50 Hektar x 70 Doppelzentner x xx € = Verkaufserlös.
Synonyme - Verkaufserlös
Veredlungsbetrieb
Betrieb der sich auf die Weiterverarbeitung pflanzlicher Produkte zu tierischen Nahrungsmitteln spezialisiert hat.
Darunter fallen Schweine- Geflügel- und Bullen- bzw. Kälbermastbetriebe sowie Legehennenbetriebe. Vgl. Betriebsform.
Synonyme - Veredlungsbetrieb
Veredlung
Im landwirtschaftlichen Bereich wird der Begriff Veredlung vor allem für die Erzeugung tierischer Produkte durch Verfütterung pflanzlicher Produkte verwendet. So wird das vom Acker oder Grünland gewonnene Futter zu tierischen Produkten wie Fleisch Eier und Milch umgewandelt (= veredelt). Bei der Veredlung werden mehr pflanzliche Kalorien eingesetzt als Kalorien bei den tierischen Produkten entstehen. Bei der Umwandung von  pflanzlichen in tierische Kalorien müssen z.B.  3 Kalorien  bei Schweinen   Milch   Eiern und 7 Kalorien bei Rindern zur Erzeugung einer Kalorie eingesetzt werden. Sehr günstig ist die Mast von Hühnern. Hier werden nur 1 7 kg Futter zur Erzeugung von 1kg Fleisch benötigt.
Weiter gibt es die Veredelung im Gartenbau. Obstbäume und Ziergehölze werden durch Aufbringen von Reisern mit dem Ziel „veredelt“ Edelobstsorten mit besseren Früchten oder gewünschte Blütenfarben und -formen zu bekommen.
Synonyme - Veredlung
Verdichtung
Verdichtung des Bodens entsteht vor allem durch zu hohen Druck bei feuchten Böden. Dadurch werden der Luft- und Wasserhaushalt und die Durchwurzelbarkeit des Bodens beeinträchtigt. Bodenverdichtung kann durch technische Maßnahmen z.B. Breitreifen/Doppelreifen und Befahren nur bei trockenem Boden verhindert werden. Durch tiefwurzelnde Pflanzen oder durch eine sogenannte Tieflockerung können Bodenverdichtungen wieder rückgängig gemacht werden.
Synonyme - Verdichtung

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