EinSichten in die Tierhaltung

Tierhaltung der Zukunft in einer Villa für Schweine

Wie die Tierhaltung der Zukunft aussehen könnte, zeigt in Berlin das Aedes Architekturforum. Ausgestellt sind dort die Entwürfe von Architekturstudenten für Schweineställe der Zukunft. Die Ergebnisse eines Wettbewerbs können noch bis zum 5. März 2020 besichtigt werden.

Seit das Interesse der Bevölkerung am Tierwohl zunimmt, stellen sich viele Verbraucher auch die Frage nach den Haltungsbedingungen von Nutztieren. Vor diesem Hintergrund hatten die Stiftung des Landwirtschaftsverlages Münster und das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft einen mit insgesamt 6.500 Euro dotierten Wettbewerb ausgeschrieben, für den sich Architekturstudenten Gedanken um die Schweineställe der Zukunft machen sollten.

Aufgabe war es, auf einer vorgegebenen Fläche einen landwirtschaftlichen Betrieb für artgerechte Haltung von 500 Mastschweinen, einem Schlachthaus und einem Hofladen zu entwerfen.

Der Siegerbeitrag, der jetzt zusammen mit weiteren Arbeiten im Aedes Architekturforum in Berlin zu besichtigen ist, stellt eine Siedlung von 21 Schweinevillen dar, in denen rund sechzig Sauen und etwa 600 Ferkeln Platz finden. Die anfallende Schweinegülle wird als Dünger für den Gemüseanbau zwischen den Villen genutzt. An zentraler Stelle steht ein Haupthaus mit Schlachtung und Hofladen.
Der Entwurf, der als zweiter Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist, kombiniert die konventionelle Stallhaltung mit der Freilandhaltung von Schweinen. Als Rückzugsbereich nutzen die Tiere modulare Schlafboxen, die an einem stationären Stall mit Auslaufbereich stehen. Diese Boxen lassen sich mit einem Radlader zu anderen Auslaufflächen oder zur Schlachtung befördern – weitgehend stressfrei für die Tiere.

Eine lobende Erwähnung fand ein Schwimmbad für Schweine. Der Entwurf kombiniert die Gruppenhaltung der Tiere mit einem Außenbereich, an dem eine Rampe in einen Schweinepool führt. Dass Schweine gut schwimmen können, wird nur selten thematisiert.

Sowohl die Initiatoren des Wettbewerbs als auch Landwirte zeigten sich beeindruckt von den architektonischen Konzepten für das Tierwohl abseits bekannter Standards.

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