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Kinder interessiert: Was ist "ausgewogene Ernährung"?

Dialog mit Experten auf der Schülerpressekonferenz zur Grünen Woche

Mehr als zweihundert Schulkinder hatten sich zur traditionellen i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der "Internationalen Grünen Woche" angemeldet. Thema war die Frage "Wann ist ein Frühstück klasse?", und der Dialog mit den Experten auf der Bühne vom "ErlebnisBauernhof" behandelte viele Details vom Getreide für das Brot über Milch als wichtiger Nahrungsbestandteil bis zum Zucker als Geschmacksträger. Gerald Dohme vom Deutschen Bauernverband, Dr. Sarah Methner von der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker und Bäckermeister Christian Mohr ließen keine Frage der Schulkinder unbeantwortet.

Immer wieder wollten die Jungen und Mädchen wissen: Was ist gesundes Essen? Die Experten machten deutlich, dass es kein ungesundes Essen gebe, sondern dass es darauf ankomme, sich ausgewogen und vielfältig zu ernähren. Dazu gehöre auch ausreichende Bewegung. Falsch sei es, wenn auf das Frühstück verzichtet werde, was bei jedem siebenten Schulkind der Fall sei. Zeit- oder Appetitmangel, die von Eltern genannten Gründe, sollten nicht als Entschuldigung dienen. Das Frühstück sei so bedeutsam, weil es Kindern wichtige Energie für den Schultag liefere.

Auch der Fleischkonsum und die damit in Verbindung stehende Tierhaltung interessierten die Kinder. Hier betonte Gerald Dohme, dass die Bauern mit ihren Tieren verantwortungsvoll umgehen. Er lud die Kinder ein, sich wenige Schritte weiter auf dem "ErlebnisBauernhof" selbst davon zu überzeugen wie Schweine und Rinder in der modernen Tierhaltung leben. Ausgewogener als manche Menschen würden die Tiere ernährt, hieß es auf dem Podium. Es gebe viel mehr übergewichtige Hunde und Katzen als falsch ernährte Nutztiere.

Zucker-Expertin Dr. Methner und Bäcker Christian Mohr stimmten überein, dass es im Kampf gegen Übergewicht falsch wäre, Marmelade, Schokolade oder andere süße Lebensmittel zu verteufeln. Vielmehr komme es auf die Kalorien an. Denn überall dort, wo Zucker durch andere Bestandteile ersetzt werde, würden deshalb die Kalorien nicht automatisch weniger werden.

Die i.m.a-Schülerpressekonferenz wurde auch von Journalisten professioneller Medien verfolgt. Ihnen gegenüber verdeutlichte Gerald Dohme, dass man es begrüßt hätte, "wenn der Berliner Schulsenat die Chance ergriffen hätte, auf diesem tollen Podium mitzudiskutieren." Bernd Schwintowski vom i.m.a e.V., der die Veranstaltung organisiert hatte: "Die Senatorin war eingeladen, aber weder sie noch ihr Vertreter zeigten Interesse am Dialog mit den Berliner Schulkindern."

 

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