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Studien und Analysen

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Ausblick statt Rückschau

Wie wird die Landwirtschaft der Zukunft aussehen und was sind die Herausforderungen, die in sechzig Jahren auf die Bauernfamilien zukommen? Dieser Blick in die Zukunft erscheint uns anlässlich des sechzigjährigen Bestehens des i.m.a e.V. interessanter als eine Rückschau auf die vergangenen sechs Jahrzehnte.

Bekannt ist: Immer mehr Menschen wissen immer weniger über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bauernfamilien. Waren es vor sechzig Jahren vor allem die Menschen in den Städten, die den Kontakt zur Landwirtschaft verloren hatten, so gilt das heute auch für Bevölkerungskreise, die auf dem Land leben.

Darum ist es immer wieder interessant zu erfahren, wie unsere Gesellschaft die Landwirtschaft erlebt und wie die Arbeit der Bauern und Bäuerinnen wahrgenommen wird. Schon seit vielen Jahren ergründet der i.m.a e.V. in regelmäßigen Abständen das "Image der deutschen Landwirtschaft". Im Auftrag des gemeinnützigen Vereins befragen dazu die Demoskopen von Kantar (Emnid) repräsentativ weite Kreise der Bevölkerung.

Anlässlich des i.m.a-Jubiläums 2020 haben wir den Blick in die Zukunft gerichtet. Wir wollten wissen, wie sich die Menschen die Zukunft der deutschen Landwirtschaft vorstellen. Dass die Befragungen stattgefunden haben, als die Beschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie Einfluss auf das Leben in Deutschland hatten, gibt manchen Aussagen eine ganz besondere Brisanz.


Inhaltsübersicht

« Landwirte denken in Generationen »

Joachim Rukwied, Landwirt aus Baden-Württemberg, Vorsitzender i.m.a e.V., Präsident Deutscher Bauernverband e.V.
Joachim Rukwied

Die Zukunft der Landwirtschaft ist für uns Landwirte mehr denn je ein Thema. Die veränderten Anforderungen der Gesellschaft und die Entscheidungen der Politik stellen den gesamten Berufsstand vor große Herausforderungen. In der Vermittlung dieses Veränderungsprozesses bildet der i.m.a. e.V. eine wichtige "Brücke zur Gesellschaft".

Der i.m.a e.V. ist sechzig Jahre alt - gegründet als"Brücke zur Stadt" in Hannover, später angesiedelt in Bonn und im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands nach Berlin übersiedelt. Die Aufgaben sind stets gleich geblieben: Die Aufklärung und Information über die Landwirtschaft, die Arbeit und das Leben der Bauernfamilien.


Zunächst ging es allgemein um Informationen für die Verbraucher, doch schon bald kam die Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche hinzu. Das ist bis heute die Kernkompetenz des Vereins. Das Jubiläum ist Anlass, einen Ausblick auf die Zukunft zu geben: Landwirte denken in Generationen und fühlen sich ihrer Tradition verpflichtet. Gleichzeitig schauen wir Landwirte vorwärts, sind innovativ und stellen sicher, dass wir unsere Mitmenschen mit hochwertigen Lebensmitteln versorgen.

In einer repräsentativen Studie zur "Zukunft der Landwirtschaft" wurde die Bevölkerung gefragt, wie sie sich die Landwirtschaft in sechzig Jahren vorstellt. Auf die Frage, was die Menschen von den Landwirten in der Zukunft erwarten und wie diese Erwartungen heute bereits erfüllt werden, antwortete eine überragende Mehrheit, dass die heimische Landwirtschaft ein unverzichtbarer Garant für die Versorgung der Bevölkerung auch in Krisenzeiten ist.

Die größte Herausforderung der Landwirte ist laut Umfrage der Klimawandel. Die Menschen befürchten, dass die Bewältigung Auswirkungen auf die Preisgestaltung haben wird. Der Wunsch nach regionalen Erzeugnissen ist groß. Die Befragten gaben mehrheitlich an, Fleisch aus Deutschland vorzuziehen, auch wenn dieses signifikant teurer als Importware wäre.

Der i.m.a e.V. wertet die Ergebnisse als positives Signal für die deutschen Bäuerinnen und Bauern und als klares Bekenntnis einer Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft. In diesem Sinne wünsche ich dem i.m.a e.V. weiterhin viel Erfolg bei seiner Informations- und Aufklärungsarbeit und danke für das großartige, langjährige Engagement.


Bildquellen

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Gemüse-Arrangement: AdobeStock_© magdalena
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Fleisch-Weltkarte: AdobeStock_© freshidea
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Gewächshaus-Roboter: AdobeStock_© sompong torn
Abendstimmung auf dem Feld: AdobeStock_© juanjo
Joachim Rukwied: DBV

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