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Die Krise zeigt, warum die Landwirtschaft unverzichtbar ist

Flüsse, deren Namen andernorts in Deutschland kaum bekannt sind, waren über Nacht zu reißenden Strömen geworden und hatten Landstriche überflutet, Häuser hinweggerissen, Infrastruktur vernichtet und Menschen getötet. Nicht nur in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, sondern auch in anderen Bundesländern von Bayern bis Sachsen.

Aus nicht betroffenen Regionen in der Nachbarschaft waren Landwirte in die Krisengebiete gefahren, um zu helfen. Über Nacht hatten sie mitten in der Erntezeit ihre Arbeit liegengelassen, um mit ihren großen Maschinen Rettungswege nutzbar zu machen, Tote zu bergen, Trümmer zu beseitigen. Daheim leisteten derweil Berufskollegen Überstunden, um auf den Feldern der Helfer die Ernte einzubringen, die derzeit Hauptsaison hat.

Die Felder der Landwirte in den Krisenregionen waren nicht mehr zu retten. Während die Trümmer eines Hauses abgeräumt und ein neues Gebäude errichtet werden kann, lässt sich der durch Schlamm und Unrat belastete Ackerboden nicht einfach austauschen. Bis dort wieder Pflanzen wachsen und Nahrungsmittel erzeugt werden können, werden viele Jahre vergehen. Und fortgeschwemmter Boden ist ohnehin unwiederbringlich verloren. 430 Millionen Euro beträgt der Flutschaden allein in der Landwirtschaft, hat Bauernpräsident und i.m.a-Vorsitzender Joachim Rukwied geschätzt.

Er lobte zugleich die „ungeheure Solidarität und Hilfsbereitschaft“ der Bauernfamilien, die Tiere aus betroffenen Regionen aufgenommen und Futterbörsen eingerichtet haben. Dass Verbraucher keine Engpässe bei Nahrungsmitteln befürchten müssen, ist ein Verdienst der Landwirtschaft allgemein. Die Bevölkerung vertraut darauf seit vielen Jahren, wie immer wieder i.m.a-Umfragen bestätigen. Für 87 Prozent der Bundesbürger ist die Landwirtschaft darum unverzichtbar. Die rasche Hilfe der Landwirte in dieser Katastrophe hat nicht nur einen weiteren Grund für ihre Unentbehrlichkeit geliefert, sondern auch das i.m.a-Motto „Landwirtschaft dient allen“ einmal mehr unter Beweis gestellt.

Wer den Landwirten unter den Flutopfern helfen möchte, kann hier spenden:

Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes e.V.
Volksbank Köln-Bonn
IBAN: DE57 3806 0186 1700 3490 43
BIC: GENODED1BRS
Stichwort: Hochwasserhilfe Juli 2021

 

 

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