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Landwirtschaft ohne bayerische Leistungsschau

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter haben nicht nur das weltberühmte Oktoberfest abgesagt. Wegen der Covid-19-Pandemie muss auch das zeitgleich geplante Zentral-Landwirtschaftsfest ausfallen. Das hat inzwischen auch der Bayerische Bauernverband bestätigt, der Ausrichter der landwirtschaftlichen Leistungsschau ist.

Söder und Reiter hatten entschieden, wegen der unkalkulierbaren Ausbreitungsgefahr des Virus durch Großveranstaltungen, dass das Oktoberfest und ähnliche Feste in ganz Bayern in diesem Jahr nicht stattfinden dürfen. Und „wenn das Oktoberfest nicht stattfindet, kann es auch das Zentral-Landwirtschaftsfest nicht geben“, hatte Reiter erklärt.

Der bayerische Bauerpräsident Walter Heidl bedauerte die Absage vom Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF). Er zeigte jedoch auch Verständnis für die Entscheidung: „Die Gesundheit geht vor“, sagte er in München. Zugleich erinnerte Heidl an die Bedeutung der Veranstaltung. Das ZLF findet seit mehr als zweihundert Jahren alle vier Jahre am Rande des Oktoberfestes statt. „Unter den rund 300.000 Besuchern kommt rund ein Drittel aus dem städtischen Raum“, erläuterte Heidl. Diese Zielgruppen seien für die landwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit von besonderer Bedeutung. Darum, so Heidl weiter, komme es jetzt darauf an, die Verbraucher auf anderen Wegen darüber zu informieren, „wie die Landwirtschaft arbeitet, wie Nahrungsmittel erzeugt werden und wie wichtig es ist, die regionale Versorgung zu sichern“.

Auch der i.m.a e.V. bedauert die Absage des Zentral-Landwirtschaftsfestes. Diesmal wollte man sich erneut an der Seite der bayerischen Landfrauen präsentieren und über die Erzeugung unserer Nahrungsmittel informieren. Als jedoch deutlich wurde, dass immer mehr Publikumsveranstaltungen wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt werden mussten, hatte der Verein beschlossen, alle seine Beteiligungen an Messen, Kongressen und Tagungen für dieses Jahr abzusagen; darunter auch seinen Auftritt beim ZLF.

Die erste Veranstaltung mit i.m.a-Beteiligung, die in diesem Jahr abgesagt werden musste, war die „didacta“. Die größte europäische Bildungsmesse war ursprünglich für Ende März in Stuttgart geplant. Die Messe findet im Jahresrhythmus in drei deutschen Städten statt; nach Stuttgart wären Hannover und Köln die nächsten Standorte gewesen. Inzwischen steht fest, dass die „didacta“ nun im kommenden Jahr in Stuttgart stattfinden soll. Damit verschiebt sich der Rhythmus der Messeorte um ein Jahr.

Ob das Zentral-Landwirtschaftsfest auch nur um ein Jahr verschoben werden und dann 2021 wieder begleitend zum Oktoberfest in München stattfinden kann, ist momentan noch unklar.

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