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Rukwied: "Ernährungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit"

Der deutsche Bauernpräsident, Joachim Rukwied, hat die Versorgungssicherheit bei Lebensmitteln angemahnt. Anlässlich der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche in Berlin sagte er: „Jetzt gilt es, das Thema Versorgungssicherheit nicht nur bei Energie, sondern auch bei Lebensmitteln endlich strategisch anzugehen. Stabile Lieferketten und die Verfügbarkeit von Düngemitteln sind dabei unerlässlich.“

Der Krieg in der Ukraine habe gezeigt, wie abhängig man von sicheren Versorgungswegen bei Nahrungs- und Lebensmitteln sei. „Ernährungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit“, so Rukwied, der auch Vorsitzender des i.m.a e.V. ist.

Wie eine repräsentative Umfrage des i.m.a e.V. verdeutlicht hat, vertraut die Bevölkerung der Leistungsfähigkeit ihrer Landwirtschaft. 56 Prozent der Bundesbürger sind davon überzeugt, dass die Ernährungssicherheit auch in Krisenzeiten durch die Landwirtschaft in Deutschland gewährleistet wird.

Die Bauernfamilien seien sich ihrer Verantwortung bewusst, betonte Rukwied - auch beim Klima- und Naturschutz oder dem Erhalt der Artenvielfalt. Darum habe man sich auf der Grünen Woche auch unter dem Motto „Klima schützen, Artenvielfalt erhalten, Ernährung sichern“ versammelt.

Es komme aber auch darauf an, dass die Rahmenbedingungen und Vorgaben stimmen, unter denen die Bauernfamilien wirtschaften, betonte Rukwied. Hier sieht er zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz bedroht, wenn die Lebensmittelproduktion in Drittländer verlagert würde, in denen „unter weit geringeren Standards gewirtschaftet werde als in Deutschland und Europa“. Darum, so der Bauernpräsident, müsse die Politik mit mehr „Pragmatismus und Augenmaß“ handeln und dabei die Bedürfnisse der Menschen in der Landwirtschaft nicht aus den Augen verlieren.

 

 

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