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Begriff Definition
EU-Generalkommission Landwirtschaft
Die Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Kommission hat ihren Sitz in Brüssel und untersteht Kommissionsmitglied Dacian Ciolos. Unter der Leitung von Generaldirektor Jerzy Bogdan Plewa und mit einem Stab von etwa 1000 Mitarbeitern ist sie für die Agrarpolitik und die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums zuständig. Letztere wird in Verbindung mit den anderen an der Strukturpolitik beteiligten Generaldirektionen durchgeführt. Die GD Landwirtschaft und ländliche Entwicklung besteht aus 13 Direktionen die sich mit allen Aspekten der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) beschäftigen - d.h. von der Marktorganisation über ländliche Entwicklungspolitik Finanzangelegenheiten bis hin zu Agrarfragen im internationalen Bereich.
Synonyme - EU-Generalkommission Landwirtschaft
Europäische Union (EU)
Zusammenschluss von aktuell 28 europäischen Ländern. Zu Belgien Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Griechenland Großbritannien Irland Italien Luxemburg Niederlande Österreich Portugal Schweden und Spanien kamen am 1.5.2004: Estland Lettland Litauen Polen Tschechien Slowakei Ungarn Slowenien Zypern und Malta am 1.1.2007 Rumänien und Bulgarien und am 1.7.2013 Kroatien  dazu.
Geschichte der EU
1951 wurde die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion) durch Belgien die Bundesrepublik Deutschland Frankreich Italien Luxemburg und die Niederlande gegründet 1957 in den Römischen Verträgen die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und die Europäische Atom-Gemeinschaft. Ein Jahr später  wurde die Gemeinsame Agrarpolitik beschlossen.  Ziel der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) war die schrittweise Verschmelzung der beteiligten Volkswirtschaften durch die Errichtung eines gemeinsamen Marktes und die Annäherung der nationalen Wirtschaftspolitiken. Ziele der landwirtschaftlichen Marktordnung waren Steigerung der Produktivität der Landwirtschaft ein angemessenes Einkommen für den einzelnen Landwirt Stabilisierung der Märkte Sicherstellung der Versorgung und angemessene Verbraucherpreise. 
1986 wurde die Schaffung des Europäischen Binnenmarktes beschlossen und 1991 in Maastricht der Vertrag über die Europäische Union mit dem Ziel einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und einer Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres.  – Eine Verfassung der EU wurde zwar am 29.10. 2004 beschlossen   jedoch nicht ratifiziert.
Stattdessen wurden im Sommer 2007 in Lissabon Neuregelungen beschlossen. Sie sind am 1. Dezember 2009 in Kraft getreten. Ein Präsident leitet für 2 ½ Jahre den Europäischen Rat.  Weiter wechseln alle halbe Jahre die Mitgliedsländer den Vorsitz. Es gibt einen „Hohen Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik“.  Die Zahl der Kommissare sollte von 27 auf 15 reduziert werden was aber nicht vollzogen wird. Ab 2014 sollen  bei Abstimmungen im Ministerrat mindestens 55 % der Staaten mit 65 % der Bevölkerung Beschlüssen zustimmen.  
Außerdem ist künftig der Austritt aus der EU möglich werden die Beitrittskriterien verschärft und haben die Bürger  die Möglichkeit eines Bürgerbegehrens.
Eine Europäische Zentralbank wurde 1998 in Frankfurt gegründet und bereitete zusammen mit den  teilnehmenden Staaten die Einführung einer einheitlichen Währung (Euro) vor. Seit dem 1. Januar 1999 nehmen Belgien Deutschland Finnland Frankreich Italien Irland Luxemburg Niederlande Österreich Portugal und Spanien an der Währungsunion teil in die 2000 auch Griechenland einbezogen wurde. Die zunächst teilnehmenden 11 Staaten mussten Konvergenzkriterien  erfüllen. Für Griechenland wurden die Kriterien später wohl auch durch „geschönte“ Zahlen als erfüllt angesehen.  Am 1.1.2002 wurden Euro-Geldscheine und Euro-Münzen ausgegeben. Seit 1.7.2002 ist der Euro einzig gültiges gesetzliches Zahlungsmittel in den Euro-Staaten zu denen ab  1. Januar 2007 auch Slowenien   ab 1. Januar 2008 Malta und Zypern ab 1. Januar 2009 die Slowakei ab 1. Januar 2011  Estland ab  1.1.2014 Lettland und ab   1.1.2015 auch Litauen gehören.
Gremien der EU
Organe der EU:
Das Europäische Parlament hat  751  Mitglieder die alle 5 Jahre in den Mitgliedsländern gewählt werden.   Es hat zusammen mit dem Ministerrat volle Mitwirkungsrechte bei der Gesetzgebung (Richtlinien Verordnungen). Auch der Haushalt bedarf des Beschlusses des Parlaments. Das Parlament übt die Kontrolle über die Europäische Kommission aus und wählt auf Vorschlag des Europäischen Rates  den Präsidenten der Europäischen Kommission. Es kann keine Gesetzvorschläge einbringen.
 Der Europäische Rat bestehend aus den Regierungschefs bzw. Präsidenten legt unter Leitung des Präsidenten des Rates die politischen Ziele der EU fest.
Der EU-Ministerrat in dem die jeweiligen Fachminister – in Agrarfragen also die für Landwirtschaft zuständigen Minister der Mitgliedsländer – Entscheidungen treffen. Ab 1.11.2014 wird der Ire Phil Hogan neuer Agrarkommissar.
Die seit 1967 bestehende Europäische Kommission (EU-Kommission) ist zuständig für die Ausarbeitung von Vorschlägen und zugleich ausführendes und kontrollierendes Organ. Die einzelnen Maßnahmen werden dann von den Mitgliedsländern durchgeführt.
Der Europäische Gerichtshof gegründet 1972 für die Montanunion entscheidet über Vertragsverletzungen Untätigkeit Auslegungen des Gemeinschaftsrechts und Schadensersatzklagen.
Der Europäische Rechnungshof kontrolliert seit 1975 die Rechts- und Ordnungsmäßigkeit aller Einnahmen und Ausgaben.
In der Eurozone kam es 2010 zu einer Währungskrise in Griechenland dann auch in Irland. Auch Italien Spanien und Portugal und selbst Frankreich sind/waren gefährdet. Die EU hat mit Unterstützung des Weltwährungsfonds einen 'Rettungsschirm' aufgespannt um eine starke Krise oder gar den Verfall der Euro-Währung zu verhindern. Im Juli  2011 wurde erstmals in einer Notaktion von Europäischem Rat Europäischer Zentralbank Weltwährungsfond und auch den Banken die Insolvenz Griechenlands verhindert.  2013 musste ein Währungsschnitt auf Zypern durchgeführt werden bei dem erstmals Banken und Einleger Geld verloren. Die Krise dauert weiter an (Februar 2014).
Haushalt der EU
Insgesamt stehen für die Agrarförderung in Deutschland von 2014 bis 2020 jährlich rund 6 2 Milliarden Euro an EU-Mitteln zur Verfügung. Die EU-Förderung verteilt sich auf zwei Säulen die Direktzahlungen für die Betriebe die jetzt etwa 40 % des Einkommens der Betriebe ausmachen und die Förderung von ländlichem Raum und Umwelt.

Siehe auch GAP Gemeinsame Agrarpolitik.
Synonyme - EU
EuroTier
Die EuroTier in Hannover ist die weltgrößte Fachausstellung für Tierhaltung und -management.
Sie wird seit 1993 von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft ausgerichtet.
Synonyme - EuroTier
Euter
Milchbildende Drüse bei Säugetieren. Der Euter hat Zitzen deren Zahl bei den einzelnen Tierarten sehr unterschiedlich ist.
An den vier Zitzen (bei Kuh) bzw. 2 Zitzen (bei Ziege und Schaf) saugen entweder die Jungen oder die Milch wird gemolken was heute bei Kühen in der Regel durch Melkmaschinen geschieht (Melken Milch). Das Bild zeigt das Anlegen der Melkbecher.
Synonyme - Euter
Export Exporterstattungen
Die Ausfuhr land- und ernährungswirtschaftlicher Güter wird auch oft als „Agrarexport“ bezeichnet.
Die Bundesrepublik Deutschland ist zwar per Saldo ein Agrarimportland doch ist die Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte d.h. von Nahrungs- und Genussmitteln in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Im Jahr 2012 wurden landwirtschaftliche Produkte im Wert von 62 9 Mrd. € exportiert vor allem Qualitätsprodukte wie hochwertige Veredelungserzeugnisse z.B. Fleisch unf Fleischerzeugnisse Milch und Milcherzeugnisse. Wie auch bei den anderen deutschen Exportwaren wird der größte Teil in die EU exportiert.
EU-Exporterstattungen dienten dazu den Preisunterschied zwischen dem EU-Binnenmarkt und dem Weltmarkt auszugleichen um so die Erzeugnisse der Union wettbewerbsfähiger zu machen. Der EU wurde deshalb in der Vergangenheit vorgeworfen durch ihre Erstattungspolitik die Entwicklungsländer mit ihren Agrarprodukten zu überschwemmen. Tatsächlich wurden in den 1980er-Jahren beträchtliche Mittel dafür aufgewendet - sie entsprachen rund einem Drittel des Agrarhaushalts. Ab 1989 setzte dann ein stetiger Abbau dieser Gelder ein. Mittlerweile ist die Union Nettoimporteur von Agrarprodukten und durch zahlreiche Präferenzabkommen der bei Weitem offenste Markt für den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus den Entwicklungsländern (siehe Import).
Deutschland war auch 2012  der drittgrößte Exporteur von Agrargütern weltweit. 
Im Rahmen der WTO-Verhandlungen hat die EU angeboten die Exporterstattungen für Agrarprodukte bis 2013 (auf Gegenseitigkeit basierend) gänzlich auslaufen zu lassen.
Siehe auch Überblick.
Synonyme - Export Exporterstattungen
Extensivierung
Verminderung der landwirtschaftlichen Produktion (Gegensatz: Intensivierung).
1989 verabschiedete die EU ein Extensivierungsprogramm das landwirtschaftliche Überschüsse abbauen und umweltfreundliches Wirtschaften fördern sollte. Die Extensivierung kann beispielsweise durch einen reduzierten Einsatz von Mineraldünger und Pflanzenschutzmitteln oder durch Maßnahmen des ökologischen Landbaus erreicht werden. Die GAP fördert umweltfreundliches Wirtschaften Extensivierung spielt dabei heute eine etwas geringere Rolle.
Auch Programme einzelner Bundesländer wie etwa das Ackerrandstreifenprogramm oder Programme zum Schutz von Streuobstwiesen oder Feuchtwiesen sind in diesem Zusammenhang zu nennen.
Ab 2015 müssen alle Landwirte die die Betriebsprämie beantragen die sog. Greening-Anforderungen erfüllen. Dazu gehört eine Vielfalt der Fruchtarten auf den Ackerflächen die Erhaltung von Dauergrünland  und eine Bewirtschaftung von mindestens  5% der Ackerflächen  mit besonderem Umweltnutzen.  Die Nichteinhaltung der Greening - Bedingungen  kann mit Kürzung der Prämie bestraft werden.
Synonyme - Extensivierung

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