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Marktwirtschaft

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Begriff Definition
Marktwirtschaft
Wirtschaftsordnung bei der Wettbewerb (Konkurrenz) d.h. Angebot und Nachfrage Preis und Menge bestimmen.
Dieses liberale gewissermaßen „natürliche“ Modell hat vor allem im 19. und auch 20. Jh. zu schweren Wirtschaftskrisen geführt. Davon war auch die Landwirtschaft betroffen. So gab es in Deutschland seit 1878 für die Landwirtschaft die ersten Marktregulierungen zu deren Schutz. Später setzten sich ähnliche Eingriffe in allen entwickelten Ländern durch.
In Deutschland wurde am Beginn der Bundesrepublik die soziale Marktwirtschaft entwickelt. Mit regulierenden Maßnahmen sollten  Wohlstand und Schutz für alle Menschen  erreicht werden was auch  weitgehend erreicht wurde. Auch in der EU wurde – zum Schutz von Verbrauchern und Landwirtschaft – der Markt reguliert. Für den Bereich der Landwirtschaft werden jetzt die Eingriffe verringert (Agenda 2000 Agrarpolitik Betriebsprämie GAP Entkoppelung Marktordnung).
Die  wirtschaftlichen Maßnahmen der EU haben meist Marktwirtschaft -  das heißt  möglichst gleiche Chancen für alle Marktteilnehmer - als Ziel. Auch im Prozess der Globalisierung wird  stark auf Marktmechanismen gesetzt.
Manche Vertreter der Marktwirtschaft - vor allem die sog. Neo-Liberalen - wollen möglichst alle wirtschaftlichen Prozesse durch den Markt reguliert haben und kritisieren  die Eingriffe der sozialen Marktwirtschaft (Deregulierung).
Synonyme: Marktwirtschaft

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