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Begriff Definition
Herdbuchzuchtbetrieb
Landwirtschaftlicher Betrieb der einem Zuchtverband angeschlossen ist. Zielsetzung dieser Zusammenschlüsse ist es die Leistungen der Rasse über züchterische Maßnahmen zu steigern. Zuchtverbände legen die für alle Mitglieder verbindlichen Zuchtziele der jeweiligen Rassen fest und überprüfen diese.
Synonyme - Herdbuchzuchtbetrieb
Herkunfts- und Informationssystem Tier (HIT)
Seit dem 26. September 1999 werden  alle Rinder in Deutschland gemäß  Viehverkehrsverordnung erfasst und  in einer elektronischen Datenbank zentral registriert. Die Datenbank ist Teil des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere das in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union gilt. Ziel ist den Markt für Rindfleisch durch verbesserte Transparenz der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen zu stabilisieren.
Daneben dient die Datenbank der Bekämpfung von Tierseuchen dem Handel dem Verbraucherschutz und hilft bei der Ausstellung des Rinderpasses.
Neben der Geburt ist jeder Zugang jeder Abgang der Tod oder die Schlachtung eines Rindes zu melden. Bei Geburt eines  Kalbes erhält dieses zwei identische Ohrmarken. Bei der Schlachtung erhält jedes Tier eine auf die Ohrmarkennummer bezogene Schlachtnummer.  Anhand dieses Systems lässt sich ein Fleischstück von der Ladentheke bis hin zum einzelnen Tier zurückverfolgen.
Inzwischen gibt es auch Datenbanken für Schweine Schafe und Ziegen.
Synonyme - HIT
Herkunftssicherung
Wichtige Maßnahme der Vieh- und Fleischwirtschaft um weitgehend lückenlos den Weg des Fleisches und auch der Eier vom Laden zurück zur Herkunft des Tieres verfolgen zu können. Auf deutschen Produkten wird dem Verbraucher die Herkunft durch die Kennzeichnung D/D/D deutlich gemacht. Diese Kürzel stehen für D = Geburt in Deutschland / D = Aufzucht in Deutschland / D = Schlachtung in Deutschland.
Die Herkunftssicherung ist ein Teil der EU-Bestrebungen die Herkunft von Rindfleisch bis zum Herkunftsbetrieb der Schlachtrinder zurückverfolgen zu können. Diese Transparenz dient dem Verbraucherschutz. Die Herkunftssicherung beginnt mit der Kennzeichnung und Registrierung der Rinder beim Herkunfts- und Informationssystem Tier (HIT) und ist inzwischen auf Schweine Schafe und Ziegen ausgeweitet worden.
Synonyme - Herkunftssicherung
Heu
Durch Trocknen haltbar gemachtes Grünfutter.
Es wird im Winter zur Fütterung von Wiederkäuern und Pferden eingesetzt.
Geerntet werden Wiesen mit Gras und Wiesenkräutern aber auch Ackerflächen mit Raps Grünroggen Klee und Luzerne. Wiesen werden ein bis fünf Mal pro Jahr geschnitten. In der Regel wird nur der erste Schnitt als Heu bezeichnet alle folgenden heißen Grummet. Mähmaschinen werden von einem Traktor gezogen. Mit Heuwendemaschinen wird das Mähgut mehrfach gewendet. damit es von der Sonne von allen Seiten getrocknet werden kann. Anschließend wird es auf Schwad (in Reihen) gelegt und zu Ballen gepresst.
Synonyme - Heu
Höchstbesatzdichte
Anzahl der prämienberechtigten Tiere je Hektar.
Synonyme - Höchstbesatzdichte
Höchstmengen
Höchstmengen für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Schwermetallen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. Sie  werden in ppm (parts per million) angegeben und geben die gesetzlich maximal zulässigen Gehalte von unerwünschten schädlichen oder giftigen Stoffen in tierischer und pflanzlicher Nahrung wieder. Sie werden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Einbeziehung eines Sicherheitsfaktors (meist der wissenschaftlich als unbedenklich erkannte Wert geteilt durch 100) festgelegt.
Synonyme - Höchstmengen
Hofnachfolge
In Familienbetrieben in denen in der Regel Betriebsinhaber/in und Ehegatte/in  und auch deren Kinder (zumindest teilweise) (mit)arbeiten stellt sich das Problem der Hofnachfolge.
Historisch gab es – vor allem in Norddeutschland – das Anerbenrecht (ein Hoferbe/in) während in Süddeutschland die Realteilung (gleiche Verteilung an alle erbberechtigten Kinder) vorherrschte. Siehe auch Agrarstruktur.
Heute ergibt sich für Landwirte mit einem Familienbetrieb die Frage ob der Betrieb nach dem Ausscheiden des bisherigen Betriebsinhabers weitergeführt werden soll bzw kann. Die Frage der Hofnachfolge stellt sich nicht wenn der Betrieb nicht weitergeführt wird; dann tritt die „normale“ Erbfolge – wie früher bei der Realteilung - ein.
Soll und kann der Betrieb weitergeführt werden kann nur ein/e  Sohn/Tochter die Nachfolge übernehmen was im Zweifelsfalle entschieden werden muss. Der/die Hofnachfolger/in muss den Geschwistern oder deren Nachkommen in einem bestimmten Zeitraum nach Übernahme des Hofes einen Erbanteil zahlen der in der Regel so bemessen ist dass der Bestand des Betriebes nicht gefährdet wird. Außerdem haben die ausgeschiedenen Eltern (Altenteiler) bestmmte Rechte. Die Regelungen sind nicht in allen Bundesländern einheitlich. Es gibt sogar innerhalb einiger  Bundesländer unterschiedliche Regelungen.
Heute stellt sich immer häufiger die Frage ob überhaupt ein Kind Hofnachfolger werden will. Bei etwa 70% der Betriebe ist die Nachfolge noch nicht klar. So gibt es heute auch Hofübernahmen von interessterten Existenzgründern z.T. mit großer Zufriedenheit beider Teile.
Synonyme - Hofnachfolge
Huhn
Vorfahren
Das Haushuhn ist eine Zuchtform des Bankivahuhns eines Wildhuhns das in Malaysia Indien und China beheimatet ist. In vielen asiatischen Ländern lebt das Bankivahuhn heute noch in freier Wildbahn. Erst mit den Römern fand das Haushuhn eine größere Verbreitung in Europa. Sie begannen die Hühner im großen Stil als Eier- und Fleischlieferanten zu züchten.
Hühner-Rassen
Insgesamt existieren etwa 200 Hühnerrassen. Es gibt  drei Grundformen den Bankiva-Typ den Malayen-Typ und den Cochin-Typ. Als Legehennen werden weiße oder braune Hybridformen genutzt. Deren Elterntiere  durch Kreuzung ausgewählter Zuchtlinien mit den gewünschten Eigenschaften entstanden sind..
Biologie
Das Haushuhn gehört zur Klasse der Vögel sowie zur Familie der Fasanenartigen. Je nach Rasse wiegt das Haushuhn etwa 1 5 bis 5 Kilogramm. Charakteristisch ist der rote Kamm der bei der Henne wesentlich kleiner ist als beim Hahn. Markant ist zudem auch der sichelförmige Schwanz des Hahns. Die Läufe der Tiere haben meist keine Federn. Meist haben Hühner nur 4 Zehen drei Zehen sind nach vorne gerichtet die vierte nach hinten. In der Mauser wechselt das Huhn einmal jährlich sein Federkleid. Die Unbeweglichkeit der Augen zwingt das Huhn dazu seine Umgebung durch schnelle Bewegungen des Kopfes wahrzunehmen. Eine Legehenne legt etwa 300 Eier pro Jahr. - Der Eierverbrauch 2014 in Deutschland betrug 221 Stück.
Haltung
Seit 2009 ist die Käfighaltung die bis dahin den höchsten Anteil hatte  in Deutschland verboten.  Für alle anderen EU-Länder gilt das Verbot erst seit 1.1.2012 wobei dieses Datum nicht immer gleich eingehalten wurde (siehe auch den folgenden Artikel Hühnerhaltung).
Bodenhaltung ist in Deutschland mit 64 % besonders verbreitet. Sie erfolgt im Stall. In Bodenhaltung können bis zu neun Hennen pro Quadratmeter gehalten werden. So stehen einer Henne  1100 Quadratzentimeter Stallfläche zu. Die Stallfläche muss  Sitzstangen und Legenestern haben.  1/3 der Fläche muss mit Einstreu z.B  Sand oder Holzspänen zum Scharren der Hühner ausgestattet sein. Damit die Tiere nicht ihren eigenen Kot fressen ist in der Regel  unter der restlichen  Fläche eine Kotgrube   überdeckt mit Latten- oder Gitterrost..  6000 Hennen können ohne räumliche Trennung in einem Stall gehalten werd
In der Freilandhaltung (14 6 %) haben die Hühner neben dem Stall tagsüber Zugang zu einem möglichst bewachsenen Auslauf von 4 m²  für jedes Tier. 
Bei der ökologischen Haltung (8 2 %) dürfen pro Stall nicht mehr als 3000 Legehennen gehalten werden. Nur  6 Hennen pro Quadratmeter Stallfläche sind erlaubt.  Außerdem muss jedes Tier 18 cm Sitzstange haben.  Freilandhaltung  ist vorgeschrieben.   Die Fütterung der Hennen sollte nur mit ökologischem möglichst betriebseigenem Futter die  Behandlung der Hennen. im Krankheitsfall nur mit Naturheilmitteln erfolgen
Bei der Kleingruppenhaltung (13 2%) werden die Legehennen in  kleinen Gruppen von bis zu. 65 Tieren  gehalten was gegenüber anderen Haltungsformen den Vorteil hat dass die Hühner die anderen  Hühner wiedererkennen können. Permanent muss eine Fläche von mindestens 800 Quadratzentimetern pro Tier zur Verfügung stehen.  Die Haltung erfolgt auf verschiedenen Ebenen deren Höhe vorgeschrieben ist. Ein Einstreubereich   Nester  und Sitzstangen in zwei Höhen müssen  zur Verfügung stehen.
Die Volierenhaltung entspricht der Bodenhaltung findet aber auf mehreren Ebenen. statt. Die Volieren haben bis zu vier Ebenen die als Lauf- und Ruheflächen  mit Tränke- und Fütterungseinrichtungen eingerichtet sind.  Innen muss die Voliere über Sitzstangen Nester und Scharrflächen verfügen. Bei diesem System leben kleine Gruppen die sich untereinander kennen auf jeder Etage. Maximal dürfen 18 Hühner pro Quadratmeter Stallfläche gehalten werden. 
Volieren sind meist hochmechanisierte Systeme die mit breiten Transportbändern zur Kotbeseitigung  und einer automatisierten Fütterungsanlage ausgestattet sind.
Legehennen erhalten Futter in Mehlform aus Mischungen die den unterschiedlichen Phasen angepasst werden.
Für Masthähnchen ist Bodenhaltung die Regel.
Hühner-Regionen
Regionale Schwerpunkte der Legehennenhaltung in Deutschland sind die Regionen Vechta-Cloppenburg in Nordwestdeutschland sowie Mecklenburg-Vorpommern.
Huhn und mehr
Hühner liefern Eier und Fleisch. Der Verbrauch von Eiern in Deutschland lag 2014 bei 221 Eiern pro Person. Eier sind leicht verdaulich und enthalten viele Nährstoffe. Das Hähnchenfleisch erfreut sich beim Verbraucher zunehmender Beliebtheit da es sehr mager ist.
Begriffe
Hahn: männliches Tier
Huhn: Oberbegriff
Henne: Bezeichnung für weibliches Tier
Glucke: Bezeichnung für brütende Henne bzw. Henne mit Küken
Küken: Tiere bis zum Alter von 8 Wochen
Junghenne: weibliches Tier im Alter von 9 Wochen bis zum Einsetzen der Legereife (20 Wochen)

Informationsmaterial: 3 Minuten-Info zum Huhn des i.m.a e.V.
Synonyme - Huhn
Hühnerhaltung
Bei den Haltungsformen wird unterschieden zwischen
  • Ökohaltung
  • Freilandhaltung
  • Bodenhaltung (in Hallen)
  • Haltung in Käfigen / Kleingruppen / Volieren.
Legehennen wurden in Deutschland bis vor wenigen Jahren zu etwa 90 % in Käfigen gehalten.  Das Bundesverfassungsgericht hat im Sommer 1999 ein Urteil gefällt das für jedes „Käfighuhn“ eine größere Fläche vorschreibt. Der Tierschutz bekam in dieser Frage Verfassungsrang und wurde auch 2002 ins Grundgesetz aufgenommen.
In der EU sind Legebatterien seit 2012 verboten  in Deutschland  bereits seit 2009. Wahrscheinlich werden immer noch  Konsumeier eingeführt die  aus Käfighaltung stammen und bei der Herstellung von Backwaren Nudeln usw. verwendet werden. Sie sind aber nicht im Handel erhältlich.
Die Produktion von Eiern in der deutschen Landwirtschaft war ab 2009 (Käfigverbot) zunächst stark rückläufig von 75 % des Bedarfs bis auf unter 60 %. Die Produktion erfolgte zunehmend im benachbarten Ausland z.T. in Käfigen die in Deutschland nicht mehr zugelassen waren. Inzwischen ist die Produktion wieder steigend.
Bei den Verbrauchern besteht ein Widerspruch zwischen dem Anspruch preisgünstig Hühnerfleisch/Eier zu kaufen und der Wahrung tierschützerischer Forderungen die mit höheren Preisen verbunden sind.
Die Herkunft der Eier sowie die Haltungsform sind am Stempel zu erkennen:
Für die Haltungsform gelten folgende Ziffern:
  • 0 = Ökohaltung 
  • 1 = Freilandhaltung
  • 2 = Bodenhaltung
  • 3 = Käfighaltung (Kleingruppe bzw. Voliere)
Die Bilder zeigen Freilandhaltung Bodenhaltung und frühere Käfighaltung. Siehe auch Huhn
Synonyme - Hühnerhaltung
Hühnerrassen
Insgesamt existieren etwa 200 Hühnerrassen die in drei Grundformen den Bankiva-Typ den Malayen-Typ und den Cochin-Typ unterteilt werden. Das Haushuhn stammt vom Bankiva-Huhn ab das heute noch in einigen asiatischen Ländern in freier Wildbahn lebt.
Man unterscheidet drei Rasse-Typen: leichte Legerassen (z.B. Weiße Leghorn) die sich durch eine sehr hohe Legeleistung auszeichnen aber für die Mast nicht geeignet sind weil sie nur sehr wenig Fleisch ansetzen. Mittelschwere Zweinutzungsrassen (z.B. Rhodeländer New Hampshire)   die durch Kreuzung leichter und schwerer Rassen entstanden sind haben sowohl eine gute Legeleistung als auch ein relativ hohes Körpergewicht.  Schwere Rassen wachsen sehr rasch sind aber spät geschlechtsreif und legen nur wenige und kleine Eier.
Als Legehennen werden weiße oder braune Hybridformen genutzt.
Synonyme - Hühnerrassen
Hülsenfrüchte Synonyme - Hülsenfrüchte
Humus
Organische Stoffe im und auf dem Boden.
Der Boden ist ständig im Auf- Um- und Abbau. Daran sind nicht nur größere und  kleinere Lebewesen beteiligt sondern auch tote Tiere und verrottende Pflanzen und vor allem Bakterien. Ackerböden haben im Regelfalle 2 bis 3 % Humusanteil. Bei Grünland und Gartenböden kann der Anteil bis 20 % steigen. Humus ist eine Zwischenphase beim Abbau organischer Stoffe zu Pflanzennährstoffen. Er verbessert die Bodenstruktur den Wasser- und Lufthaushalt des Bodens. Humus ist dunkel und erhöht deshalb die Bodentemperatur. Durch Gründüngung kann der Humusgehalt des Bodens erhöht werden.
Synonyme - Humus
Hybridlandwirtschaft
Hybridlandwirtschaft bezeichnet die Kombination von Methoden aus dem Ökologischen Landbau mit Methoden aus dem Konventionellen Landbau. Dabei wird versucht, die Vorteile zu nutzen und die jeweiligen Nachteile zu vermeiden.
Hybridzüchtungen
Züchtungen von Tieren oder Pflanzen durch Kreuzungen bei denen die so erzeugten Nachkommen Eigenschaften haben die in der Regel die Eltern nicht hatten und die auch nicht weiter vererbt werden. Pflanzen oder Tiere aus solchen Kreuzungen müssen deshalb immer wieder durch Kreuzung erzeugt werden.
Viele Nutztiere - z.B. Hühner und Schweine - sind heute meist Hybridzüchtungen.
Synonyme - Hybridzüchtungen
Hygiene
Vorbeugende Maßnahmen die der Verhütung von Krankheiten und der Erhaltung Förderung und Festigung der Gesundheit dienen.
Hygieneschleusen befinden sich dort wo Krankheitserreger leicht von außen eindringen können z.B.  in den Eingangsbereichen von Ställen. Dort kann ein Wechsel der Kleidung oder die  Desinfektion der Schuhe die Gefahr der Einschleppung von Krankheitserregern deutlich reduzieren. In schweinehaltenden Betrieben sind solche Hygieneschleusen besonders wichtig weil hier die Gefahr besteht dass die Schweinepest z.B. durch Wildschweine  eingeschleppt wird.
Hygienevorschriften dienen dem Schutz des Verbrauchers vor mit Schädlingen deren Stoffwechselprodukten Schmutz oder Krankheitskeimen belasteten Nahrungsmitteln.
Synonyme - Hygiene

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