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Begriff Definition
Milchsäurebakterien
Milchsäurebakterien produzieren die Milchsäure der eine besondere Bedeutung bei der Silage zukommt. Milchsäurebakterien gedeihen unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob); durch die Milchsäure werden andere Bakterien am Wachsen gehindert und so das Futter konserviert.
Synonyme - Milchsäurebakterien
Milchtank
Der Milchtank besteht i.d.R. aus Edelstahl. Darin wird  die Milch auf dem landwirtschaftlichen Betrieb gelagert. Der Milchtank ist  mit einer Kühlanlage verbunden so dass die Milch direkt nach dem Melken auf etwa 4 Grad C herunter gekühlt und so vor dem Verderb geschützt wird.
Die auf den landwirtschaftlichen Betrieben gemolkene und gekühlte Milch wird z.T. täglich z.T. aber auch im Abstand von jeweils zwei Tagen mit dem Milchwagen abgeholt und zur Weiterverarbeitung in die Molkerei transportiert.
Synonyme - Milchtank
Milchviehfutter
Kühe fressen als Grundfutter neben Grünfutter und Heu vor allem Gras- und Maissilage. Zusätzlich zum Grundfutter wird Kraftfutter - Eiweißfutter wie Sojaschrot und Mineralfutter - gegeben damit die Kuh genügend Nährstoffe für die Milchbildung und die Entwicklung des Kalbes aufnimmt.
Synonyme - Milchviehfutter
Millenniums-Enwticklungsziele
Die Millenniums-Entiwcklungsziele sind acht Ziele, welche sich eine Arbeitsgruppe bestehend aus den Vereinten Nationen, der Weltbank, dem Internationalen Währungsfond und dem Ausschuss für Entwicklungshilfe der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Jahre 2000 für 2015 gesetzt hat. Dabei beschlossen 189 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen sich für gewisse Ziele zu verpflichten. 2015 wurden dann Millenniums-Entwicklungsziele mit den Zielen für Nachhaltige Entwicklung von allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen ratifiziert.
Synonyme - Millennium Development Goals,MDG
Milzbrand
Ist eine in Deutschland nur noch selten vorkommende anzeigepflichtige durch Bakterien hervorgerufene Tierseuche (Seuche). Vor allem Paarhufer wie Rind Schwein und Schaf können davon befallen werden. Milzbrand  ist  auch für den Menschen gefährlich. Es gab auch Experimente zum militärischen Einsatz.
Synonyme - Milzbrand
Mineraldünger
Dünger der einen oder mehrere Mineralstoffe aus natürlichem Vorkommen oder synthetisch aufbereitetet (z.B. Phosphat- und Kalidünger) in anorganischer Bindung enthält. Zu unterscheiden von organischem Dünger / Wirtschaftsdünger.
Siehe auch Handelsdünger.
Synonyme - Mineraldünger
Mineralfutter
Mineralfutter stellen eine Ergänzung zum Grundfutter und Eiweißfutter dar um eine bedarfsgerechte Mineralienversorgung bei Nutztieren zu gewährleisten. Sie sind auch in allen Futtermischungen enthalten. Mineralfutter können aus unterschiedlichen  Mengen Calcium Phosphor Natrium und Magnesium sowie Spurenelementen wie Kupfer Kobalt Zink Eisen Mangan Selen und Jod bestehen. Zusätzlich werden die Mineralfutter oft mit Vitaminen angereichert.
Abhängig von der Grundfutterration Tierart und Lebensphase des Nutztiers ist die Zusammensetzung des Mineralfutters unterschiedlich. Von besonderer Bedeutung sind Mineralfutter für Nutztiere die sehr schnell und regelmäßig hohe Leistungen bringen sollen wie Milchkühe oder Mastschweine.
Auch Salzlecksteine aus Kochssalz (NaCl) sind eine Form des Mineralfutters.
Synonyme - Mineralfutter
Mineralisation
Weitgehender Abbau der organischen Substanz (Humus) im Boden zu den mineralischen Bestandteilen durch mikrobielle und chemische Vorgänge (siehe Boden). Dadurch werden Nährstoffe für die Pflanzen wieder verfügbar gemacht.
Synonyme - Mineralisation
Mischbetrieb
Bei Mischbetrieben tragen weder Marktfrüchte noch Futterbau noch Veredlung oder Dauerkulturen jeweils mehr als 50 % zum Roheinkommen bei.
Siehe auch Betriebsformen.
Synonyme - Mischbetrieb
Mischfutter
besteht aus mehreren Futterkomponenten (Kohlenhydrate Eiweiß Fett Mineralstoffen usw.)  das als Alleinfutter oder Ergänzungsfutter zum Grundfutter verwendet wird.
Synonyme - Mischfutter
Mist
Wirtschaftsdünger der bei Viehhaltung anfällt.
Unterschieden werden Stallmist (Dung vermischt mit Einstreu) und Flüssigmist (Gülle d.h. Dung und Harn mit wenig Einstreu vermischt).
Es gibt verschiedene Ausbringtechniken für die unterschiedlichen Mistsorten darunter inzwischen auch solche die Geruchsbelästigungen minimieren (Immission). Dabei wird der Mist nicht ausgestreut oder versprüht (wie auf dem nebenstehenden Bild) sondern direkt auf oder in die Erde gebracht (siehe  auch Düngung Miststreuer Wirtschaftsdünger).
Synonyme - Mist
Mistgänge
Ein hinter der Liegefläche der Tiere (Bucht oder Box) etwas tiefer liegender Gang in dem der anfallende Mist gesammelt und ein- oder zweimal täglich mechanisch aus dem Stall geschoben wird.
Synonyme - Mistgänge
Mistmatratze
In sogenannten Tieflaufställen dient die gesamte Fläche  gleichzeitig als Lauf- und Liegefläche. Die täglich frische Einstreu (Stroh) wird auf der bereits vorhandenen Mistmatratze verteilt. Nur zum Ende eines Mast- oder Haltungsabschnitts wird der angefallene Mist i.d.R. mit dem Traktor (Frontlader) aus dem Stall entfernt.
Synonyme - Mistmatratze
Miststreuer
Anhänger mit Verteileinrichtung zum Ausbringen von Stallmist auf die landwirtschaftlich genutzten Flächen (siehe nebenstehendes Bild). Während früher der Mist ausgestreut oder versprüht wurde gelangt er heute über Rohre/Schleppschläuche auf oder in den Ackerboden. So werden Geruchsbelästigungen minimiert. Bilder dazu siehe Wirtschaftsdünger.
Synonyme - Miststreuer
Modulation
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU hat zwei Säulen:  Die erste sind die Direktzahlungen an die Landwirte (Betriebsprämien). Die zweite enthält Mittel zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Sie können aus Mitteln der ersten Säule gespeist werden was in Deutschland mit jährlich steigenden Anteilen geschieht. Unter anderem geht es dabei um nachhaltige Landwirtschaft Natur- Tier- und Verbraucherschutz. Die mit dieser Modulation gewonnenen Mittel werden durch weitere – staatliche – Mittel aufgestockt. Cross Compliance dient der Kontrolle der Einhaltung der Verpflichtungen - wenn notwendig  durch Kürzung der Geldmittel.
Synonyme - Modulation
Molke
Flüssigkeit die aus geronnener Milch Quark oder Käsebruch abläuft. Sie enthält viel Eiweiß Mineralstoffe und Milchzucker. Molke wird nach der Trocknung als Molkenpulver bei der Lebensmittelherstellung (z.B. Speiseeis) und als Futterzusatz z.B. in der Schweinehaltung verwendet.
Synonyme - Molke
Molkerei
Milchverarbeitender Betrieb (regional auch Meierei oder Käserei genannt).
Molkereien holen die Milch von den Milchbauern in Kühlwagen ab und verarbeiten sie zu Milch verschiedener Fettstufen und Haltbarkeit Butter Käse und Sauermilchprodukten wie Joghurt oder Quark weiter. Der Umsatz der Molkereien in Deutschland betrug 2013 28 3 Milliarden €. Die Zahl der Molkereien ist abnehmend: 2013 gab es noch 162 Unternehmen mit insgesamt 38.000 Beschäftigten. Täglich werden von den Molkereien rund 83.100 t Milch verarbeitet.
Molkereien haben unterschiedliche Rechtsformen. Mehr als die Hälfte der Milch wird von genossenschaftlichen Betrieben verarbeitet. In zunehmendem Maße gehören Molkereien  zu Konzernen oder sind Großbetriebe. Beinahe 50 % der Milch und Milchprodukte werden exportiert.
Synonyme - Molkerei
Monokultur
Gegensatz zur wechselnden Fruchtfolge.
Anbau gleicher Pflanzenarten auf gleicher Fläche in aufeinander folgenden Jahren. Folge können Erschöpfung des Bodens und verstärkter Schädlingsbefall sein.
Synonyme - Monokultur
Mühle
Einrichtung zur Zerkleinerung von Mahlgut heute im Zusammenhang mit Landwirtschaft vor allem von Getreide und Ölfrüchten.
Während früher die Mühlen durch Wind- und Wasserkraft aber auch durch Zugtiere betrieben wurden sind sie heute in Deutschland alle elektrisch angetrieben. Statt Mahlsteinen werden heute Walzen zur Zerkleinerung verwendet.
Neben der Zerkleinerung erfolgen noch weitere Arbeitsschritte bei Getreide vor allem Sieben. Bei Ölfrüchten werden Öl und Eiweiß (Ölkuchen Schrot) getrennt und in weiteren Verfahren zur Verwendung als Speiseöl und Eiweißfutter weiterverarbeitet.
1950 gab es beinahe 20.000 Mühlen  in Ost- und Westdeutschland heute sind es noch 500. Etwa ein Drittel der Weizen-und Roggenernte - hauptsächlich Weichweizen - werden zu Mehl vermahen nur 5 % davon gehen an Haushalte. 90 % des Mehls werden von Backbetrieben verbraucht der Rest  geht an  Stärke- und Teigwaremhersteller.
Siehe auch Mehl.
Synonyme - Mühle
Mulch
Organisches Material wie Blätter Pflanzenreste Stroh oder Zwischenfrüchte das auf der Bodenoberfläche verteilt wird und dort verrottet. Durch Mulchen wird das Aufkommen von Unkräutern vermindert Bodenerosion verhindert und gleichzeitig das Bodenleben verbessert.
Synonyme - Mulch

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