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Begriff Definition
Agrarindustrie
Nicht klar definierter Begriff zunächst für die Plantagen zur Produktion von Exportgütern wie Baumwolle Zuckerrohr Kautschuk   Kaffee Tee Kakao Bananen in den Kolonien und heutigen Entwicklungsländern verwendet.  Großbetriebe für die Produktion z B. von Soja  Mais und auch Blumen in Staaten wie den USA und Brasilien werden heute auch oft als Agrarfabriken/Agrarindustrie bezeichnet. 
Agrarindustrie/Agrarfabriken sind heute oft  „Kampfbegriffe“  die auf die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland - gleich welcher Größe und Rechtsform - nicht zutrifft  wenn sie nach den Grundsätzen einer guten fachlichen Praxis d.h.
standortangepasste Bewirtschaftung
Schutz von Biotopen
Einhaltung des vorgeschriebenen Verhältnisses von Fläche und Tierhaltung
Erhaltung von Grünland
Erhaltung von Boden Wasser Flora und Fauna
Dokumentation des Einsatzes an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln arbeiten. Siehe dazu auch die Ausführungen zur Enwicklung der GAP.
Landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland müssen wegen des Verhältnisses von Kosten und Erlösen große Flächen bewirtschaften und eine große Anzahl von Nutztieren halten ohne dass sie dadurch ihren Charakter als landwirtschaftliche/bäuerliche Betriebe verlieren. 
Bei gewerblichen Betrieben zur Produktion landwirtschaftlicher Produkte ist dagegen die Bezeichnung oft angebracht.
Synonyme - Agrarfabrik
Agrarmarkt
Angebot und Nachfrage bei landwirtschaftlichen Produkten.
Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln wird weltweit durch eine Vielzahl von Faktoren wie Bevölkerungszahl Wirtschaftswachstum Einkommensverteilung Lebensart und Verzehrgewohnheiten bestimmt.
Das Angebot ist weltweit relativ klein. Der Agrarmarkt erhält so für die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung eine zunehmende Bedeutung. Vor allem China hat einen stark steigenden Bedarf an Nahrungs- und Futtermitteln.
Das Besondere des Agrarmarktes ist dass zumeist vielen Anbietern (den Bauern) nur wenige Nachfrager (Großhändler Ketten) gegenüberstehen. Mittel- und langfristig steigen die Agrarpreise deshalb wesentlich schwächer als andere Preise fallen sogar bisweilen. Bei gleichzeitig steigenden Kosten stagniert bzw. sinkt so das Einkommen der Landwirte. Die ökonomisch schwächsten Bauern müssen ihre Betriebe aufgeben. Die frei werdenden Produktionskapazitäten vor allem Flächen werden in Deutschland von wachstumsfähigen Betrieben übernommen.
Synonyme - Agrarmarkt
Agrarpolitik
Auseinandersetzung über die Gestaltung der wirtschaftlichen rechtlichen und sozialen Verhältnisse der Land- und Forstwirtschaft.
Ziel der Agrarpolitik in der EU ist es   die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln sicherzustellen und den Landwirten ein angemessenes Einkommen zu ermöglichen. Seit einigen Jahren spielen auch nachwachsende Rohstoffe und Energieerzeugung eine Rolle. Weiter geht es um die Förderung ländlicher Räume sowie die Erhaltung von Umwelt Natur und Landschaft außerdem um Gewässer- und Küstenschutz.
Eingriffe in die landwirtschaftlichen Märkte - in Deutschland verstärkt schon seit 1878 - gibt es praktisch in allen hoch industrialisierten Staaten z.B. in den USA Japan und der Schweiz. Handelsbarrieren (Zoll)  dienen/dienten dazu zu verhindern dass  ausländische Konkurrenz das jeweils angestrebte Preisniveau drücken/drückten. Umgekehrt werden/wurden  Überschüsse mit Ausfuhrhilfen in den Weltmarkt geschleust. Die EU betreibt heute eine völlig andere Politik.
In der EU beruht die Landwirtschaftspolitik heute auf zwei Säulen. Die erste Säule sind die Direktzahlungen an die Landwirte (Betriebsprämie) die die vorher üblichen an Mengen und Preisen orientierten Zahlungen abgelöst haben. In der zweiten Säule geht es darum Qualität und Sicherheit der Lebensmittel zu garantieren Landschaft ländlichen Raum Vielfalt Artenreichtum zu fördern um Tierschutz Umweltschutz und insgesamt um eine nachhaltige Landwirtschaft.
Weiter soll die EU-Agrarpolitik mit den Forderungen der Welthandelsorganisation das heißt vor allem auch der Lage in den Entwicklungsländern in Einklang stehen. das hei0t ein freier Welthandel mit Agrarprodukten angestrebt werden.

Siehe auch Überblick.
Synonyme - Agrarpolitik
Agrarreform
Unter Agrarreformen die beispielsweise im 18./19. Jh. durch Steigerung der Produktion die Industrialisierung gefördert haben versteht man Veränderungen im gesamten landwirtschaftlichen Bereich mit bestimmten Zielsetzungen.
Die Agrarreform der EU vom Frühjahr 1992 hatte zum Ziel die Agrarüberschüsse insbesondere bei Rindfleisch Milch und Getreide abzubauen und die Produktion an den Verbrauch und auch an den Weltmarkt anzupassen. „Weg von der Preispolitik – hin zu Direktzahlungen an die landwirtschaftlichen Erzeuger“ hieß die Lösung die bei der Halbzeitbewertung 2003 in Luxemburg noch verschärft wurde (Agenda 2000).
In der EU beruht die Landwirtschaftspolitik heute auf zwei Säulen. Die erste Säule sind die Direktzahlungen an die Landwirte (Betriebsprämie) die die vorher üblichen an Mengen und Preisen orientierten Zahlungen abgelöst haben. In der zweiten Säule geht es darum Qualität und Sicherheit der Lebensmittel zu garantieren   Landschaft ländlichen Raum Vielfalt Artenreichtum zu fördern um Tierschutz Umweltschutz und insgesamt um eine nachhaltige Landwirtschaft.
Weiter soll die EU-Agrarreform mit den Forderungen der Welthandelsorganisation das heißt vor allem auch der Lage in den Entwicklungsländern in Einklang stehen. das heißt ein freier Welthandel mit Agrarprodukten angestrebt werden.

Siehe auch Überblick Agenda 2000 Agrtarpolitik. EU WTO
Synonyme - Agrarreform
Agrarstruktur
Die Gesamtheit der Bedingungen unter denen landwirtschaftliche Produkte erzeugt und vermarktet werden.

Dazu gehören u.a.
  • die Betriebsgröße
  • Besitz- Einkommens- und Marktstruktur ebenso wie
  • Bodennutzung und
  • Viehhaltung.
Die Agrarstruktur ist in ständigem Wandel und in den verschiedenen Bundes- wie EU-Ländern höchst unterschiedlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in Westdeutschland der bäuerliche Familienbetrieb das politisch gewollte Leitbild. In Ostdeutschland (damals Sowjetische Besatzungszone) wurden 1945 in einer Bodenreform alle Großbetriebe auf kleine Bauern aufgeteilt bzw. zu Staatsbetrieben. In der DDR mussten sich die Bauern wenige Jahre später in landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) zusammenschließen später getrennt nach den Betriebszweigen der Pflanzen- und der Tierproduktion. Nach der Wende wurde diese Trennung von tierischer und pflanzlicher Produktion größtenteils wieder aufgehoben. Neue Eigentumsstrukturen entwickelten sich.
Heute unterscheidet sich die Agrarstruktur zwischen West- Ost- Nord- und Süddeutschland.
In Ostdeutschland wirtschaften neben Einzelunternehmen Personengesellschaften (Zusammenschluss von mehreren Personen) eingetragene Genossenschaften und Kapitalgesellschaften (zum Teil von 'Investoren' getragen) in meist sehr großen Betrieben. Betriebe in Ostdeutschland haben eine durchschnittliche Größe von 226 ha in Westdeutschland dagegen nur von 40 6 ha (Zahlen von 2010). Siehe auch Betriebsgröße.
In Westdeutschland herrscht der Familienbetrieb vor. Die Höfe im Norden sind wegen des Erbrechts (Anerbenrecht =Vererbung des gesamten Betriebes an eine Person) im Durchschnitt größer als in Süddeutschland wo Realteilung d.h. die Aufteilung des Hofes an alle Kinder   zu kleineren Betrieben geführt hat.
In Deutschland nimmt die Zahl der Höfe unter 100 ab mit mehr als 100 ha dagegen zu (Wachstumsschwelle).
Betriebe mit intensiven Sonderkulturen wie z.B. Gemüse- oder Weinbau benötigen meist geringere Flächen. Neben der Fläche spielt die Zahl der Tiere bei Viehhaltung eine wichtige Rolle.

Siehe auch Überblick.
Synonyme - Agrarstruktur
Agribusiness
Mit dem Begriff Agribusiness werden einmal Landwirtschaft mit allen vor- und nachgelagerten Unternehmen zum anderen nur die der Landwirtschaft direkt vor-und nachgelagerten  Unternehmen bezeichnet. So muss bei Zahlen immer darauf geachtet werden was erfasst ist. Meist wird der weitere Bereich gemeint. Ackerbau und Viehhaltung einschließlich Weinbau und Fischerei sind die eigentlichen landwirtschaftlichen Bereiche.
Direkt vorgelagert sind unter anderem Betriebe für Düngemittel Pflanzenschutzmittel landwirtschaftliche Geräte und Maschinen Futtermittel und Ställe mit ihren Einrichtungen. Nachgelagert sind einmal Getreide- Vieh- Obst- und Gemüsehandel im An- und Verkauf Ex- und Import zum anderen Mühlen Schlachthöfe Molkereien und Zuckerfabriken aber auch Bäckereien Fleischereien und schließlich Lebensmittelhandel und Gastronomie.
2013 hatte das Agribusiness - im weiteren Sine - in  etwa 750.000 Betrieben über 4 6 Millionen Beschäftigte das heißt 11 % aller Erwerbstätigen.

Siehe auch Überblick.
Synonyme - Agribusiness
Agrobiodiversität
vergleiche Biodiversität.
Synonyme - Agrobiodiversität
Agroforstwirtschaft

Agroforstwirtschaft ist eine Form der Landnutzung, bei der mehrjährige Holzpflanzen (Bäume, Sträucher, Palmen, Bambus, etc.) mit Ackerkulturen und/oder Tierhaltung so auf einer Fläche kombiniert werden, dass zwischen den verschiedenen Komponenten ökologische und ökonomische Vorteilswirkungen entstehen. Diese Elemente können entweder in räumlicher Anordnung oder in zeitlicher Abfolge kombiniert werden.

Synonyme - Agroforstsysteme
AHL
Ist eine Ammonium-Harnstoff Lösung. Die  flüssige und farblose AHL wird zur ersten Stickstoffgabe im Frühjahr im Getreide- und Rapsanbau verwendet. Diese Art der Düngung wirkt sich dann positiv auf das Pflanzenwachstum aus.
Synonyme - Ammonium-Harnstoff Lösung
aid

aid infodienst Verbraucherschutz Ernährung Landwirtschaft e.V.

Der aid war ein gemeinnütziger Verein, welcher auf den gebieten Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informierte. Er sollte Kenntnisse der Wissenschaft und Praxis den Verbrauchern und der Landwirtschaft zugänglich machen.
Das geschah durch Veröffentlichung im Internet von Broschüren Buchreihen PC-Programmen Dia-Serien Videofilmen Foliensätzen und Pressemitteilungen. Fortbildungsveranstaltungen für Berater und Lehrkräfte waren ein weiteres Standbein des aid der dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstellt und in Bonn ansässig war.

Synonyme - aid
Akkumulierung
Anreicherung von Schadstoffen.
Synonyme - Akkumulierung
AKP-Staaten
Die Europäische Union (EU) hat mit einer Reihe von Drittländern - den AKP-Staaten - Assoziierungsverträge abgeschlossen zunächst mehrere Abkommen von Lomé.
Zu den AKP-Staaten (AKP = Afrika Karibik Pazifik) gehören zurzeit 79 Länder die 2000 im Abkommen von Cotonou weitere Rechte bekamen aber auch zu Menschenrechten Demokratie Rechtsstaatlichkeit und verantwortungsvoller Staatsführung z.B. Bekämpfung der Korruption verpflichtet wurden.

Informationen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
  • Die Lomé-Abkommen
  • Das Abkommen von Cotonou
  • Finanzierung der Zusammenarbeit
  • Das Abkommen mit Südafrika
Synonyme - AKP-Staaten
Alkohol
Alkohol ist der gebräuchliche Name für Ethanol. Er entsteht vor allem durch Vergärung von zuckerhaltigen bzw. stärkehaltigen Früchten. Schon im Altertum und in vielen Kulturen ist Alkohol vor allem als berauschendes Getränk bekannt. Alkohol ist in geringer Konzentration in vielen Speisen und Getränken enthalten.
Da Alkohol bei 78 Grad verdampft lässt sich alkoholhaltige Flüssigkeit erwärmen und der aufgefangene Dampf kondensieren so dass eine höhere Alkoholkonzentration erreicht wird.
Synonyme - Alkohol
Alleinfutter
Alleinfutter sind speziell gemischte Futtermittel welche die Tiere abhängig von ihrer Art ihrem Alter und der Nutzungsrichtung mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen.  - Beispiel: siehe Alleinfutter für Geflügel
Synonyme - Alleinfutter
Alleinfutter für Geflügel
Futtermittel die die Tiere in Abhängigkeit von Art Alter und Nutzungsrichtung mit allen notwendigen Nährstoffe versorgen. Für Legehennen muss  genügend Calcium für die Eischalenbildung sowie genügend Protein (Eiweiß) für die Inhaltsstoffe des Eies enthalten sein. Masthähnchen brauchen viel Protein um schnell Muskelfleisch anzusetzen.
Alleinfutter sind Mischfutter die aus verschiedenen Komponenten zusammengemischt werden und hinsichtlich der Nährstoffzusammensetzung genau den Bedürfnissen oder den Zielen der Haltung der Tiere entsprechen.
Bestandteile des Hühnerfutters sind hauptsächlich Mais Weizen und Sojaschrot. Die Futtermittel unterliegen dem strengen deutschen Futtermittelrecht.
Synonyme - Alleinfutter für Geflügel
Alternative Landwirtschaft
Synonym für ökologische Landwirtschaft in Abgrenzung zur konventionellen Landwirtschaft.
Synonyme - Alternative Landwirtschaft
Aminosäuren
Aminosäuren haben eine zentrale Bedeutung im Stoffwechsel. Sie bilden unter anderem Eiweiße (Proteine) haben aber auch  viele andere Aufgaben wie Transport und  Speicherung von Nährstoffen.
Synonyme - Aminosäuren
Ammoniak
Ammoniak ist eine stark stechend riechende farblose giftige Stickstoff-Wasserstoff- Verbindung. Unter normalem Druck ist Ammoniak ein Gas das zu Tränen reizt und erstickend wirkt. A. entsteht beispielsweise bei der Zersetzung stickstoffhaltiger organischer Masse (Gülle Jauche Mist) und ist typischer Teil des Stallgeruchs (bei schlechter Lüftung).
Synonyme - Ammoniak
Anbaufläche
Die tatsächlich für die Bewirtschaftung zur Verfügung stehende Fläche eines Betriebes also abzüglich aller bebauten Flächen Wege Hecken usw. Siehe auch Betriebsfläche Ackerfläche.
Synonyme - Anbaufläche
Anbindehaltung
Bei der Anbindehaltung wurden die Tiere vor allem Pferde und Rinder   im Stall ständig angebunden. Vor allem Futteraufnahme und  Liegen waren dabei auf einen begrenzten Raum konzentriert. Anbindehaltung für Schweine ist verboten für Rinder ist sie nur noch übergangsweise erlaubt für Pferde kommt sie nur noch selten vor. Siehe auch Boxenlaufstall.
Synonyme - Anbindehaltung

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