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Begriff Definition
Veredlung
Im landwirtschaftlichen Bereich wird der Begriff Veredlung vor allem für die Erzeugung tierischer Produkte durch Verfütterung pflanzlicher Produkte verwendet. So wird das vom Acker oder Grünland gewonnene Futter zu tierischen Produkten wie Fleisch Eier und Milch umgewandelt (= veredelt). Bei der Veredlung werden mehr pflanzliche Kalorien eingesetzt als Kalorien bei den tierischen Produkten entstehen. Bei der Umwandung von  pflanzlichen in tierische Kalorien müssen z.B.  3 Kalorien  bei Schweinen   Milch   Eiern und 7 Kalorien bei Rindern zur Erzeugung einer Kalorie eingesetzt werden. Sehr günstig ist die Mast von Hühnern. Hier werden nur 1 7 kg Futter zur Erzeugung von 1kg Fleisch benötigt.
Weiter gibt es die Veredelung im Gartenbau. Obstbäume und Ziergehölze werden durch Aufbringen von Reisern mit dem Ziel „veredelt“ Edelobstsorten mit besseren Früchten oder gewünschte Blütenfarben und -formen zu bekommen.
Synonyme - Veredlung
Verdichtung
Verdichtung des Bodens entsteht vor allem durch zu hohen Druck bei feuchten Böden. Dadurch werden der Luft- und Wasserhaushalt und die Durchwurzelbarkeit des Bodens beeinträchtigt. Bodenverdichtung kann durch technische Maßnahmen z.B. Breitreifen/Doppelreifen und Befahren nur bei trockenem Boden verhindert werden. Durch tiefwurzelnde Pflanzen oder durch eine sogenannte Tieflockerung können Bodenverdichtungen wieder rückgängig gemacht werden.
Synonyme - Verdichtung
Verdauungstrakt Kuh
Eine Kuh hat 4 Mägen (Pansen Netzmagen Blättermagen Labmagen). Das Fassungsvermögen beträgt insgesamt 110 bis 230 Liter. Besonders groß ist der Pansen. Daran schließen sich der Dünndarm und der Dickdarm mit einer Länge von 35 bis 60 Metern an. Im Darm findet der größte Teil der Nährstoffaufspaltung statt. Siehe auch Wiederkäuer.
Synonyme - Verdauungstrakt Kuh
Verdauungsorgane des Huhns
Der Tastsinn des Schnabels überprüft die aufgenommenen Futterteile. Über die Speiseröhre gelangen sie in den Kropf. Dort werden sie 'vorverdaut' (eingeschleimt) und  kurzfristig gespeichert
Das Huhn hat einen zweigeteilten Magen: zuerst wird das Futter im Drüsenmagen mit Enzymen für die Verdauung vorbereitet dann im Muskelmagen mit Hilfe aufgenommener Steinchen oder Muschelgrit zerkleinert.
Der Darm besteht aus Dünndarm und Dickdarm. Letzterer mündet in die Kloake aus der Kot und Harn ausgeschieden werden und in der auch die äußeren Geschlechtsorgane liegen.
Synonyme - Verdauungsorgane des Huhns
Verbraucherpolitik/Verbraucherschutz
Bemühungen auf allen politischen Ebenen Voraussetzungen zu schaffen damit Verbraucher gesunde Lebensmittel zu angemessenen Preisen kaufen können.
Verbraucherpolitik und Verbraucherschutz für Lebensmittel wurden durch verschiedene Ministerien in Bund und Ländern Verbraucherverbände Stiftung Warentest und andere Beratungsorganisationen wahrgenommen. Die BSE-Krise führte dazu dass das Landwirtschaftsministerium des Bundes auch für den Verbraucherschutz zuständig wurde. Es hieß seit Herbst 2005 Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz Seit Ende 2013 ist der Verbraucherschutz nicht mehr mit der Landwirtschaft in einem Ministerium sondern ressortert beim Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz.
Siehe auch Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Siehe auch Überblick.
Synonyme - Verbraucherpolitik/Verbraucherschutz
Verbesserte Dreifelderwirtschaft

Die Dreifelderwirtschaft wurde nach der Verbreitung der Kartoffel dahingehend verbessert, dass keine Fläche mehr brach lag, stattdessen wurde eine Ackerkultur angebaut (Kartoffeln, Rüben

Vegetationsperiode
Zeitraum in dem die Pflanzen wachsen blühen und ihre Früchte entwickeln.
Die normale Vegetationsperiode in Deutschland beginnt im März und endet im Oktober. Danach tritt eine klimatisch bedingte Wachstumsruhepause ein. Wintergetreide und Winterraps werden kurz vor Beginn der Vegetationsruhe gesät. Die Körner des Getreides keimen laufen auf (bilden kleine Pflänzchen) bestocken sich und überwintern in diesem Zustand selbst bei Minusgraden.Bei Winterraps muss u a darauf geachtet werden dass er nicht zu weit entwickelt ist. Er verträgt keine sehr stengen Fröste.
Synonyme - Vegetationsperiode
Vegetation
Bezeichnung für die Pflanzendecke eines Gebietes einschließlich landwirtschaftlicher Kulturpflanzen.
Synonyme - Vegetation
Variable Kosten
Veränderliche Kosten (Gegensatz: Fixkosten) entstehen direkt z.B. durch die Tier- und Pflanzenproduktion.
Dazu zählen beispielsweise
In Betriebsrechnungen müssen Fixkosten und variable Kosten unterschieden werden. Variable Kosten entstehen u.a. durch Marktlage Betriebsführung und Terminen.
Synonyme - Variable Kosten
Variable Kosten
Veränderliche Kosten (Gegensatz: Fixkosten) entstehen direkt z.B. durch die Tier- und Pflanzenproduktion. Dazu zählen beispielsweise
  • Saatgut
  • Tierfutter
  • Düngemittel und
  • Energie.
In Betriebsrechnungen müssen Fixkosten und variable Kosten unterschieden werden. Variable Kosten richten sich u.a. nach Marktlage Betriebsführung und Terminen.
Synonyme - Variable Kosten
Urgetreide
Unter Urgetreide werden Getreidesorten verstanden welche schon vor tausenden Jahren wuchsen und vom Menschen kaum kultiviert wurden. Besonders bekannt sind die Sorten Emmer und Einkorn
Synonyme - Urkorn
Untersaat
Saatverfahren bei dem zwei Fruchtarten gemeinsam angebaut werden.
So sät man häufig als Untersaat kleeartige Futterpflanzen vermischt mit Gräsern unter das Getreide das als Deckfrucht bezeichnet wird. Nach der Ernte der Haupt- oder Deckfrucht wächst die Untersaat weiter. So ist der Boden bedeckt und die Pflanzen haben schon einen solchen Entwicklungstand dass sie rasch weiter wachsen (Zwischenfrucht).
Synonyme - Untersaat
Unterdrucklüftung
Lüftungssystem in Ställen in denen die Abluft abgesaugt wird. Siehe auch Stall.
Synonyme - Unterdrucklüftung
Unkräuter
Pflanzen – auch Wildkräuter genannt – die sich störend auf Pflege Ernte und Verarbeitung von landwirtschaftlichen Kulturpflanzen auswirken und daher durch gezielte mechanische chemische physikalische und/oder biologische Maßnahmen bekämpft werden. Die Palette der Bekämpfungsmöglichkeiten reicht vom Hacken bis zum Einsatz von Herbiziden.
Unkrautsamen werden vor allem  durch  Wind und  Tiere verbreitet aber auch alle anderen Möglichkeiten von Pflanzen sich zu vermehren kommen vor.
Synonyme - Unkräuter
Umweltschutz
Schutz der natürlichen Ressourcen d.h. von Boden Gewässern Pflanzen Tieren Luft und Eindämmung schädlicher Einflüsse auf den Naturhaushalt durch menschliche Einflüsse (Ökologie).
Umweltschutz bezieht sich auf alle Bereiche des täglichen Lebens und Wirtschaftens von der Energie bis zum Verkehr von der Produktion bis zum Verbrauch von der Entsorgung bis zur Wiederverwendung von Rohstoffen. In der Landwirtschaft geht es um die Produktion gesunder Nahrungsmittel (Nahrungsmittelproduktion) den Erhalt und die Verbesserung des Bodens als Ausgangspunkt aller landwirtschaftlichen Produkte den Schutz der Natur und Landschaft mit der dort lebenden Tier- und Pflanzenwelt die Vermeidung gesundheitsgefährdender Fütterung bei Tieren und den umweltverträglichen Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln (integrierter Pflanzenbau integrierter Pflanzenschutz). Insgesamt soll so die Lebensqualität der Menschen erhalten bzw. gesteigert werden (Nachhaltigkeit).
Synonyme - Umweltschutz
Umweltbundesamt
Das Umweltbundesamt (UBA) wurde 1974 gegründet und befasst sich mit allen Umweltfragen und Problemen die in unserer Gesellschaft durch wirtschaftliche Tätigkeit und die Verhaltens- und Lebensweisen der Menschen entstehen. Wichtige die Landwirtschaft betreffende Umwelt- und Schutzbereiche sind Boden Wasser Natur und Klima. Das UBA  betreibt selbst Forschung und vergibt Forschungsaufträge. Es  nimmt in vielen Dokumentationen und Veröffentlichungen Stellung zu Umweltwirkungen der Landwirtschaft. Im Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel muss das UBA sein Einvernehmen erklären bevor das Julius-Kühn-Institut die Zulassung für ein neues Pflanzenschutzmittel aussprechen darf. Vgl. http://www.umweltbundesamt.de-
Siehe auch Bundesanstalten.
Synonyme - Umweltbundesamt
Überblick
Von der Fläche der Bundesrepublik Deutschland ( 35 7 Mio ha) werden rund die Hälfte (18 7 Mio ha) landwirtschaftlich genutzt davon ein knappes Drittel als Grünland (Wiesen und Weiden). Weitere etwa 30% sind Wald und Forst. (Siehe dazu u.a. Betriebsfläche Ackerfläche landwirtschaftlich genutzte Fflächen Grünland)
Von einem Hektar Ackerland werden  heute im Durchschnitt über 70 dt Weizen über 30 t Kartoffeln oder Zuckerrüber für etwa 10 t Zucker geerntet. Höhere Erträge sind keine Ausnahme. - Im Jahr 1950 waren es nur 23 1 dt/ha  Weizen Kartoffeln um 20 t  (Siehe dazu u a Weizen Kartoffeln Zuckerrüben)
Eine Milchkuh gibt heute im Durchschnitt 7.000 l Milch im Jahr -  10.000 l sind aber keine Seltenheit. 1950 waren es noch im Durchschnitt 2.500 l. (Siehe dazu: Rind   Kuh Viehbestand)
Etwas über 1 5 % der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Die Zahl ist abnehmend. - Im Jahr 1950 waren es  in Westdeutschland 24 4 %.  (Siehe dazu u.a. Soziologie des ländlichen Raumes).
2012  gab es rund 285.000 landwirtschaftliche Betriebe darunter 16.500 ökologisch wirtschaftende. - 1950 waren es in Westdeutschland noch über 1 3 Millionen. Ökologisch arbeitende Betriebe gab es damals noch nicht. (Siehe dazu u.a.: Haupterwerbsbetrieb)
Deutsche Bauern produzierten 2012 mehr Fleisch als in Deutschland gegessen wurde. Ebenso war es mit Milch und Käse. Auch Weizen Kartoffeln und Zucker wurden mehr produziert als verbraucht. Nur bei Gemüse und Obst musste weit mehr eingeführt werden was mit Verzehrgewohnheiten - das ganze Jahr über werden z. B. Tomaten und Gurken angeboten - erklärt werden kann. Der Selbstversorgungsgrad erreichte 2012/2013 insgesamt 97 % - ohne Auslandsfutter 92 %. Ein Landwirt 'ernährte' 2012/13 155 bzw. 144 Menschen.
Ursache dieser Veränderungen sind die Weiterentwicklung der Züchtung von Pflanzen und Tieren außerdem die Verbesserung der Fütterung der Tiere der Düngung der Äcker moderne Maschinen - insbesonder auch Einsatz von Traktoren anstatt tierischer Zugkraft - leistungsfähige Organisation   Einsatz von Elektronik. (Siehe dazu u.a.: Züchtung Düngung Traktor. ….)
Ein Arbeitsplatz in der Landwirtschaft kann heute leicht eine Million € oder auch mehr kosten.
In Westdeutschland war der Familienbetrieb Ziel der Landwirtschaftspolitik Auch gibt es in Westdeutschland etwa genau so viele Nebenerwerbsbetriebe  wie Haupterwerbsbetriebe. So haben dort die meisten Betriebe weniger als 100 ha Fläche. - In der DDR wurden die Bauern in Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften gezwungen. So sind  in Ostdeutschland auch heute  Betriebe mit mehr als 200 ha die Regel. (Siehe dazu u a : LPG Agrarstruktur Familienbetrieb…. …. ….)
Synonyme - Überblick
Truthühner (Puten)
Geflügelart die ursprünglich aus Amerika stammt. Das Fleisch von Truthühnern ist eiweißreich und kalorienarm.
Meist wird von Puten gesprochen aber auch andere Bezeichnungen wie Turkey werden benutzt.
Die Verbraucher in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren vermehrt dem Geflügelfleisch zugewandt wovon auch der Putenfleischabsatz profitierte.
Der Verbrauch lag 2013 bei 5 29 kg pro Person.  Putenfleisch wird fast nur als Frischfleisch nicht gefroren angeboten.
Oberbegriffe
Pute/Truthuhn: weibliches Tier
Puter/Truthahn: männliches Tier
Küken: männliches oder weibliches Jungtier bis zum Alter von sechs Wochen
Putenrassen
Puten werden nach der Färbung des Gefieders dem sogenannten Farbschlag unterschieden. (z.B. Grundfarbe Schwarz mit schillerndem Bronzeglanz). Weiter gibt es die weiße Pute die schwarze Pute und die Cöllwitzer Pute (weiße Federn mit schwarzem Saum). Allgemein bekannt sind heute die kleinen weißen Beltsville-Puten und die weißen großen Rassen die leicht gezüchtet werden können und schnell heranwachsen.
Haltung
Der überwiegende Teil der Puten wird in Bodenhaltung in sogenannten Offenställen aufgezogen. Ziele sind schnelles Wachstum hoher Fleisch- und geringer Knochenanteil sowie hohe Widerstandskraft.
Die Putenküken stammen aus Brütereien  die sich auf die Haltung von Elterntieren und die Brut der Eier spezialisiert haben. Die Aufzucht der Putenküken dauert sechs Wochen und erfolgt in Bodenhaltung in speziellen Aufzuchtbetrieben. Die Tiere benötigen eine Wärmequelle und werden in einem Kükenring an den freien Zugang zu Wasser und Futter gewöhnt.
Das Schlachtgewicht haben Puten mit einem Alter von 16 bis 22 Wochen und einem Gewicht von acht bis 18 Kilogramm erreicht. Die Tiere werden überwiegend mit Getreide und pflanzlichem Eiweiß gefüttert. Das Futter wird dem Entwicklungsstand angepasst.
Informationsmaterial: 3-Min-Information zu Truthühnern des i.m.a e.V.
Synonyme - Pute
Trockenstellen
Eine Kuh wird etwa sechs bis acht Wochen vor der nächsten Geburt (Kalben) nicht mehr gemolken. Wenn die Milchbildung durch das Melken nicht mehr angeregt wird verringert sie sich und hört schließlich ganz auf. Kühe werden trockengestellt damit sie sich für die bevorstehende Geburt bzw. für die danach folgende neue Laktationsperiode erholen können.
Synonyme - Trockenstellen
Trockenmasse
Gewicht eines Materials nach Abzug des Wassergehaltes.
Die Angabe der Trockenmasse macht Vergleiche z.B. von Erntegut möglich das natürlich und witterungsbedingt einen schwankenden Wassergehalt hat.
Bei Käse wird  im Regelfalle der Fettgehalt in Prozent der Trockenmasse (Fett i.Tr.) angegeben.
Synonyme - Trockenmasse

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